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Alle Rezensionen zu Gjallarhorn
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Grimborg
(2003, Vindauga/Contraire VDMCD802)

Nach ihrem 1998er Debüt »RANAROP: CALL OF THE SEA WITCH« kam der Aufstieg schnell für das finnische, doch schwedischsprachige Quartett. Das dritte Album »GRIMBORG« klingt am düstersten, aber auch weltoffensten mit seiner Synthese von Hardangerfiedel und afrikanischer Didgderidoo, von Mandola und afrikanischer Djembe. Und über allem steht diese Stimme, mit der Jenny Wilhelms Glas schneiden und Stürme übertosen könnte.

Ähnlich wie Garmarna und Hedingarna singen auch Gjallarhorn mittelalterliche Balladen über nordische Sagen und Mythen, nur klarer und asketischer, vielleicht auch eisig härter. Und sie kitzeln noch mehr Klangfarben aus ihren Instrumenten, spielen virtuos mit Dynamik und lassen die Schlachtrufe von Stimme und Geige sich lustvoll aneinander reiben. Hier sind aller guten Dinge - nämlich die Zahl der Alben - wirklich drei. (peb)



Siehe auch:
Garmarna
Hedningarna

 Gjallarhorn: Grimborg

   

Rimfaxe
(2006, Westpark/Indigo 87130)

Stets bemüht sich das Quartett um eine Erneuerung der Traditionen bemüht und hat dabei mittlerweile eine nahezu beängstigende spieltechnische Virtuosität erreicht. »RIMFAXE« setzt in dieser Hinsicht einen neuen Rekord, denn so weit wagte sich Gjallarhorn noch nie in die Moderne vor – bis an die Grenzen von Ambient und sogar Funk. »Sirene« Jenny Wilhelms und ihre drei Begleiter schaffen es dennoch, die nordische Saga-Bodenhaftung nicht zu verlieren.

Oft gecoverte Traditionals wie »Blacken« – man vergleiche das zum Beispiel mit der Fassung von Jan Garbarek und Agnes Buen Garnås, wo der Song »Rosensfole« heißt – erhalten durch die moderne Interpretation bei Gjallarhorn eine aggressive, durchaus zum Thema passende Bissigkeit. Die Abmischung des legendären Bruce Swedien (Michael Jackson, Quincy Jones, Ela Fitzgerald) edelt dieses vierte Album zusätzlich. (peb)



Siehe auch:
Jan Garbarek / Agnes Buen Garnås

   

Sjofn
(2001, Peregrina Music/In-Akustik PM50251)

Mit »SJOFN« haben sich die Finnenschweden die nordische Göttin der Liebe und Leidenschaft zum Thema gemacht. Mit allerlei Geigen, Didgeridoos, Maultrommeln, Schlaginstrumenten und Jenny Wilhelms bisweilen wie ein lautes Horn (»Gjallarhorn«) tönender Stimme nehmen sich die Musikanten wieder mittelalterliche Balladen, wirbelnde Menuette, raunende Runengesänge und isländische Rimur-Epen vor.

Das autralische, das schamanistische Brummen imitierende Didgeridoo harmoniert mit der Ornamentik indianischer Musik, die der Hardangerfidddel assistierende Bratsche wiegt sich im Takt mit afro-kubanischer bis mittelöstlischer Perkussion, und dennoch regiert musikalisch stets der skandinavische Norden. (peb)

   

Ranarop
(1997, Finlandia/EastWest 0630-19627-2)

Dieses finnische, doch schwedisch singende Quartett hat sich mit alten Volksweisen aus ganz Skandinavien der Traditionspflege verschrieben. Als prominenter Gast tritt der türkische Perkussionist Okay Temiz auf, der nicht nur mit Finger-Zimbeln, sondern auch mit Darabouka und Tablas dezent fernöstlich-afrikanisches Rhythmus-Gewürz einstreut.

Ansonsten bestimmen Sängerin Jenny Wilhelms und Geiger Christopher Öhmann das Geschehen. Besonderes Ohrenmerk sollte man auch auf Jakob Frankenhaeuser legen, der sich mit seinem australischen Didgeridoo-Blasrohr erstaunlich gut in das nordisch-mittelalterliche Seehexen-Saga einfügt. (»Ranarop« ist der Ruf der Seehexe.) (peb)



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