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Alle Rezensionen zu Borknagar
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Urd
(2012, Century Media 9981702)

Neues von den Avantgarde Metallern Borknagar um Mastermind Øystein G. Brun. Auf »URD« teilen sich erstmals drei Mann das Mirko: Andreas »Vintersorg« Hedlund, Keyboarder Lars »Lazare« Nedland und der kürzlich zurück gekehrte Basser ICS Vortex (Arcturus / ICS Vortex, ex-Dimmu Borgir). Neben Black Metal-Elementen (Blast Beats, genretypisches Geschrei) bauen die Norweger Keyboards ein, epische Gesänge und sogar ein Wah-Wah-Gitarrensolo (»The Earthling«) in die 53 Minuten.

Oder wie es Øystein ausdrückte: »Wir wollten ein Album machen, das noch vielfältiger ist und neue musikalische Elemente beinhaltet (…) die Dinge ein bisschen weiter zu treiben, als es die Leute erwarten – ohne sich selbst dabei zu verlieren«. Das haben Borknagar mit dem, nach einer der drei Nornen benannten Album geschafft (Urd ist eine der Nornen, die laut nordischer Mythologie unter Yggdrasil steht und den Lebensfaden der Menschheit spinnt, sie verkörpert die Vergangenheit): Es ist dramatisch, expressiv, komplex und neuartig.

PS: Sammler aufgepasst, die limitierte Ausgabe bietet zudem den neuen Song »Age Of Creation« sowie das Metallica-Cover »My Friend Of Miesery«. (nat)



Siehe auch:
Arcturus
ICS Vortex
Dimmu Borgir

 Borknagar: Urd

Offizielle Website

Offizielle Website      http://borknagar.com/

   

Universal
(2010, Indie Recordings/Soulfood INDIE014)

Wow, der Opener »Havoc« klingt ja richtig böse: Nach einer einminütigen Einstimmung folgt eine Lehrminute in Sachen Black Metal – doch schon die nächste Minute schwenken Borknagar in Richtung Prog / Avantgarde, alternieren bis zum Ende des Lieds zwischen Schwarzmetall und Prog. Generell wenden sich die Mannen um Gitarrist Øystein G. Brun auf »UNIVERSAL« verstärkt dem Black Metal zu, deutlich zu hören in Stücken wie »For A Thousand Years To Come« oder »Abrasion Tide«.

Die Norweger unterbrechen den 47-Minüter immer wieder mit doomigen Passagen, Chören, melodischen Zwischenspielen, Flöten, klassischem Klavier und Klargesang. Das achte Studioalbum klingt trotz aller Vielfalt homogener als »EPIC« oder der Vorgänger »ORIGIN« und verläuft sich nur selten auf (zu) bombastischen Pfaden. Geeignet für alle Freunde anspruchsvollen, düsteren (Avantgarde) Metals. (nat)

   

Origin
(2006, Century Media/SPV 77599-2)

Prominente Namen wie Garm (Arcturus, Ulver), ICS Vortex (Dimmu Borgir) oder Vintersorg gaben sich bei Borknagar das Mikro in die Hand. Nach zehn Jahren zieht Mastermind Øystein G. Brun Bilanz, zeigt den bisherigen Veröffentlichungen die kalte Schulter und kreiert ein klassisch inspiriertes Album auf akustischer Basis mit Folk-Einflüssen.

»ORIGIN« spielt tatsächlich die gleiche Mannschaft wie auf »EPIC« ein – ausgenommen die Gastmusiker, zu denen auch Bassist Tyr (Emperor, Satyricon) zählt. Keine E-Gitarre heult, keine Doublebass ballert; es tanzen stattdessen federleichte Geigen, Celli, Flöten umher – derenletztere Höhen erreicht Vintersorgs Organ beinahe. Dies könnte mancher als unpassende Krönung der zarten Lieder empfinden. (nat)



Siehe auch:
Satyricon
Ulver
Arcturus
Dimmu Borgir

   

Epic
(2004, Century Media/SPV 77499-2)

Mit ihrer Kombination von Black Metal mit Folk und norwegischen Melodien könnte man fast eine härtere Ausgabe von Finntroll erwarten. Im Gegensatz zum Troll-Frontmann Wilska flüchtet der aktuelle Sänger Vintersorg jedoch häufiger in die höheren Stimmlagen. Zu häufig. Doch wer weiß, wie lange dieser noch das Mikro in der Hand hält, sind doch permanente Besetzungswechsel an der Tagesordnung: Lediglich Mastermind und Gitarrist Oystein G. Brun hat die Bandgeschichte überlebt, und bildet gemeinsam mit Synthesizer-Mann Lars A. Nedland und Bassist/Schlagzeuger Asgeir Mickelson das Bandgerüst.

Allem Chaos zum Trotz stehen die Avantgarde Metaler nun, nach drei Jahren Pause, mit »EPIC« in den Plattenläden: Black-Metal-Attacken inklusive Keyboardmelodien, rasenden Gitarren sowie teils dunklem, teils weiblichem Gesang lauern auf den Hörer – ob das Quartett damit am Ziel seiner »avantgardistischen musikalischen Suche« angelangt ist? (nat)



Siehe auch:
Cronian
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3
Solefald
Ihsahn

   

Quintessence
(2000, Century Media/SPV 77289-2)

Melodischer Black Metal trifft auf Viking-Hymnen, dazu ein Schuss keltische Folklore. Am Mikro des Viertlings steht noch ICS. Vortex, der grunzt, keift und kreischt was das Zeug hält. »QUNITESSENCE« gefällt über weite Strecken, etwa der schwarzmetallene Opener »Rivalry Of Phantoms« oder das harmonische, instrumentale »Inner Landscape«.

Nur die Keyboard-Partien scheinen nicht ganz durchdacht und klingen zuweilen zu traditionell, zu uneigenständig. Auch schwächelt die Produktion. Dafür entschädigt der Gesang sowie die harten, schnellen Gitarren und die druckvolle Rhythmen. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir



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