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Alle Rezensionen zu Universal Poplab
(Genre »Beats«, Land »Schweden«)

 

Uprising
(2006, Wonderland Records wonderu04)

Im Synthiepop sind die 80er das Jahrzehnt des Weißen Riesen: So fleckenlos reingewaschen, dass selbst die Pastellfarben schmerzhaft ins Auge knallen. Das reichlich verwendete Haarspray der Föhnwellenträger durchtränkt die Songs wie aufdringliches Parfüm. Der reine Hedonismus regiert, Lust, Luxus und gepflegte Langeweile. Das war vor 30 Jahren mäßig originell. Aber wollen wir mal wohlwollend nicht die Spaßbremse spielen. Das Trio aus Göteborg, das sich auf seiner zweiten Veröffentlichung »UPRISING« ganz hemmungslos dem keimfreien Discodance ohne Achselschweiß widmet, stochert vergnügt in den Versatzstücken des Ego-Jahrzehnts, über dessen vermeintliche Exzesse man heute schmunzelt. Mode, Aussehen, Ausgehen, sich dabei mäßig emotional engagieren – wenn das alles gewesen sein soll?

Universal Poplab suhlen sich mit feinem Lächeln in den Niederrungen der Oberflächlichkeit und entreißen den abblätternden Discokugeln so manche nette Melodie. Gut und solide produziert, brav interpretiert. Zwischendurch lassen sich dazu ein paar flotte Tanzschritte machen. Aber das war's dann schon. Über die »Shiny Happy People Holding Hands« haben sich REM schon vor Jahrzehnten lustig gemacht. Dem ist nichts hinzuzufügen. (emv)

 Universal Poplab: Uprising

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.universalpoplab.com

   

Universal Poplab
(2004, Subspace Communications CDCOM 16)

Raum und Zeit haben sich verändert? Aber nicht bei Universal Poplab! Wir befinden uns an der Schnittstelle von trashigem 80er-Jahre-Synthie-Pop und schauderhaftem Kommerz-Dance samt latentem Techno-Einschlag der frühen 90er. Aber ein skeptischer Blick auf das Album-Cover bewahrheitet: Diese Platte ist wirklich von 2004!

In dumpfer Perfektion bollern ausgeleierte und ewig gleichförmige Beats aus den Monitoren, blubbern im Hintergrund Sequenzerspuren unerbittlich vor sich hin. Gleißendes Licht für Großraumdisko-Tanzflure. Die klebrigen Boyband-Texte und farblosen, vocodergetauchten Stimmen tun übriges dazu. Die musikalische Inkarnation des puren Grauens! Aufdringlich stampfend, am Stück ohne Ohropax unhörbar und mehr als antiquiert-peinlich. Genau wie der unnötige Cameo-Auftritt von Håkan Hellström beim Morrissey-Cover »We Hate It When Our Friends Become Successful«. Der Autor dieser Zeilen hat eine CD zu verschenken. Damit sie weg ist. (maw)



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