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Alle Rezensionen zu Yngwie Malmsteen
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

The Seventh Sign
(1994, Steamhammer/SPV 085-74752)

Als Lars Johann Yngwie Lannerbeck den Mädchenamen seiner Mutter annimmt und mit 21 Jahren sein erstes Album veröffentlicht, scheint ein neues Gitarrenwunder geboren. Doch wie das mit Wunderkindern so ist, weiß auch Yngwie Malmsteen nicht, wann er den Zenit überschritten hat. Der von Deep Purple, Ritchie Blackmore, Jimi Hendrix und der klassischen Barockmusik Beeinflusste gleicht inzwischen einem pausbäckigen, barocken Engel, der zufällig eine Gitarre zwischen den Fingern hält.

Auf »THE SEVENTH SIGN« liegen die besten Zeiten bereits hinter dem fingerfertigen Schweden, der seine Begleitmusiker für Verschleißteile hält: Hier darf Michael Vescera ins Mikro jaulen, Mike Terrana schwingt die Drumsticks, während der Meister alles was Saiten besitzt, selbst einspielt – und damit zuweilen den Gesang überlagert oder einfach zuviel des Guten tut, siehe »Brothers«. Positiv fallen auf: Das treibende »Never Die« oder Metallica-inspirierte »Pyramid Of Cheops«. Yngwie bleibt Geschmackssache.
Übrigens hat SPV »THE SEVENTH SIGN« mit neuen Bildern, Booklet und dem Bonus-Track »In The Distance« versehen und neben »MAGNUS OPUS« und »INSPIRATION« wiederveröffentlicht. (nat)



Siehe auch:
Yngwie Malmsteen & G3

Yngwie Malmsteen: The Seventh Sign

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.yngwiemalmsteen.com/

   

Unleash The Fury
(2005, Universal UICE-1078)

Schon der Opener »Locked & Loaded« offenbart es: Neoklassischen Metal, keinen (Ba)Rock, entfesseln die Schweden um Mastermind Malmsteen auf der derweil 15. Studioscheibe. Gelungene Riffs in »Cracking The Whip«, das Solo in »Crown Of Thorns« oder die (Bass)Melodien in »The Bogeyman« zeigen einen inspirierten Frontmann.

Und dennoch schlingern die 18 Tracks unkontrolliert im Zickzack-Kurs zwischen Wahnsinnsleistung und Ladenhüter. Zudem verschwindet Keyboarder Joakim Svalberg, den Kapitän Yngwie neu ins Boot geholt hat, häufig hinter dessen Gitarre; vernehmlicher trommelt Patrik Johansson, der bereits wie Sänger Doogie White seit dem Vorgänger »ATTACK« ausharrt. (nat)

   

Attack
(2002, Steamhammer/SPV 085-74602)

Des Egozentrikers jüngere Werke – von seinen Anhängern sehnsüchtig erwartet, für den Rest der Menschheit so interessant, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Zwar lebt der Ferrari-Fan immer noch nach dem Motto »Zuerst war das Solo – dann kam der Song«, doch zumindest ist diese Scheibe hörbar.

Malmsteen flitzt virtuos über die Saiten, etwa im Highspeed-Titeltrack oder »Rise Up«, erinnert leicht an sein Idol Hendrix in »Stronghold«, und singt sogar in »Freedom«. Diesmalige Gastmusiker: Sänger Doogie White (ex-Rainbow), Schlagzeuger Patrik Johansson und Keyboarder Derek Sherinian (ex-Dream Theater). (nat)

   

War To End All Wars
(2000, Spitfire 6-70211-5040-2)

Time to say Goodbye ... bestenfalls durchschnittlich, die dreizehnte (!) Studioscheibe, wenn nicht sogar der Tiefpunkt. Eine unübertrefflich misslungene Produktion – produziert hat »WAR TO END ALL WARS« übrigens ein gewisser Yngwie Malmsteen – sowie einfallslose bis dämliche Lyrics versprechen dem Album höchstens einen Lacherfolg.

Da kann Mark Boals solange ins Mikro jaulen und jammern wie er will; sogar mehrstimmiges Wehklagen bleibt sinnlos. Weder der neue Drummer John Macaluso noch Bassist Barry Dunaway oder Keyboarder Mats Olausson fallen positiv auf, wie auch: Übermächtig heult die Gitarre. (nat)

   

Double Live
(2000, Spitfire)

Mai 1998, São Paulo, Brasilien: Malmsteen und seine Mannen stehen auf der Bühne, spielen furios, schneiden 15 Songs samt Megasolo mit und packen alles auf diese Doppel-CD. Zu Beginn stimmt Sänger Mats Leven »My Resurrection« vom »FACING THE ANIMAL«-Album aus dem Jahre 1997 an, springt mit »Rising Force« zurück ins »ODYSSEY«-Jahr '88, bevor er mit »Bedroom Eyes« wieder zwei Jahre nach vorne stürmt.

Zwischen Alben und Jahren wirbeln die Schweden umher, bis schließlich bei »I'll See The Light Tonight« Mats Olausson zum letzten Mal ins Keyboard hämmert, Barry Dunaways Bass verklingt, Jonas Ostman die Stöcke in die Menge schleudert und Yngwies Show zu Ende geht. (nat)

   

Concerto Suite For Electric Guitar And Orchestra In E Flat Minor, Opus 1
(1998, Pony Canyon PCCY-01211)

Wahrhaftige Heldenverehrung betreibt der Maestro hier. Ausnahmsweise meint er damit aber nicht sich selbst, sondern Bach und Vivaldi. Aufgenommen in Prag, liefert sich Malmsteen dort musikalische Duelle mit dem Tschechischen Philharmonischen Orchester – jedoch in vollkommenem Einklang und nahezu unverschämter Ausgewogenheit.

Die Verbindung zwischen E-Gitarre und Orchester, zwischen Hardrock und Klassik ist zwar keine Weltneuheit, aber perfekt umgesetzt. Jede einzelne Note – gleich ob für Streichinstrument oder für seine Gitarre – komponiert der Schwede eigenhändig und zeigt dabei außerordentliches Fingerspitzengefühl für klassische Arrangements. (nat)

   

Fire & Ice
(1992, Elektra 755-9611372)

Der Meister der Selbstbeweihräucherung braucht diese Fertigkeit bei diesem Album dringend: Außer ihm – und den Japanern, wo »FIRE AND ICE« als Nummer eins in den Charts debütiert – scheint es niemand von den Stühlen zu reißen. Sänger Göran Edman schmachtet schmalzig ins Mikro und jault klebrig-süß in bester 80er Jahre-Weise – siehe »Teaser«.

Unterdessen spielt Yngwie seine Riffs und Soli wie gehabt auf elektrischen und akustischen Klampfen hoch und runter, wuselt ergänzend auf der Sitar umher oder stimmt gar Backgroundgesang an. Als Statisten stehen dieses Mal Schlagzeuger Bo Werner, (Kontra-)Bassist und Cellist Svante Henryson sowie Keyboarder Mats Olausson bereit. (nat)

   

Odyssey
(1988, Polydor/Universal POCP-2312)

Nachdem Yngwie seiner Karriere um ein Haar ein Ende setzt, als er im Sommer 1987 mit seinem Flitzer gegen einen Baum knallt und danach seine rechte Hand nur noch eingeschränkt nutzen kann, arbeitet er umso verbissener an der Gitarre. Er gewinnt seine Fingerfertigkeit zurück, präsentiert »ODYSSEY« – und glaubt fortan an seine eigene Allmächtigkeit.

Im Namen des Herrn muss Mark Boals – der Sänger des Vorgängers »TRILOGY« – weichen; Joe Lynn Turner (Ex-Deep Purple, Ex-Rainbow) nimmt den Platz am Mikro einn und darf sogar eigene Texte schreiben. Die treue Fanschar erklärt den Opener »Rising Force« sowie »Heaven Tonight« nicht nur dank Turners Gesang zur Hymne. (nat)

   

Marching Out
(1985, Polydor/Universal POCP-2310)

Fans des melodischen Metal zeigen sich entzückt: Schon ein Jahr nach »RISING FORCE« erscheint der Nachfolger, auf dem der Sechsaiten-Meister in persona selbstredend alle Arrangements übernimmt. Mehr Metal, deutlich weniger instrumentale Anteile, dafür weitgehend rockiger und härter klingt »MARCHING OUT«.

Passend dazu drescht der neue Schlagzeuger Anders Johansson kräftig auf Becken und Felle. Der Maßstab, den Malmsteen mit seinem Debüt setzte, war freilich in fast unerreichbaren Höhen angesiedelt. Kein Wunder also, dass sich hier bereits ein leichter Qualitätsverlust bemerkbar macht. (nat)

   

Rising Force
(1984, Polydor/Universal POCP-2309)

So mancher Klampfenschüler dürfte verzweifelt in den Gitarrenhals beißen, wenn er hört, was der junge Malmsteen mit schlappen 21 Lenzen aus dem Ärmel schüttelte. Unterstützt durch Schlagzeuger Barriemore Barlow (ehemals Jethro Tull) und Keyboarder Jens Johansson (jetzt Stratovarius) stieg der Flinkfinger mit seinem überwiegend instrumentalen Debüt in den Gitarren-Olymp auf.

Ohne Gesang wirken die Stücke viel besser, und zum Glück erhebt Jeff Scott Soto seine Stimme nur bei »Now Your Ships Are Burned« und »As Above, So Below«. Letzteres ist neben »Far Beyond The Sun« sicherlich einer der besten Songs, die der Schwede je komponierte. (nat)



Siehe auch:
Stratovarius



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