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Alle Rezensionen zu Ephemera
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Air
(2004, Dustbowl Sounds/Edel CD0002DST)

Kann sich noch jemand an Wonderwall erinnern? Drei nicht nur unschuldig dreinblickende Mädels mit Gänseblümchen im Haar, die sich wohlig im eigenen Pop-Schmock wiegend und feudal mehrstimmig tirilierend erschreckend harmlose Liedchen in den oberen Charträngen platzierten.

Ephemera sind die norwegischen Wonderwall. Übermannt von ihrer romantischen Seite schwelgen die Endzwanziger tief in ihrer Fantasie, träumen zu melodieseligem Softgitarren-Countrypop und treuherzigen Beats aus der Tupperdose. Allenthalben Gesänge von Liebe und Gefühlen in zuckersüß-plätschernder Friedlichkeit für die Plüschfraktion. Und die scheint in Norwegen überaus ausgeprägt zu sein. Anders sind 25.000 verkaufte Viertlings-Alben nicht zu erklären. 25.000 zahnspangentragende, zwölfjährige Realschülerinnen, die auf ihrer kuscheligen Dido-Bettwäsche liegend und im Wendyheft blätternd diese »Du Darfst«-Kost konsumieren ...

Ähhh ... WILL sich eigentlich überhaupt noch jemand an Wonderwall erinnern? (maw)



Siehe auch:
Verschiedene: Nordische Kombination


Zur Konzertkritik über Ephemera

 Ephemera: Air

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ephemera.no

   

Monolove
(2005, Dustbowl Sounds/Edel 260071.310095)

Ob sie's wohl jemals lernen, ob sie wohl jemals – musikalisch – erwachsen werden? Eigentlich erstaunlich, dass die drei im Durchschnitt nun 27jährigen Frauen trotz ihres zehnjährigen Bestehens ihren naiven Backfisch-Sound noch immer mit sich herumtragen und als »Berufs-Teenies« sowohl Spellemannspris-Auszeichnungen zuhauf abräumen als auch zur akustischen Verschmutzung des Dudelfunks wesentlich beitragen.

Wer noch einen Beweis dafür sucht, dass zwischen Qualität und Verkaufszahlen kein Zusammenhang besteht (oder wenn, dann ein reziproker): Hier ist er. Ephemera säuseln sich durch dünnhäutige Pop-Ware, ohne die dafür nötigen Stimmen zu besitzen. Sie lassen Streicher streichen und streicheln akustischen Gitarren – was bei ihnen nicht verträumt klingt, sondern nur kraftlos wie ein schlaffer Händedruck. (peb)

   

Sun
(2000, Ephemera Records TUB-ER-02)

Drei Musikerinnen erobern ihr Heimatland und Asien mit himmlischen Harmonien und glockenklarem Engelsgesang. Seit Christine, Jannicke und Inger Lise vor einigen Jahren mit ihren Melodien an die Öffentlichkeit traten, heimsten sie in Norwegen zahlreiche Preise ein und verkauften ein paar Platten – interessanterweise nicht gerade wenige. Doch wie erklärt sich das?

Sicher, die Mädels aus dem hohen Norden schreiben keine schrecklichen Songs, doch richtig gute auch nicht. Zu oft zirpen sich die Drei in schier unerreichbare Höhen; zu belanglos und beliebig sind ihre Texte und Songarrangements. Auf ihrem zweiten Album »SUN« wagen sie sich an Easy Listening, Jazz und feine Elektronika heran, doch leider nervt all das ab dem sechsten Stück gewaltig. (lic)



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