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Alle Rezensionen zu Tenhi
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Väre
(2002, Prophecy Pro 053)

Lichttropfen sickern durch immerwährende Finsternis. Tag wechselt auf Nacht. Während die Finnen auf dem Debüt »KAUAN« noch vornehmlich der dunklen Seite des Lebens huldigten, verwischen auf dem »VÄRE« unterschiedlichste Stimmungen miteinander. Dem todtraurigen, sich gemächlich aufbauendem Opener »Vastakaiun« folgt heitere Folklore. Danach wird's ruhiger, dann wieder schneller, ohne dass es jedoch zu Brüchen oder Unstimmigkeiten kommt.

Auch das erweiterte Repertoire an Instrumenten spiegelt die Band-Entwicklung wider. Zu gewohnten Gitarren- und Violinenklängen plätschern und blubbern nun in hübscher Regelmäßigkeit Maultrommeln oder gar Didgeridoos. Eine offensichtliche Absicht: Der Mensch steht im Mittelpunkt der Musik, aber auch die Natur und die Entfremdung von dieser. Versteckte Zivilisationskritik? Zumindest der Versuch, Sehnsüchten und Ängsten in impressionistischer Manier Gestalt zu verleihen. Ein gelungenes Unterfangen, zumal pathetische Gebärden ausbleiben. (map)



Siehe auch:
Harmaa


Zum Artikel über Tenhi

 Tenhi: Väre

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tenhi.com

   

Maaäet
(2006, Prophecy Pro 081)

Tenhis dritter Longplayer besticht durch leise Töne. Anders als auf »VÄRE« gehen die Finnen mit exotischen Instrumenten wie Maultrommeln und Didgeridoos sparsamer um und arbeiten verstärkt mit Akustikgitarre und Piano. Tyko Saarikkos Gesang sticht immer noch hervor – er fällt dieses Mal noch eine Note tiefer, beinahe etwas verzweifelt aus.

Die Arrangements wirken strukturierter, irgendwie voraussehbarer. Überhaupt ist »MAAÄET« weitaus reduzierter geraten als erwartet und erinnert eher an das von Saarikko und Ilmari Issakainen in Eigenregie produzierte Harmaa-Album »AIRUT:AAMUJEN«. »MAAÄET« fungiert also quasi als nahtlose Schnittstelle zwischen Tenhi und Harmaa. Das Ergebnis ist ein hübsches Stück Musik, bei dem es sich wunderbar träumen lässt. Doch es fehlt der frische Wind. (map)

   

Kauan
(1999, Prophecy Pro 017)

Nebellandschaften, feine Schleier. Tiefer Gesang besingt träumerisch bis schwermütig die Fragilität des Daseins. Trotz überwiegend dunkler Töne ist das Tenhi-Repertoire jedoch breiter gefächert als zunächst vermutet. Bei traurigschönen Titeln wie »Revontulet« (Nordlicht) oder »Hallavedet« (Eiswasser) vereinen sich hauchzarte Flöten mit liebevoll gezupften Gitarren – ein rockig-folkloristisches Potpourri, das häufig melancholisch, selten fröhlich und nie depressiv rüberkommt. Nur die Säusel-Keyboards verleihen der Musik bisweilen einen seichten Anstrich.

Nichtsdestotrotz: Tenhi nehmen den Hörer in ihrem Klanguniversum gefangen. Daran ändert auch nichts, dass sich die Melodien ähneln und die hypnotisch anmutende Stimme Tyko Saarikkos manchmal untersteuert wirkt. (map)



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