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Alle Rezensionen zu Lars Horntveth
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

Pooka
(2004, Smalltown Supersound STS079CD)

Lars Horntveth ist der Chef von Jaga Jazzist, der diese stilistisch zwischen allen Stühlen sitzende Wundertruppe aus Olso bereits im Alter von 14 Jahren ins Leben rief. Erst zehn Jahre später traut er sich mit seinem Solo-Debüt an die Front. Und das klingt gar nicht mal so anders als seine Jaga-Truppe. Horntveth, bisher auch schon in Lohn und Brot für Motorpsycho und Turbonegro, hat ein hochkomplexes und trotz aller Raffinesse gut hörbares Opus geschaffen, das – wie die besten Arbeiten Frank Zappas – aus den Genres von Pop, Rock, Elektronik, Jazz und Klassik gleichermaßen schöpft.

Als Instrumente setzt der Multi-Instrumentalist Bass-Klarinetten, Saxofone, Gitarren, Bässe und Keyboards ein, die er alle selbst spielt. Lediglich die Streicherpassagen – etwa im sinfonischen »Pooka Soundtrack« – ließ Horntveth von einem neunköpfigen Orchester realisieren. Ihr merkt schon: Der Musik dieses Freigeists kann man sich beschreibend kaum nähern – was für sie spricht. (peb)



Siehe auch:
Jaga Jazzist
Motorpsycho
Turbonegro
Susanne Sundfør

Lars Horntveth: Pooka

Offizielle Website

Offizielle Website      http://smalltownsupersound.com/ Microsites/Pookasite/PookaSite.htm

   

Kaleidoscopic
(2009, Smalltown Supersound STS 097)

Ein kohärentes Stück Musik – in jeglicher Hinsicht. Das Album besteht aus nur einem Track, der sich 37 Minuten wie ein Bandwurm durch die Landschaften ringelt. Eingespielt in Riga mit dem Lettischen Nationalsymphonikern ist »KALEIDOSCOPIC« ein klassischer Score – nur eben ohne Film. Elegisch und behutsam wird Fahrt aufgenommen, bis die Unterscheidung zwischen Geigen und Synthies, analog und digital irgendwann zur Unmöglichkeit wird. Aufbrausende Parts sind eher selten, alles scheint in ruhigem Fluss austariert zu sein.

Die innere Balance ist ein prächtiges Ruhekissen, aber eben auch Belastung zugleich: Denn mehr von den kleinen Hinhörern (so bei Minute 22) hätten das Album mit mehr Spannung unterfüttert und das klassische Abheben durchaus passender gewendet. Zumindest stimmt die Richtung: Sind die ersten zwanzig Minuten noch beliebiges Gleiten, so wird es danach eine elektrisierende Angelegenheit. (maw)



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