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Alle Rezensionen zu Hilmar Örn Hilmarsson
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Children Of Nature
(1996, Touch T33.14)

Klänge, die wie Nebelfetzen über eine karge Landschaft treiben, die eine Sehnsucht wecken, die unbestimmt bleibt. Verhaltene, aber dichte Geigenklänge, und dann schluchzt ein Cello. Zwischendurch blitzen Folk-Einflüsse auf oder setzt ein zurückhaltender Chor mit sakral angehauchten Tönen ein. Dezent irrlichtern elektronische Klänge durch die archaisch wirkende Klangumgebung. Die Stimmung: sehr nachdenklich. Aber überraschenderweise überhaupt nicht depressiv. Eher Mut machend.

Im ersten (und bislang einzigen!) Oscar-nominierten isländischen Spielfilm »CHILDREN OF NATURE« büxen ein alter Bauer und seine im Seniorenheim wiedergefundene Jugendliebe aus und machen sich auf den Weg zu ihren Wurzeln. Hilmar Örn Hilmarsson bringt in seiner Filmmusik das seltene Kunststück fertig. Songs zu komponieren, die die schlichte, durchaus tragische, aber lebensbejahende Story des Films weder erschlagen noch verkitschen, sondern dazu den perfekten Hintergrund bilden. Wunderbar zum Immer-Wieder-Hören. (emv)



Siehe auch:
Hilmar Örn Hilmarsson & Sigur Rós
Sigur Rós

Hilmar Örn Hilmarsson: Children Of Nature

   

Dust To Dust
(2000, Smekkleysa Records SMS 01)

Er ist schon ein rechter Schmatzfetzen, unser Hilmar. Gleich mit dem ersten Ton geht es in die Vollen; für kompliziertere Schleifen oder gar Brüche ist kein Platz. Auf, auf, Ihr Geigen, geigt! Und alles, was sich nicht wehren kann, wird noch mal durch den Moll-Generator gejagt.
In diesem Sinne enthält das vorliegende Album so naive wie herzzerschmelzende Musiken aus den Fridrik Thor Fridriksson-Filmen wie »Kinder der Natur«, »Movie Days«, »Cold Fever« oder »Engel des Universums«.

Das ist – sorry! – Musik für Leute, die Klassik ehren, sich aber zugleich vor ihr fürchten. Und dennoch und trotzdem ist das auch der geeignete Soundtrack, wenn man wieder aufs Nordmeer muss und Island am Horizont verschwindet – ohne auf Wiedersehen zu sagen. (frk)



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