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Alle Rezensionen zu Maria Mena
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Viktoria
(2011, Columbia/Sony BMG 88697964562)

Sie ist gerade mal 25 und präsentiert schon das fünfte Album. Ganz oben angekommen ist Maria Mena und hat es sich dort bequem eingerichtet. Doch nach langen Tourneen und Millionenerfolgen kommt sie erst einmal zur Ruhe mit ihrer neuen CD »VIKTORIA«, ihrer ersten seit drei Jahren. Das Porträt auf dem Cover kommt der Sängerin ganz nahe, und die weiteren Fotos zeigen stimmungsvolle schwarz-weiße Naturaufnahmen - klare Botschaft: dies soll eine Einladung sein, zu ehrlicher, ungeschminkter, persönlicher Musik, alle Erfolge und Medienimages sollen egal sein. Vermutlich schließt sie mit der Ruhe dieses Albums auch an ihren Hit »Mitt Lille Land« an, mit dem sie ganz Norwegen im letzten Sommer Trost spendete.

Ausgerechnet der Einstieg, der Titeltrack, ist leider etwas unglücklich gewählt; ein blasses Lied ohne besondere musikalische Finesse. Doch schon mit »Homeless« wird es besser, im Folgenden schenkt Maria ihren Fans ein Album voller zarter Pianosongs, in enger Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten und Arrangeur Martin Sjølie anschmiegsam und pointiert ausgearbeitet. »Viktoria« ist eine so kurze wie fokussierte Platte, aber mit elf abwechslungsreichen Liedern und sorgfältig gesetzten Akzenten. Klar, alles in sicherem Rahmen, wie man Maria kennt und schätzt. Ein typisches Popstardasein mit Abstürzen und Glamour hat sie ohnehin nie gesucht. Im Sommer wird sie ihren Freund heiraten, mit dem sie seit sechs Jahren zusammen ist. Maria Mena macht nach wie vor alles richtig, also auch im Privatleben. Wer das langweilig findet, mag auch keine Poesiealben. (ijb)

Maria Mena: Viktoria

Offizielle Website

Offizielle Website      http://mariamena.no/

   

Weapon In Mind
(2013, Smilodon/Sony Music Smi Col 88883740912)

Lukas Podolski gehört nach 111 Länderspielen zum Inventar der Nationalmannschaft – mit gerade einmal 28 Jahren. Außer einer Meisterschaft mit Bayern München war ihm allerdings noch kein großer Titel vergönnt. Auch Maria Mena ist ungeachtet ihres Alters in Norwegen schon eine Art Instiution, und ihre Karriere hat einen vergleichbaren Makel: Mit allen ihren fünf Alben hat sie zwar die Top Ten ihres Heimatlandes erreicht, es aber bislang nur mit einer Single ganz an die Spitze geschafft. Vielleicht erklärt sich so das Abdriften in seichtere Gefilde.

Gleich drei Songwriting-Gehilfen und Produzenten wurden für das sechste Album verdingt. Sonderlich inspiriert waren sie nicht, so dass sie tief in die Trickkiste griffen. Bei Ideenarmut gibt es schließlich immer noch elektronische Spielereien und Autotune. Lichtblicke sind allein die Konstanten im Maria-Mena-Universum: ihre eindrucksvolle Stimme und die überaus persönlichen Texte. In einer guten Welt bliebe »WEAPON IN MIND« der Sprung auf die Nummer eins verwehrt. Doch so wie beim Fußball nicht unbedingt das beste Team gewinnt, sind auch im Musikgeschäft Erfolg und Qualität nur selten deckungsgleich. (mau)

   

Cause And Effect
(2008, Columbia/Sony BMG 88697340332)

Bemüht und makellos auf Hochglanz produziert hat die Norwegerin weiter an ihrer Discografie gebaut. Natürlich hat sie es nicht leicht als frühreife Poplady nicht leicht, die einerseits ihre künstlerische Reife beweisen will und – ob nun aus eigenen Stücken oder durch Produzenten getrieben – den Erfolgsfaktor stets im Blick hat. Das kann eigentlich nur schief gehen, tut es aber erstaunlicherweise doch nicht.

Der ganze große Wurf ist »CAUSE AND EFFECT« sicher nicht, das wäre auch vermessen zu erwarten. Aber immerhin trifft man auf dramatische Balladen wie »Eyescore«, eine amüsante Coverversion des Kiss-Klassikers »I Was Made For Loving You« oder den passablen Ohrwurm »Power Trip Ballad«. Und im abschließenden »Where Were You« ist es dann endlich da, auf das man immer gewartet hat: Ernsthaftigkeit. Glaubwürdigkeit. Und auch ein wenig Leidenschaft. (peb)

   

Apparently Unaffected
(2006, Columbia/Sony BMG 82876758692)

Ist es nicht ein Jammer? Da liefert eine frühreife Singer/Songwriterin allerfeinste Musik ab, chartet damit im eigenen Land, und was macht die deutsche Sony? Veröffentlicht das erste Album hierzulande nicht und vergeigt die Promotion des zweiten. So kommt es, wie es kommen muss: Das dritte Album wird hier nur über den Import-Service von Sony/BMG veröffentlicht – was ein Indiz dafür ist, dass man die Verkaufschancen für gleich null hält.

Und das hat Maria Mena dann doch nicht verdient. Zwar kann sie mit ihrem »verflixten dritten« bei weitem nicht an die Qualität des Debüts anschließen, doch zwischen Füllmaterial finden sich einige ansprechende Songs im Fahrwasser amerikanisch geprägter AOR-Musik. Besondere Stärke zeigt sie bei den Balladen, so dass sie bisweilen wirkt wie eine (schwache Ausgabe von) Shawn Colvin. (peb)

   

Mellow
(2004, Columbia/Sony Music 515.291.2)

Ein frühreifes Mädel, diese Osloerin. Gerade mal 15 Jahre war sie, als ihr »My Lullaby« allenthalben durch die norwegischen Radios geisterte. Nach dem Debüt »ANOTHER PHASE« ließ sich Maria Victoria Mena dann bewusst Zeit, bis sie – gerade rechtzeitig vor der Volljährigkeit – mit »MELLOW« nachlegte. Und das wandelt gekonnt auf den Spuren von amerikanisch geprägtem und ein wenig Westcoast-gefärbtem Gitarrenrock.

Vorbilder wie Alanis Morissette oder Vanessa Carlton liegen nicht allzu fern, wenn Gitarren kratzig schnurren, die Drums selbstbewusst stampfen und Miss Maria mit naiv-frechem Charme vor sich hin träumt. »MELLOW« wandelt makellos produziert zwischen Pop-Ballade und Rock-Kracher. Und wenn dann noch ein Meister seines Fachs wie Thomas Dybdahl mit »So Sweet« einen Song beisteuert und ihn mit Maria im Duett singt, kann (fast) nichts schief gehen. Eigentlich unverständlich, warum Sony Music dieses feine Album für den deutschen Markt zurückhielt. (lha)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl

   

White Turns Blue
(2004, Columbia/Sony Music 092557)

Seltsamerweise entschied sich Sony Music Deutschland, das »MELLOW«-Album hierzulande in modifizierter Form als »WHITE TURNS BLUE« zu veröffentlichen. Man packte drei Songs – darunter Maria Menas ersten Riesenhit »My Lullaby« – vom Debüt »ANOTHER PHASE« mit dazu und schnürte somit eine Art Best-Of. Dafür mussten vier auf »MELLOW« enthaltene Tracks dran glauben, so auch leider das Dybdahl-Duett »So Sweet«.

Es stellt sich die Frage: Soll man ihr u.a. für den deutschen Markt präpiertes Album kaufen oder sich die Mühe machen, die norwegischen Originale zu ergattern? Schwere Frage. Die drei zusätzlichen Songs bringen zweifellos mehr Chartsfutter ins Repertoire; »Mellow« wirkt dafür etwas geschlossener und mehr aus einem Guss. (peb)



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