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Alle Rezensionen zu Fenomenon
(Genre »Beats«, Land »Norwegen«)

 

Pacific Memories – The Early Tapes
(2006, Beatservice/VME BS094CD)

Ach, sie sind dann doch echte Kitschschleudern – das Duo Ingebretsen/Rosenberg alias Fenomenon. Diesmal haben sie längst vergriffene Frühwerke neu eingespielt und sitzen dabei gedanklich irgendwo an einem palmengesäumten Strand, saugen am Drei-Tropen-Drink und blinzeln in die Sonne. Musikalisch äußerst sich dies in feinen Klangmustern und einem stets verlässlich dahin trippelnden Klanguntergrund, während orchestrale Synthie-Geigenwolken davon schweben. »Romeo Avenue« und »By Pearls & Gold« lauten denn auch die Titel.

Zuweilen erinnern sie dank ihrer Rückgriffe auf feinziselierte Gitarrenschnipsel und gelegentlichen knappe Orgeleinsätze kurz an den manierierten Rockjazz der Achtziger, doch gelingt es ihnen immer wieder rechtzeitig, das Ruder herumzureißen und diese eigentlich unerträgliche Musik mit den Mitteln des energischen Dancefloor aufzumischen und in einen flotten, fließenden Sound zu überführen. Nett auch der Gastauftritt von Hilde Drange von Slowpho, die immer allerbestens singt. Und ehe man sich versieht, schnippt man mit den Fingern, wiegt in den Hüften mit und bekommt irgendwie seltsam grundlos gute Laune – will man gar nicht, aber ... Tja, wie machen die das bloß? Und wo ist noch mal meine Badehose, die Taucherbrille, das Flugticket? (frk)



Siehe auch:
Slowpho

 Fenomenon: Pacific Memories – The Early Tapes

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.fenomenon.net

   

In Stereo
(2005, Beatservice/VME BS092CD)

Bisher konnte man gedankenlos jede Fenomenon-Scheibe in den Disc-Man stecken, war man zu einer Party eingeladen, wo man absolut niemanden kannte. Denn das Duo Ingebretsen/Rosenberg bot verlässliche Tanzmucke, meist im Fundament recht funky angelegt und in den Verästelungen entschieden soulig geprägt – wobei ein gewisser Jazzfaktor die in beiden Genres angelegte Wohlgefälligkeit angenehm bremste.

Diesmal ist man jedoch noch tiefer als sonst in die Siebziger und Achtziger abgetaucht, setzt auf sahnesüße Chorpassagen, nascht an vorhersehbaren Disco-Standards mit Zuckerrand und meidet streng alles Sperrige. Allein die vergleichsweise unprätentiösen Songs »Your Best You« sowie »Point Of No Return« erinnern an bessere Zeiten. Aber bei denen wirkt auch wieder Thomas Dybdahl im Hintergrund mit. (frk)

   

Hourglass
(2004, Beatservice/VMG BS077CD)

Gute Laune – aufgepasst. Das Duo Fenomenon aus dem ölreichen Stavanger verströmt genau jene freudige Unbedarftheit von Popneaks, deren Kreditkarte nie eingezogen werden wird. So bleibt Raum für illuster verschachtelte Melodien, angekratzte Drumschleifen und herrlich-kitschige Streichersequenzen aus der Steckdose. Dabei sind Ketil »Kay« Ingebretsen und Havard »Hobie« Rosenberg immer dann am allerbesten, wenn sie mehr dem NuJazz frönen denn dem Discobeat der 70er nacheifern.

Doch auch ihre flotten Stücke können gefallen, und selbst ein durch die Jahre ergrauter Titel wie »Everybody Wants To Rule the World« erhält – von ihnen gecovert – wieder richtig Schwung. Auch nicht zu verachten ihr Song »Trouble Takes Flight« mit Thomas Dybdahl an den Stimmbändern. Das ergibt zusammen Material für Besitzer oder Mieter von alleinstehenden Häusern, deren Inneres eine wattstarke Anlage beherbergt. (frk)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl



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