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Alle Rezensionen zu The Alpine
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

On Feel Trips
(2006, Supersonic/Sony BMG Supersonic 183)

Auf das Geständnis »Ja, wir verehren ABBA« muss man nicht warten. Einschalten reicht. Die Sehnsucht nach der Vergangenheit treibt bei den fünf Aalborger die buntesten Blüten. Nicht nur das erfolgreichste Popquartett Skandinaviens steht Pate, sondern jegliche Art von Glitzer-, Pailletten- und Luftgirlandenmusik. Ziggy Stardust sowieso. Und zwischendurch schießen Fontänen aus Glamour in den Himmel aus Sonne, Mond und Scheinwerferlicht.

In Dänemark gelten sie als neue, ganz große Hoffnung. Und das vermutlich zu recht. Soviel Anbiederung muss geliebt werden – generationenübergreifend. Das beste der 60er, 70er, 80er, na klar. Die Formel ist denkbar einfach und scheint doch immer wieder zu funktionieren. Mit mehrstimmigen Gesangsharmonien gockeln die Alpinen euphorisch und mit dem gewissen Siegergrinsen über im imaginäre Musicalbühnen und duellieren sich mit Lametta-behangenen Keyboardriffs und anrüchigen Disco-Rhythmen, die nur »The Ark« noch weniger peinlich sind. (maw)



Siehe auch:
The Ark

The Alpine: On Feel Trips

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.thealpine.dk

   

There's Only So Much You Can Do
(2008, E.S.P. Recordings 4005902636230)

Imagine! Die Welt mit einem Anstrich aus Regenbogenfarben, glitzernde Sterne funkeln, und alle Menschen sind glücklich und lächeln dem nächsten Tag entgegen. Oder um es mit The Alpine zu sagen: »He Hates The Day When God Created Rock And Roll«.

Standesgemäß ist das neue Werk auch wieder mit kiloweise synthetischem Gefühlsüberhang ausgestattet, der nimmermehr zu packen vermag. Kein Wunder, ist hier jede Lücke mit Streichergesäusel, Klavierzuckerperlen oder Gospelgedöns gekittet worden. Zwischendurch wird der Finger zur rotierenden Discokugel gereckt und am Lollipop geleckt. Wer The Ark, ELO, Scissor Sisters oder Mika mag – der wird diesen gehaltvollen, aber nicht wirklich originären Pop mögen. Weil er so schön kitscht, klebt und schwer im Magen liegt. (maw)



Siehe auch:
The Ark

   

Trigger
(EP, 2005, Eigenverlag)

Der Latein-Unterricht langweilt, die Ferien sind fern, und die Sportler haben schon wieder die hübschesten Freundinnen. Einzig plausibler Ausweg: eine eigene Band, die selbst alle Mädchen mit Blumen im Haar ganz doll lieb haben müssen. Vollgesogen mit Melodien schreiten die Teenager entsprechend zur Tat. Und sind sich dabei nicht zu schade, aus den Plattenschränken der Eltern die Lieblingsstücke zu plündern.

Agnetas scharfe Lack-Stiefelchen erleben ihr Revival; Papis weiße Anzüge passen auch tadellos. Glam-Musicals der 70er Jahre stehen Pate und schwülstig-klassische Popchöre tänzeln im Ohr. Discolastiger sind die Fundstücke aus den 80ern: New Wave und pompöse Synthies, so gutgelaunt wie kunterbunt. Bei aller Hingabe zum Zitat übersieht man da gern die Ähnlichkeit von »Sham On« zu »Loco« von den Fun Lovin' Criminals. Der Spaß überwiegt. (maw)



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