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Alle Rezensionen zu Negative
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

War Of Love
(2003, Gbfam Records GBFCD7)

Diese raue Stimme, die mit ihrer Spannweite von Sanftheit über Schmerz und Aggression bis Verzweiflung leicht an Kurt Cobain erinnert – und dazu dieses Puppen-Gesichtchen? Sänger Jonne Aaron überrascht. Im Positiven. Überhaupt, lasst euch nicht vom Foto der Jungs auf dem CD-Cover täuschen; ja, sie sehen jung aus und sind es auch, aber sie stehen den »Großen« in nichts nach. Selbst die eher sanften Stücke wie »Moment Of Our Love« verfügen über Kraft, Stärke und gelungene, unerwartete Melodienführungen. Kein Gesäusel, kein Geseufze; diese jungen Finnen rocken.

Besonders packend: »Misery«, über dem ein Hauch von Nirvanas »Territorial Pissing« weht. Die Liebeskrieger mögen von Bands wie Nirvana oder Guns N' Roses beeinflusst sein, kopieren diese jedoch nicht. Dafür sind Jonne, Bassist Antti, Schlagzeuger Jay sowie die kreativen Gitarristen Larry und Christus viel zu eigenständig. Negative haben das Zeug zu einer großen Band – ein Name, den man sich merken sollte. (nat)



Siehe auch:
Bloodpit
Verschiedene: Suomirokkia 8


Zum Artikel über Negative

 Negative: War Of Love

   

Anorectic
(2006, Roadrunner/SPV)

Im finnischen Schatten wird es langsam eng. Mit HIM, Entwine, Rasmus und all den ganzen Epigonen der Epigonen tummeln sich inzwischen mehr Bands in dunklen Nischen, als es der Erträglichkeit zupass kommt. Alleine die Kosmetikindustrie reibt sich die gepuderten Hände. Schließlich haben eben solche Gothpop-Bands dafür gesorgt, dass der Jahresumsatz an Kayalstiften in Rekordhöhen schnellte.

Die androgynen Kreaturen von Negative platzieren auch auf ihrem dritten Album das Keyboard ganz vorne und bestellten sich beim Kindergothic-Service einfach die gleiche Kiste Spielzeug wie beim letzten Mal. Und auch Sänger Jonne leidet gewohnt gefühlsduselig und heartbroken. Ein Schuss Glam, ein bisschen entsafteter Powerpop, ein wenig mainstreamigen Alternativerock und schon ist der Cocktail fertig, der samt Säuselballade genau so berechnend daherkommt, wie es das Klischee vorsieht. (maw)



Siehe auch:
Gothic Spirit 7
Gothic Romance 2

   

Sweet & Deceitful
(2005, Roadrunner RR 818)

Auf dem süßen und betrügerischen Nachfolger spielen die jungen Finnen immer noch straighten (Love-)Rock, trotz der Verstärkung durch das neue Mitglied, Keyboarder Snack. Der Opener »Frozen To Loose It All« überzeugt genauso wie die weiteren Singles: Das vom Debüt bekannte »Moment Of Our Love« versieht die Gruppe mit einem neuen Video, beim überaus gelungenen »Until You're Mine« greift Sentenced/Poisonblack-Sänger Ville Laihiala unterstützend zum Mikro und »About My Sorrow« erinnert dank des Klavierintros an Mötley Crües »Home Sweet Home« – bis die Streicher ins Geschehen eingreifen.

Doch ein paar für NGT-Verhältnisse schwächere Tracks existieren; spätestens am Neil Young-Cover »My My Hey Hey« scheiden sich die Geister. (nat)



Siehe auch:
Sentenced
Poisonblack



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