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Alle Rezensionen zu Paleface
(Genre »Beats«, Land »Finnland«)

 

Quarter Past
(2003, BMG 82876.57752.2)

»Nigga« titulieren sich die schwarzen Hiphoper oder Rapper mit Vorliebe selbst – und Paleface klingt, als stamme er direkt aus deren Ghettoblock. Eingängig, intelligent arrangiert und keine Sekunde langweilig stellt sich »QUARTER PAST« dar. Mal im charmanten Duett mit Emma Salokoski in »Colgate Soulmate«, mal im Wechsel mit Jinx in »Supahero And A Sidekick« oder solo rappt das Bleichgesicht über Musik, Frauen und Alltägliches.

Je nach Song scratcht Lionel Itchie im Hintergrund, bedient Jarno Alho den Synthesizer oder musiziert Lex Luthor konventionell mit Bass und Keyboard. Anspieltipp:»Wannabe MC« featuring DJ Slow. Zum Thema weiße Rapper vertritt der blasse Finne seine eigene Sichtweise, natürlich im Sprechgesang: »My name's Paleface and I've been named like that, years before Eminem came and changed White Rap (...) in fact I play with words and I don't play with Rap«. Yo! (nat)



Siehe auch:
DJ Slow
Emma Salokoski Trio

 Paleface: Quarter Past

   

Helsinki – Shangri-La
(2010, Xource XOCD003)

Deckung, spitze Zunge! Achtung, aggressive Attitüde! Paleface, der unberechenbare Wortberserker, geht auf seinem vierten Album »HELSINKI SHANGRI-LA« bitterböse auf Konfrontationskurs mit der landestypischen Konsenskultur. Im Titelstück rechnet er poppig rappend mit Faschisten, wahren Finnen und Schwulenhassern ab, bis die Wände vor solcher Wortgewalt wackeln. Man muss der Landesprache nicht mächtig sein um zu spüren, dass hier ein präzise Beobachtender das herrschende System erbarmungslos seziert. Auf dem Albumcover brennt die Hauptstadt schon.

Rap und urbaner Hip Hop werden erfreulicherweise nicht als eindimensionale Agit-Prop-Instrumente eingesetzt. Oh nein, der Sänger, der sein Haupt mit Vorliebe unter dem Hoodie verbirgt, ist durchaus einfallsreich in der Wahl seiner Stilmittel: Schlager, orientalischer Kitsch, finnisches Volksliedgut, Rock und Pop und sogar eine für die eigenen Zwecke eingespannte, aufmüpfige Version von Procol Harums »Whiter Shade Of Pale«. Der Paleface-Aufstand ist nicht nur anarchisch und respektlos, sondern erfreulicherweise höchst tanzbar. Die Revolution muss Spaß machen! (emv)



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