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Alle Rezensionen zu Unleashed
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Odalheim
(2012, Nuclear Blast NB 2809)

Wow, ein Black Metal-Album von Unleashed – oder sollte ich sagen »Viking Death« / »Black Death«? Textlich und musikalisch ist »ODALHEIM« das schwärzeste Album, das ich bisher von Unleashed gehört habe – in meiner Sammlung fehlt leider (noch) »AS YGGDRASIL TREMBLES«. Ein Fehler, denn an diesen Vorgänger knüpfen die Schweden konzeptionell an: Nach dem Fimbulwinter und Ragnarök (soweit die nordische Mythologie) entsteht die neue Welt »Odalheim«, die wir der blühenden Phantasie des Fronters Johnny Hedlund verdanken.

Während die ersten drei Songs sehr schwarzmetallisch sind, inklusive Akustikgitarre im Opener »Fimbulwinter«, schwenkt der Vierer mit dem Nackenbrecher »The Hour Of Defeat« abrupt um zu Old School Death. Im weiteren Verlauf lockern sie das brachiale Gemetzel immer wieder durch akustische Passagen auf (»By Celtic And British Shores«) bis zur finalen Schwergewichtshymne »The Great Battle Of Odalheim«. Natürlich bleiben Unleashed, trotz aller Variationen innerhalb ihres (selbst abgegrenzten) Reviers, bei bewährten Strukturen, bewährtem Songwriting. Und wer jetzt kritisch anmerkt, dass Unleashed nichts Neues mehr bieten, sich selbst kopieren, dem entgegne ich: Ja, sie kopieren sich selbst, aber das auf höchstem Niveau. Hören! (nat)

 Unleashed: Odalheim

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.unleashed.se

   

Dawn Of The Nine
(2015, Nuclear Blast -)

Liegt das wunderbare, angeschwärzte Death-Album »ODALHEIM« wirklich schon drei Jahre zurück? Unfassbar. Es ist bei mir noch so präsent, als wäre es gestern erschienen – und nicht 2012. Stellt sich die Frage, ob Unleashed ihren großen Wurf wiederholen können. »DAWN OF THE NEW TIME« weist dito einige pechschwarze Ecken und Kanten auf, wie im starken »Where Is Your God Now?« oder dem wuchtigen »Where Churches Once Burned«.

Ferner spinnt das Quartett auf seinem zwölften Langspieler die nordische-Mythologie-Postapokalypse-Geschichte der beiden Vorgänger weiter, musikalisch wendet es sich dagegen stärker dem Old School Death zu, kombiniert mit einer anständigen Portion Viking. Fans machen mit dem druckvoll produzierten 45-Minüter nichts falsch, wenngleich er nicht Ganz das Level von »ODALHEIM« erreicht. Anspieltipps: Siehe oben sowie »The Bolt Thrower«. (nat)

   

Hammer Battalion
(2008, Steamhammer/SPV 80001255)

Auf das in der Metalgemeinde hochgelobte 2006er Werk »MIDVINTERBLOD« folgt zwei Jahre später Unleasheds näxter Streich: Kein Sekundenbruchteil Einleitung gönnt Sänger/Basser Johnny Hedlund dem Hörer, sein Kreischer-der-zum-Todesröchler-wird IST die Einleitung des Albums, des Openers »Greatest Of All Lies« und Bandvorstellung in einem. Die Entfesselten bleiben sich auf »HAMMER BATTALION« wie erwartet treu; wer auf tiefgreifende Veränderungen oder verwegenerweise gar auf einen Stilbruch lauert, der lauert vergebens.

Das Quartett liefert eine starke, schnörkellose Death-Scheibe, die problemlos zehn Jahre früher in ihrer Diskografie stehen könnte. Hedlund, Fellklopfer Anders Schultz sowie die Saitenhexer Tomas Måsgard /Fredrik Folkare feuern auf ihrer neunten Studioscheibe (Respekt) eine Bangvorlage nach der anderen ab, mit jeder Menge Blastbeats und morbidem Gegeifer. Doch zwischen den Nackenbrechern wie dem Titeltrack und »Home of the Brave« stecken auch ein paar Midtempo-Nummern mit ausufernden, teils abrupt klaren Gitarrenpassagen und interessanter Rhythmik. Sympathisanten der Schweden können bedenkenlos zugreifen. (nat)

   

Sworn Allegiance
(2004, Century Media/SPV 77524-2)

Was derzeit Finnland für den Folk Metal ist – man denke nur an Finntroll, Ensiferum, Moonsorrow oder Turisas –, das ist Schweden im Death Metal: eine wahre Hochburg für Anhänger ebendiesen Stils. Neben den Altmeistern In Flames und den wiederauferstandenen Grave beleben immer wieder neue, vielversprechende Todesmetaler den Markt.

Unleashed sind aber beileibe keine Newcomer, vielmehr gehören auch sie zu den Death Metal-Pionieren des hohen Nordens. Im Gegensatz zu Grave, die sich vorwiegend dem stampfenden Death verschrieben haben, gehen Unleashed um einiges ungebremster zur Sache. Der Sänger bewegt sich in etwas höheren Tonlagen und kommt nicht ganz so hässlich rüber, wie man es sich wünschen würde; trotzdem sollten Fans todesmetallischer Klänge zumindest einmal reinhören. (hog)



Siehe auch:
Finntroll
Turisas
In Flames
Grave



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