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Alle Rezensionen zu Groupa
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Kind Of Folk Vol.2 Norway
(2018, All Ice Records 1822)

Was Groupa mit »KIND OF FOLK VOL.1 SWEDEN« begannen, setzen sie nun mit »NORWAY« fort: Intensive Beschäftigung mit traditioneller Volksmusik, die danach nicht mehr so ist wie vorher. Man kann das vielleicht vergleich mit Kaffeebohnen, die nach der Passage des Verdauungstrakts von Elefanten zu Luxusgütern werden.

Groupa nehmen sich traditionelle Melodien und verarbeiten sie auf sehr eigene Weise. Das ist schon aufgrund des Instrumentariums der drei wohl bekannten und hoch dekorierten Musiker klar: Mats Eden spielt Viola d’amore und Hardangerfidel, Jonas Simonsen diverse Flöten und Terje Isungset Schlagzeug, jedwede Percussion und Maultrommel – kein Wunder, dass der Sound von Groupa sich von allem anderen unterscheidet. Aber es ist vor allem ihre enorme Musikalität, die aus den Stücken Groupa-Musik werden lässt. Selbstverständlich komponieren alle drei auch selbst. Das ist keine Volksmusik mehr, das ist an sich unbeschreiblich. Und verdammt gut. (tjk)



Siehe auch:
Jonas Simonson
Terje Isungset
Mats Edén

 Groupa: Kind Of Folk Vol.2 Norway

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.groupa.se

   

Frost
(2008, Footprint Records FRCD040)

Als »Nordic Folk Fusion« bezeichnen Groupa ihre Musik gern. Treffender lässt sich ihr zwischen den Stühlen bzw. Genres sitzender Stil nicht einkreisen. Sie gehörten zu den ersten, die nordischen Folk neu erfanden und sich als progressive Institution der schwedischen Volksmusik einen Namen machten. Über instrumentale Melodien, natürlich auf traditionellen Einflüssen basierend, improvisieren Groupa detailreich und mit oft überraschenden Mitteln. Das klingt manchmal roh, manchmal schwierig, doch oftmals auch tanzbar, sonnig und heiter.

1980 gegründet sind Groupa nach dem Ausstieg zweier Mitglieder seit dem letzten Album auf ein Trio geschrumpft: Jonas Simonson und Mats Edén spielen die traditionelleren Instrumente (Flöte, Klarinette, Fiedel, Viola d'amore und das akkordeon-ähnliche Melodeon), während Terje Isungset vor allem Schlaginstrumente, aber auch die Maultrommel beisteuert. Manche Stücke auf »FROST« sind kontemplativ, so die Suite »Psalm/Hellberg's Minne«, die Weite und einsame Landschaften evoziert, woraufhin kurz eine heitere Melodie aufleuchtet, bevor der letzte Teil an Renaissance-Musik erinnert. »Frostig« jedoch sind Groupa nicht, eher anregend und aufbauend. (ijb)



Siehe auch:
Lena Willemark
Terje Isungset

   

Fjalar
(2002, Laika/Zomba 3510159.2)

Schon seit vielen Jahren exerzieren die Schweden vor, wie man Jahrhunderte alte Volksmusik modern aufbereiten kann. Garmarna und Hedningarna mögen zwar hierzulande populärer sein, doch Groupa zählen ohne Zweifel zu den Dienstältesten innerhalb dieses Genres. Außerdem bewiesen sie ohnehin schon immer mehr Ähnlichkeit z.B. zu Lena Willemark – eine der führenden Folkfrauen Schwedens – als zu den beiden oben genannten Konkurrenten.

Auch »Fjalar« als siebtes Album in der 22jährigen Bandgeschichte bietet wieder eine gesunde Mischung aus Traditionals und eigenen Kompositionen im mittelalterlichen Stil. Und wie sich das in diesem Metier gehört, spielt das Quintett mit Flöten, Fideln, Mundharmonika, Schlagzeug und Keyboards zum zünftigen Folkreigen auf. (peb)



Siehe auch:
Gunnel Mauritzson

   

Lavalek
(2000)

Flöten, Pfeifen, Fiedeln, Rasseln und Sofia Karlssons Stimme transportieren schwedischen Folk in die Gegenwart. Ihre langen Improvisationen lassen manche Jazzer vor Neid erblassen. (peb)



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