Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Audrey
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Visible Forms
(2006, Sinnbus SR018)

Kontemplativ veranlagte Menschen geraten ins Schwärmen, romantische bekommen feuchte Augen. Wenn Audrey musizieren, dann ist es, als wenn ein Kind im Kreis springt. Selbstvergessen in der Wiederholung und so intim nur auf sich selbst fokussiert, dass es ein besonderes Glück ist, wenn man daran teilhaben darf. Und man darf: Auf neun lichten Songs der vier Damen aus Göteborg, die auf ihrem Debütalbum ihre behutsame Formensprache weiter ausdifferenziert haben.

Mit der Hingabe und Sorgfalt, die uns schon auf ihrer EP ans Herz gewachsen war. Mit den langmütigen Songskizzen, die schier endlos wuchern. Mit den zurückhaltenden Melodien, die sehr getragen und elegant daher kommen. Ein paar Gitarrenpickings suchen noch nach tieferem Sinn, während wir uns mit purem Wohlfühlen schon begnügen würden. Die introvertierte Ästhetik wird noch leise verstärkt durch Streicherflächen und präzise Trompetenklänge, die wie das komplette Album wunderschön sublimiert klingen. Herzlichkeit ist keine Schande. Im Gegenteil. (maw)



Siehe auch:
Solander


Zum Artikel über Audrey

 Audrey: Visible Forms

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.heylisa.net/audrey

   

The Fierce And The Longing
(2008, A TenderVersion/Alive TVR013)

Das Schwarz ist eingekehrt in die schon ehedem bedächtig schweren Songs der schwedischen Cello-Girlgroup. Und der Rock, dem man getrost an der ein oder anderen Stelle das Präfix Post- addieren muss. Das melancholische Geflecht bildet zwar immer noch die Basis, doch lassen Audrey nun gerne ihre Songs einfach wachsen.

Die leise Selbstbegrenzung gehört der Vergangenheit an, wie die klangstarken Tracks »Horses Are Honest« oder »Bleak« freizügig preisgeben. Brechungen, instrumentaler Wildwuchs und skandinavischer Sehnsucht machen aus diesem Werk ein erwachsenes Rockalbum, was die Vielfältigkeit der Band multipliziert. Statt sanftem Händedruck zeigen sie jetzt ihre Sporen. (maw)

   

Audrey
(EP, 2005, Sinnbus SR001)

Eine spirituelle Schwere steigt herab und legt sich auf schattierende Skizzen. Verschwommene Umrisszeichnungen, die nur Tiefgründigkeit erahnen lassen. Vier junge Frauen aus dem schwedischen Henån täuschen mehr an, als sie offen legen.

Verhuscht nagt ein Cello mit nordischer Melancholie an unterkühltem Winterzauber, erwacht eine oftmals an Under Byen oder Björk erinnernde, elfengleiche Stimme zu kurzem Leben. Spärlich instrumentalisiert tapsen die fünf Songs dieser EP durch klare Gefühlslandschaften, in denen kein Platz für Ruhestörer ist. Ungeachtet dessen bieten sanftmütige Elegien ohne jegliche Effekthascherei eine unaufgeregte Behausung für Wolkenmaler und Kerzenschein-Liebhaber. Und tragen einen leise in verzaubernde Klangwelten fort. Sie dürfen gerne wiederkommen. (maw)



Siehe auch:
Under Byen
Björk



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel