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Alle Rezensionen zu Phønix
(Genre »Folk«, Land »Dänemark«)

 

Nu
(2014, GO‘ Danish Folk GO 0114)

Auch die dänische Szene hat interessante neue Folk-Musik zu bieten, ganz weit vorne findet sich seit längerem diese Formation: Phønix bestechen schon durch ihre sehr eigenwillige Instrumentierung, die nach wie vor durch Anja Præsts (meist Bass-)Klarinette und Jesper Vinthers Akkordeon bestimmt wird. Jesper Fasth hält an Percussions (häufig Cajon) den Laden rhythmisch zusammen.

Karen Mose ist immer noch im Zentrum, ihre Stimme wird sogar immer besser. Zudem spielt sie hier auch Keyboards, in »Go‘ Tid« ein sehr apartes E-Piano, das den Sound trefflich erweitert. Das erwähnte Stück ist ein Instrumental aus Band-eigener Feder: Derer finden sich mehrere, allesamt sind sie richtig gut. Hauptsächlich widmen sie sich auf »NU« allerdings dänischen Volksliedern, die sie für ihre Charakteristik arrangieren – mit Geschick und Geschmack. (tjk)



Siehe auch:
Karen + Helene
Haugaard & Høirup
Kristine Heebøll

 Phønix: Nu

Offizielle Website

Offizielle Website      www.phonixfolk.dk

   

20
(2010, Gofolk GO0710)

Ein Sampler zum 20. Geburtstag ist etwas schönes und hier auch absolut berechtigt! Phønix haben seit langem zur dänischen Folk-Szene einen wichtigen Beitrag geleistet, auf vielen bedeutenden internationalen Festivals gespielt und auch einige CDs veröffentlicht. Vor allem kann man ihnen einen sehr eigenständigen Sound attestieren.

Karen Mose singt mit klarer, kräftiger Stimme, Jesper Vinther legt mit Akkordeon die Harmonien, unter denen Anja Præst mit der Bassklarinette Linien zeichnet. Für den rhythmischen Boden sorgt Percussionist Jesper Falch, der natürlich seinen Part ebenso virtuos wie phantiasievoll interpretiert wie die Bandkollegen. Schön zu erkennen wie sich der Stil der Band weiterentwickelt hat, von traditionellen Stücken bis zu eigenen. Als Bonus gibt es ein paar ganz neue Aufnahmen. (tjk)

   

Pigen & Drengen
(2002, Gofolk GO0202)

Phønix sind so etwas wie ein Stützpfeiler der dänischen Folkszene – ein versiertes Quintett das auf ihrem vierten Album »PIGEN & DREGEN« eine feingeistige Mixtur aus Traditionellem und Eigenem feilbietet. Der Text über eine junge Maid, die dem Liebsten genaue Anweisungen gibt, damit der sich Samstag nacht an den beiden Hunden des Vaters vorbeischleicht – »der weiße kann nicht bellen, und dem anderen gib Brot« –, um einen lockigen Jungen zu zeugen? »Klingt gut, nehmen wir«, denken sich Phønix, und schreiben flugs eine eigene Melodie dazu.

Diesem fröhliche Mischen verschiedener Quellen – überaus wichtig zum Überleben sich stetig modernisierender Traditionen – injizieren die Dänen dezent jazzige Klangfarben, was aber auch einfach an der Anja Præsts ausgelassen tanzender Bassklarinette liegen kann, einem eher ungewöhnlichen Folkinstrument. Weiterhin glänzt die Musik durch Karen Moses umsichtigen Gesang und die gewohnt hochwertigen Produktion von Morten Alfred Høirup. (peb)



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