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Alle Rezensionen zu Jeanette Lindström
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

In The Middle Of This Riddle
(2005, Amigo/Contraire AMCD 909)

Da hat doch jemand das Licht angeknipst! Da ist doch ein ganz anderer Ton zu hören! Und eben wieder nicht – denn dass Jeanette Lindström eine der ganz großen Sängerinnen und zugleich Komponistinnen des neuen nordischen Jazz ist, offenbarte sich bereits beim ersten Hören ihres Debüt-Albums überdeutlich. War jenes noch optisch ganz in schwarz gefasst und betonte es die beständige Nachtseite des ambitionierten Jazz, so sind ihre neuen Songs heller, jenseitiger und lebensbejahender an- und ausgelegt.

Eine Perle allein ihr »From this Tower«, wo sich ihr mal mäandernder, mal erzählender Gesang trefflich mit einem hippeligen Schlagwerk und der Gitarre von Paatos-Mitglied Peter Nylander vereint, während Oslo 13-Trompeter Staffan Svensson ganze Arbeit leistet. Unvergesslich auch »The World«, das sich wie auf dem Sprung befindet und doch innehält und die Spannung bis zum Ende hält. Mehr als gut auch ihre feinsinnigen Piano-Stücke, wo ihre Stimme gänzlich unangestrengt ihrer Wege geht. Von daher – Rebekka Bakken-Fans – heißt es bitte ganz tapfer sein. Denn Jeanette Lindström ist ... ach, ihr wisst schon. (frk)



Siehe auch:
Paatos
Daniel Karlsson

Jeanette Lindström: In The Middle Of This Riddle

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.jeanettelindstrom.com

   

Attitude & Orbit Control
(2010, Diesel/Edel C-40)

Liegt eine CD von Jeanette Lindström in der Post, landet diese SOFORT im Player. Und man wird nicht enttäuscht: Jeanette wechselte ihre Mannschaft und sucht neue Wege. Statt die Lieder alleine zu schreiben, arbeitete sie diesmal mit dem legendären Robert Wyatt, und in der Tat sind die beiden Songs »Morning« und »River«, wo er am meisten in der Vordergrund tritt, die ausdrucksstärksten des Albums.

Doch auch Magnus Öström, ehemals bei e.s.t., leistet als Drummer und Co-Produzent ganze Arbeit. Obwohl »ATTITUDE & ORBIT CONTROL« wohl im Jazzregal stehen wird, schwebt es eigentlich grenzenlos durch den musikalischen Weltraum. Das manifestiert sich zum Beispiel im verspielten Flaming Lips Pop-Song »All We Have Is Now«. Der Schwedin ist ein gewaltiger Schritt nach vorn gelungen. (peb)

   

Walk
(2004, Amigo AMCD 895)

Entspannen wir uns: Lassen wir uns fallen in neonnächtliche Stadtkulissen und unscharfe Schwarzweiß-Fotos, in melancholische Tagträumerei hinter regennassen Fensterscheiben, in zartseidigen Latenight-Jazz und Textzeilen wie: »This time I won't look back, won't look out of the window; this time it hurts too much to leave this town«.

Jeanette Lindström braucht nur wenige Sekunden, um ihr unsere Herzen zufliegen zu lassen. Dass sie – bis auf zwei Ausnahmen von Burt Bacharach und Bill Evans – alle Stücke selbst komponiert hat, adelt sie zusätzlich. Mit phantastischen Begleitern (siehe obige Rezension) streichelt sie unsere Sinne, lässt uns noch ein Glas Wein einschenken und bis in die frühen Morgenstunden ein Buch lesen, weil man nicht aufhören kann, ihrer mittlerweile vierten CD zu lauschen. Toll übrigens auch ihr Duo »Closer« mit Mandola-Meister Ale Möller ... (peb)



Siehe auch:
Ale Möller

   

I Saw You
(1997, Caprice Records CAP 21549)

Mit »I SAW YOU« machte Jeanette Lindström ihre musikalische Reifeprüfung: Sie verließ sich erstmals auf eigene Stücke, die sie teilweise in Zusammenarbeit mit Steve Dobrogosz geschrieben hat. Mit dem Titelstück öffnet sie die CD – offen, geradezu luftig ist die Atmosphäre, macht neugierig und aufmerksam. »Love Comes Quiet« kommt als Ballade ohne einen Ton zuviel, »He Says« bietet Örjan Hultén Raum für ein feines Sopransax-Solo.

Torbjörn Gulz (p) und Anders Kjellberg (dr) glänzen ebenfalls auf der CD, Jeanette Lindström zeigt sich als Sängerin auf dem Weg zur absoluten Spitzenklasse: In »The Colder The Air« glänzt sie mit Scat, »Couldn’t You Try« verursacht Balladen-Gänsehaut, der wie immer vorzügliche Bassist Christian Spering hat hier ein wunderschönes Solo. »I SAW YOU« ist gleichermaßen intensiv wie unaufdringlich, fesselnd und luftig. Svenska Dagbladet bezeichnete Jeanette Lindströms Stimme als »schönste aller jungen schwedischen Sängerinnen« – Widerspruch fällt schwer. (tjk)



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