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Alle Rezensionen zu Sari Kaasinen
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Aika Riemulle Ruveta
(2014, Mipu Records MIPUCD 026)

Nach vielen Jahren Värttinä und einem kurzen Sirmakka-Ausflug war zumindest international von Sari Kaasinen in den letzten Jahren nicht viel zu hören, das ändert sich nun mit ihrer Solo-CD »AIKA RIEMULLE RUVETA«. Was sich nicht geändert hat: ihre Stimme ist stark und präsent wie eh und je, das hört man gleich im solo gesungenen »Mieleni Miun«.

Der Titelsong (dt. etwa: »Höchste Zeit zu feiern!«) klingt wie Värttinä Mitte der 90er mit nur einer Sängerin - das große V schwebt ohnehin über dieser Aufnahme. In »Karjalan Kellot« werden die Kanteles verfremdet und mit sanften Electronics modernisiert – schadet nicht! Das folgende »Miull On Päiviä Pinossa« trägt sie dafür ausschließlich mit ihrer Stimme vor. Ansonsten hat sie gute Musiker: Olli Kari (acc), Jukka Kyllönen (g, mand, perc) und Tero Palo (b, perc) legen der großen Stimme einen angemessenen Teppich. Das feine »Louhi« und »Hyvä Emäntä« präsentiert Sari mit Schwester Mari und Karoliina Kantelinen – ein Vorgeschmack auf die erste CD von Set’Akat, dem Trio-Projekt der drei Damen. »Parempi Onni« ist auch ein Highlight: über mächtigen Basstönen und mäandernden Mandolinen und Akkordeon klagt Sari Kaasinens Stimme. Das folgende »Ripatska« ist bekannt, hier kann sie ihre Kantele-Meisterschaft ausspielen. Ihre vokale Kraft kann sie erneut in »Leelo« ausspielen, ganz allein mit Fußstampfen. Fazit: nicht viel Neues in 37 Minuten, das aber auf gewohnt hohem Niveau. (tjk)



Siehe auch:
Värttinä
Sirmakka

Sari Kaasinen: Aika Riemulle Ruveta

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.sarikaasinen.com

   

Reissunainen
(2003, Mipu Records/Teosto)

Fast zehn Jahre war die Sängerin Sari Kaasinen aufs engste mit der Band Värttinä verwoben. Dann trennten sich die Wege, und es solo für sie weiter. Nun ist nach »EMO« und einer langen Pause ihr zweites Album erschienen: Es versammelt zehn meist ruhige und bewusst harmonisch gefasste Stücke, geschrieben in ihrem nordkarelischen Heimatort Rääkkylä, wo etwas über 3.000 Seelen leben.

Huldigte sie einst der Dynamik des verschachtelten Zwie-Gesangs, so setzt sie heute ganz auf ihre Solostimme, deren Dominanz sich ihre Mitmusiker ergeben unterordnen. Sie selbst spielt die Kantele, die mit perligen, exakten und dabei sehr hellen Klängen ihre Lieder mit einem zusätzlichen Schmelz überzieht. (frk)

   

Emo
(1998, Innovator Series/Warner 3984)

Sari Kaasinen hatte schon einiges an Erfahrungen im Studio wie auf der Bühne mit den von ihr geleiteten Bands Värttinä und Sirmakka gesammelt, bevor sie sich endlich zu einem Soloprojekt entschloss. »EMO« (Mutter) wirkt daher über weite Strecken wie ein Befreiungsschlag. Kraftvoller, variantenreicher und auch popiger sind ihre Songs geraten und weniger einem einhelligen Erscheinungsbild verpflichtet. Dabei bleibt sie dem karelischen Schachtelgesang durchaus treu, und auch das bekannte Instrumentarium aus Kantele, Akkordeon, Mandoline, Geige und Drums ist geblieben.

Doch nimmt sie die musikalischen, über die Jahre gereiften Standards jetzt weniger streng für sich, sondern mehr als Ausgangsmaterial für weiter gehende Adaptionen. Am hörbarsten und offensichtlichsten geschieht dies in »Miellessäni«, einem quirligen Tanzstück, das sich gelegentlich in einen urbanen Reggae verwandelt. (frk)



Siehe auch:
Värttinä
Sirmakka



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