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Alle Rezensionen zu The Concretes
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

In Color
(2006, Labels Germany/EMI 0094635547122)

Rosa Blütenblätter wirbeln, Bienen summen, Vögel zwitschern: Das musizierende Großkollektiv aus Stockholm knüpft auf seiner zweiten Veröffentlichung »IN COLOR« an den Heile-Welt-Sixties-Girlpop an. Die Songs versprühen den naiv-unschuldigen Charme von Bubble-Gum und viel lila Lidschatten, und Sängerin Victoria Bergsmann liegt stimmlich in der Nähe der jungen Marianne Faithful vor der Begegnung mit Mick Jagger. In die pastellfarbene Carnaby-Street-Minirock-Idylle aber mischen sich neo-folkige Americana-Töne – so, als ritten zwischendurch ein paar traurige Cowboys durchs Bild: eine ungewöhnliche, aber überzeugende Crossover-Mischung, die die acht Schweden hier erfunden haben.

Produziert hat Mike Mogis, der bereits mit den US-Szenelieblingen Bright Eyes zusammengearbeitet hat, und Romeo Stodart von den Magic Numbers trällert als Gastsänger mit. Streicher, Flötentöne und Country-Violinen: Die Concretes sind talentierte Grenzgänger, denen der ganz große Wurf hier noch nicht gelingt. Aber das kann ja noch kommen. (emv)



Siehe auch:
Taken By Trees

The Concretes: In Color

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.theconcretes.com

   

The Concretes
(2005, Labels Germany/EMI 7243.5711260)

Ein wenig nölig und verschnupft kommt der Gesang von Victoria Bergsman daher. Und wenn schon. Schließlich verleiht diese spröde Untrainiertheit dem Album der acht Stockholmerinnen einen brüchigen Charme. Selbstbewusster, handgespielter Pop drängelt aus den Lautsprechern. Gerne schweben ein paar wehmütige Trompeten durch die zumeist melancholisch-touchierten Tracks; bittersüße Harmonien von atemberaubender Klarheit, die trotz ihrer regennassen Schwere filigran und distinguiert daherkommen.

Kontrastpunkte setzen dazu Uptempo-Tambourin-Racker wie »Seems Fine« und »You Can't Hurry Love« sowie antagonistische Fototapeten á la »Warm Night« für die Fans heimatlich-schmachtender 50er-Jahre-Bergfilme. Gleichwohl klingt diese detailreiche Platte mit ihren geschickt platzierten Ecken und Kanten so geschlossen und reif, wie man es lange nicht mehr auf einem Debüt-Album erlebt hat. (maw)



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