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Alle Rezensionen zu Saybia
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

These Are The Days
(2004, EMI 8663492)

Zwischen Liturgie und Weltschmerz hat der Herr einen weiten Pop-Acker belassen, den besonders die britischen Erdenbürger zu Genüge und jährlich aufs neue durchpflügen. Mit saturiertem Harmoniebedürfnis samt zauberhaften Piano-Hooklines – wie es Keane an den Tag legen – oder mit wehmütigem Pathos, wie es Embrace pflegen. Kontemplative, reduzierte Klänge, die umschmeicheln und doch eine Rasanz an emphatischen Untertönen besitzen.
Mit hymnischen Befindlichkeiten, mit denen Starsailor und die A-Ha-Romantiker die melancholischen Tage des Jahres herbeiwinken – schneeweiße Hoffnungsflocken, der songgewordene Flausch des Lieblingsteddys oder der brüchige Schmelz der Philadelphia-Perle. Alles noch eine Spur sehnsüchtiger als Rosamunde Pilcher-Fototapeten.

Genau wie bei Saybia! Die klingen nur noch ein wenig unaufdringlicher, distinguierter und verhaltener. Und so stellt sich schnell die Frage nach der Notwendigkeit – denn dieses Album ist mit den Verweisen auf die Referenzbands schon umfassend beschrieben. (maw)

 Saybia: These Are The Days

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.saybia.com

   

Eyes On The Highway
(2007, EMI 5003290)

Traut man sich, Saybia zu mögen, riskiert man den abrupten Abbruch langjähriger Musikfreundschaften. »Mainstream-Kitsch« lautet der Vorwurf der Indie-Puristen. Aber halt! Es gibt guten und bösen Pop-Mainstream. Die böse Variante gehört ins Lager der James Blunts mit ihren vielen falschen Gefühlen. Aua! Saybia sind die Guten, die man hören darf, ohne sich schämen zu müssen. Mit Sinn für intelligentes Songwriting, sorgfältigen Arrangements und viel Herz.

Saybia haben sich auch mit »EYES ON THE HIGHWAY« nicht der Pop-Avantgarde angeschlossen. Warum auch? Melancholische Balladen bleiben ihr Markenzeichen. Die Bezüge zu A-ha fallen auf. Puristen, lasst mal locker: Saybia machen Mainstream auf hohem Niveau – und das muss man erstmal hinkriegen! Saybia-Herzschmerzmusik in stillen Stunden beim Bügeln hören macht die Seele auf ganz wundersame Weise weit. (emv)

   

The Second You Sleep
(2002, EMI 5379852)

Das hätten Saybia nicht im Traum gedacht, als sie 1993 in Nyborg auf Fünen die Band gründeten: Mit ihrem Debütalbum verharrten sie gleich wochenlang auf der Pole-Position der dänischen Charts – ein Blitzstart wie er im Buche steht.

Mit Herzflimmer-Balladen, Momenten der zartbitteren Eröffnung und einem feinen Gespür für schwelgende Melodien traf man den Geschmack der schmachtenden Massen und genießt dort nun Superstar-Status. Ob es daran liegt, dass sich Søren Huss wie der jüngere Bruder von Morten Harket anhört? Um international mithalten zu können, fehlt jedenfalls ihrem sanftem Wohlklang die Portion Individualität und Straffheit – sehnsüchtig träumend verliert sich die Band nämlich partiell in ihren eigenen Songs ... (maw)



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