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Alle Rezensionen zu Pirnales
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Aquas
(1992, Kansanmusiiki-instituuti KICD27)

Wenn Volksmusiker ersten Ranges zusammen auf die Suche gehen nach überlieferten Melodien aus längst vergangenen Tagen, dann steht als Ergebnis im Idealfall die zweite Platte von Pirnales: Sinikka Järvinen (Kantele, Piano, Gesang), Markku Lepistö (Akkordeon, Bass, Mandoline, etc.), Marianne Maans (Geige, Jouhikko, Gitarre, Gesang) und Pekka Pentikäinen (Akkordeon, Perkussion, Flöte, etc.) waren 1992 noch ein Quartett auf Forschungsreise ohne Kompromisse an zeitgenössische Hörgewohnheiten.

Hier paart sich Gefühl mit Intellekt, Tradition mit Moderne, Einfachheit mit Virtuosität, überlieferte und naturbelassene Melodie mit fast experimenteller Improvisation. Und so behutsam Pirnales mit den ersten Stücken umgehen, so mutig werden sie gegen Ende der CD: Das Titelstück von Altmeister Martti Pokela und »Lepo« sind Muster für kreativen, freigeistigen Umgang mit herkömmlichen Strukturen und neugieriger Weiterentwicklung. Ein Meilenstein, ein Wegweiser, ein Meisterwerk! (tjk)



Siehe auch:
Markku Lepistö
Sinikka Järvinen

 Pirnales: Aquas

   

Parasta Ennen
(1994, Olarin Musiikki OMCD60)

Zwei Jahre nach ihrer epochalen und experimentellen CD »AQUAS« hatte sich bei Pirnales einiges geändert: Zum Quartett waren Antti Soininen (Geige), Mika Uimonen (Bass) und Jouko Kyhälä (Harmonium) gestossen, und damit mehr Dynamik und Kraft. Nach wie vor bedienen sich Pirnales traditioneller Lieder aus Finnland und Schweden, aber der intellektuelle Ansatz ist purer Lebensfreude gewichen: Die Stücke wurden bei aller Raffinesse vor allem tanzbar und teilweise sogar witzig!

Das Septett spielt auch bei hohem Tempo so präzise zusammen wie kaum eine Gruppe sonst. Oft konnte man Pirnales damals bei Tanzveranstaltungen sehen, wo nicht nur der Rezensent gelegentlich mitten in der Polka stehen blieb und ihm vor ungläubiger Begeisterung die Tränen aus den Augen flossen. Phantastische Band, traumhafte Platte und ebenso stilbildend wie der Vorgänger. (tjk)



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