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Alle Rezensionen zu Cartridge
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Fractures
(2008, Records & Me R&M010)

Das Bemerkenswerte ist, dass Cartridge nicht stehen bleiben. Unermüdlich wird probiert, gestöpselt, gefleht, über Bord geschmissen und verzweifelt. War ihr Debüt noch eine Tanzmelange, ist »FRACTURES« fast ein Experiment. Das ultramelodiöse Steeldrum-Fieber von »The Woods« leuchtet voran, aber der Rest der Indiepop-Chose will nicht ganz folgen. Wenn es doch wenigstens das ungelenke Songgemetzel, das unbeholfene Fragmentieren wäre, was der Titel suggeriert – und dann doch nicht einhält!

Nein, Cartridge scheitern mit der Hälfte der Songs an ihrem eigenen Bestreben. Gedanklich sind sie progressiver als ihre Motorik, und so wirkt das Album etwas ungelenk und stets kontrolliert. Angepasst an genau die Konvention, die sie überwinden wollen. Was wirklich fehlt, ist der Mut zu totaler Euphorie und Dynamik, zu Unmittelbarkeit und Letting Go. Eine etwas zackigere und dreckigere Produktion hätte hier vielleicht noch einen weiteren Punkt gerettet, ebenso ein etwas zeitgerichteteres Computer-Equipment. So ruhen weiterhin alle Hoffnungen auf der nächsten Platte. (maw)

 Cartridge: Fractures

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.cartridge.dk

   

Enfant Terrible
(2006, Records & Me R&M004)

Sag Ja zu selbstorganisierten Bustouren! Sag Ja zu britischen Althelden und amerikanischen Indie-Ikonen im Tapedeck! Sag Ja zum aktuellen Wavepop-Revival! Sag Ja zur eigenen Handschrift! Sag Ja zu Konzerten, wo immer du bist! Sag Ja zum Spontangig vor nur zehn Leuten! Sag Ja zu kraftvollen Luftsprüngen auf der Bühne! Sag Ja zum Abrocken zu »Coma State«! Sag Ja zu Popmelodien und guter Laune ohne Spaßgesellschaft! Sag Ja zu resistenten Ohrwürmern!

Sag Ja zum Zweitnamen. Sag Ja zur variablen und angenehmen Stimme von Mathias Wullum Nielsen! Sag Ja zum Kinnladen-Runterklappen bei »Out Of Joint«! Sag Ja zu klitzekleinen Experimenten mit Drummachine und Handclaps! Sag auch Ja zu manchen Sackgassen! Sag Ja zu den Grandaddy-Anleihen auf Track 7 und den neidischen Blicken britischer Kollegen für Track 6! Sag Ja zur Pipipause bei Track 12! Sag Ja zu Geschichten, die auch dir passiert sind! Sag Ja zum Sommer! Sag Ja zum Ja-Sagen! Denn dann darfst du die Band nun küssen! (maw)

   

Nowhere Fast
(2005, Records & Me R&M001)

Der eilige, atemlose Drang nach Vorne, das unbedarfte Einbinden verschiedenster Genrefacetten von New Wave bis Garagenrock erhebt das etwaige Vergleichen mit diversen New Yorker oder schottischen Zeitgeist-Rockern zur naheliegenden Möglichkeit. Mit Songs im Offbeat-Rhythmus und Pulverfässern voll Melodien sind die vier Westküstler in der aufstrebenden dänischen Indie-Szene dabei ganz weit vorne. Die Tanzböden der Clubs warten bereits in freudiger Erregtheit.

Schicksalhaft auch ihr Label-Deal: Eine Buspanne auf der eigens organisierten Europa-Tour wurde kurzerhand zum Spontan-Konzert in Hamburg genutzt. Findige Musikfans gründeten daraufhin eigens ein neues Label – Records & Me. Eine ermutigende wie scharfsinnige Entscheidung. (maw)



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