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Alle Rezensionen zu Diamond Dogs
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Black River Road
(2005, Smilodon/Soulfood SMILCD 7101)

Söhne der Rolling Stones könnten sie sein, diese Schweden: Zwölf mal rocken und rollen sie authentisch, schnörkellos. Die Riffs haben die Gitarristen Anders Boba Lindström und Robert Dahlqvist nicht neu erschaffen, auch der brummende Bass Johan Johannsons oder Jesper Karlssons Schlagzeugspiel existiert schon. Doch trotz aller Retro-Allüren klingen die Stücke – vorgetragen von Sulos whiskeyrauer Stimme – kein bisschen langweilig. Dazu trägt Henrik (Honk) Widéns Griff in die Klavier-/Orgeltasten ebenso bei, wie die gefällige Gast-Bläserabteilung.

Während die von Mattias Bärjed (Soundtrack Of Our Lives) mitgeklampften Tracks, etwa der Opener »Come Away«, unter die Rubrik Rock’n Roll fallen, steuert »Gotta Be Gone (It’s Alright)« mit Nicke Andersson (Hellacopters) an Gitarre und Mikro schon fast Richtung Punk. Bleibt noch die Frage nach dem Albumtitel: Svartbäcksvägen, englisch »BLACK RIVER ROAD«, bezeichnet eine Strasse in Katrineholmen – jener Ort, in dem sich die Diamond Dogs Anfang der 90er gründeten. (nat)



Siehe auch:
The Soundtrack Of Our Lives
The Hellacopters
Sulo

 Diamond Dogs: Black River Road

   

The Grit And The Very Soul
(2010, Legal Records LR17)

Haben die Diamond Dogs auf »BLACK RIVER ROAD« noch mächtig gerockt und gerollt, so schlagen sie hier bedächtige, überwiegend akustische Töne an. Einzig Mundharmonika und diverse »Huhuhuuu«-Chöre erinnern auf »THE GRIT AND THE VERY SOUL« noch an die Stones.

Insgesamt klingen die elf Songs sehr rund, sehr harmonisch, sehr gefühlvoll – warum? Die Schweden trafen sich im April 2010 in einem Studio in Bergsjö und spielten alles live ein, inklusive Geige und Mandoline, denn so Fronter Sulo: »Wir wollten den wahren Klang der Band festhalten«. Das ist der Kapelle sehr gut gelungen, auch das Smiths-Cover »Please, Please, Please Let Me Get What I Want« kann sich hören lassen. Ein perfektes Album für einen kuscheligen Abend vorm offenen Kamin. (nat)

   

Up The Rock
(2006, Smilodon SMILCD7107)

»Rock'n'Roll ist tot«. Wie oft schon wurde diese Diagnose gestellt? Und wie oft stieg die alte Dame Rock ohne Gebrechen wieder auf die Bühne? Drei Akkorde, ein paar knackige Riffs, und weiter drehte sich das Karussell des breitwandigen Georgels, der federnden Powerchords. Und das nun schon seit mehr als 40 Jahren. Aber zumindest im Fall der Diamond Dogs darf der Arzt so langsam die Sterbeurkunde unterzeichnen: »Rock'n'Roll ist tot – lang lebe der Pop!«.

Die Gitarren verstecken sich hinter dem gut gestimmten Klavier. Die listigen Nanana-Chöre und die fröhlichen Uhuuuh-Chöre haben Hochwasser, und die Handclaps trauen sich auch was. Nur die Riffs stehen auf der Roten Liste aussterbender Arten. Statt Bar-Rock gibt's nun Bar-Pop. Und bis auf zwei klägliche Schunkel-Balladen ist dieser Zwölfteiler dabei eine stimmige Reminiszenz an nostalgische Arrangements, die mit Leichtigkeit den Vorgänger übertrumpft. (maw)



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