Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Broder Daniel
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Cruel Town
(2003, Virgin/EMI 7243.594628.2)

Nach fünf Jahren wurde zwar ihre Wiederkehr gefeiert; über »CRUEL TOWN« selbst verlor die Presse jedoch nur wenig Worte. Bedeutender war, dass Broder Daniel ein Hymnenalbum geschrieben haben, dessen Songs erstmals den Spagat zwischen Indie-Rock und Mainstream wagten. Ein Schritt, den man von Göteborgs Großstadt-Traumatikern und nach Håkan Hellströms Ausscheiden nicht erwartet hätte.

Doch leider entbehren der Gitarren Schleifenakkorde und der Songaufbau nicht einer gewissen Eintönigkeit. Variation muss man suchen. Sänger Henrik Berggrens schwarz gemalte Augenränder dagegen sind noch so dick wie in den alten Zeiten, und auch all die jugendliche Verzweiflung über eine ungerechte Welt ist der Band geblieben. Mit nichts anderem als letzteren hat sich schließlich damals eine ganze Indie-Generation identifiziert, und nichts anderes ist es, was Broder Daniel noch am Leben hält. (lic)



Siehe auch:
Håkan Hellström

 Broder Daniel: Cruel Town

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.broderdaniel.org

   

No Time For Us 1989 – 2004
(2 CDs, 2005, Dolores/EMI 7243-474377-2)

Es gibt mindestens soviele Erzählungen darüber, wie Broder Daniel zu ihrem Plattenvertrag kamen, wie Bandmitglieder in den mehr als 10 Jahren Bandgeschichte. 1994 unterschrieben die Göteborger bei EMI, und es folgten bis dato sieben Alben Indierock und haufenweise Artikel über schwarz geschminkte Augen, Sänger Henrik Berggrens Depressionen und Alkohol-Eskapaden.

Das 2-CD Sammelalbum »NO TIME FOR US« blickt zurück auf die Jahre zwischen 1989 und 2004 und bietet neben allen Broder Daniel-Klassikern – wie z.B. ihren All-time-Superhit »Luke Skywalker« – jede Menge Proberaum-Aufnahmen, die zwar oft in den Ohren schmerzen, aber viel über die Band erzählen. Ein definitives Muss für alle Indie-Fans. Mögen sie auf ewig in den Herzen aller Indierocker leben. (lic)

   

Broder Daniel Forever
(1998, Dolores DOL 060)

Sie sollten Recht behalten: Selbst nach dem Ausstieg Håkan Hellströms in Jahr 2000 lebt die Band ihren Erfolg weiter. Den entscheidenden Grundstein haben sie mit diesem in Schweden überaus erfolgreichen Album gelegt, das von seiner spannungsgeladenen Paradoxie zehrt.

Denn den überaus treibenden, mit Extra-Harmonien beschenkten und mit reichlich juvenilen Hintergrundchören besetzen Songs steht eine unterschwellige Verzweiflung gegenüber, die sich auch in den lichtlosen, gekrümmten Texten manifestiert. Musik zum In-die-Hände-Klatschen und Tanzen, die nicht in Belanglosigkeit verfällt. Das kann man von mir aus gerne vielschichtigen Power-Pop nennen. (maw)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel