Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Susi Hyldgaard
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Homesweethome
(2002, Enja/In-Akustik 9140-2)

Gestatten, Rebekka Bakken und Josefine Cronholm, ist an Eurem Tisch noch ein Platz frei? Susi Hyldgaard passt nämlich trefflich dazu. Ohne die Vorgenannten zu kopieren, versteht sich: Die Dänin kreuzt zwar durchaus in ähnlichen Fahrwassern, allerdings mit deutlich mehr Jazz und auch Experimentierlust. Susi Hyldgaard nähert sich manchmal den modernen, sprich elektronischen Stilistiken weit an, jedoch mit akustischen Mitteln: Kluge Texte, gute Kompositionen, und die richtigen Musiker: Gunnar Halle (tp, loops), Johannes Lindberg (b) sowie die unglaubliche Lisbeth Diers (dr, perc).

Susi Hyldgaard singt nicht nur, sie schreibt auch alle Texte und Musik und spielt diverse Tasteninstrumente. Was ihr vielleicht stimmlich fehlt, macht sie mit Einfallsreichtum und Arrangements wett: »Isn't It (die Liebe natürlich) A Terrible Foolish Thing« kommt als spartanische Pop-Ballade daher und »In The fog« als ruheloser Drum'n'Bass; »Elvira« entführt uns swingend in einen 50er-Jahre-Film, und »Who says« entpuppt sich als Parforce-Ritt zwischen Dancefloor und Stille. Bei »Dance With Me« schließlich denkt man gleichzeitig an Tom Waits, Rickie Lee Jones, Miles Davis und Cassandra Wilson. S'ist aber Susi Hyldgaard – gut so! (tjk)



Siehe auch:
Rebekka Bakken
Josefine Cronholm

Susi Hyldgaard: Homesweethome

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.susihyldgaard.dk

   

Dansk
(2011, Enja/Yellowbird YEB 7722 2)

Wenn es eine nordeuropäische Sängerin gibt, die sich von CD zu CD neu erfindet, dann ist das Susi Hyldgaard. Diesmal reduziert sie musikalisch alles auf kleine feine Grooves von Besen-Drums (Benita Haastrup ist gut!) und E-Bass (Jannik Jensen auch!!). Susi Hyldgaard streut Klimperklavier (es klingt definitiv nicht wie ein Flügel!), Ukulele, Akkordeon und Gitarre sowie ein paar electronics über die Songs. Diese sind mit einem Stil-Kescher kaum zu fangen.

Susi Hyldgaard wirkt wie häufig gleichsam erwachsen und mädchenhaft, erzählt Geschichten in verschiedenen Sprachen (EN, DK, DE, FR, das alles auch recht bunt gemischt) und beschäftigt sich mit Frauen und deren Leben: in Vietnam, Deutschland, Kanada und Afrika, baut Gespräche in die Songs und kreiert somit einen eigenen kleinen Klangkosmos. Schönste Textzeile: »Sie hat Sauerkrautstampfer, und ihr Hintern nimmt viel Platz.« (tjk)

   

It's Love We Need
(2009, Yellowbird Records YEB-7710 2)

An Ideen mangelt es Susi Hyldgaard nun wirklich nicht, und vor Überraschungen ist man bei ihr nie sicher. Hat sich die begnadete Songwriterin und außergewöhnliche Sängerin doch diesmal die komplette NDR Big Band ins Studio gestellt, außerdem Roy Nathanson (auch ss) und Bill Ware (auch vib) als Arrangeure verpflichtet.

Allerdings wird bald deutlich, dass dieses Experiment misslingt: Die besten Songs sind die von ihr allein am Piano vorgetragenen (das Titelstück etwa), ansonsten steht die tosende Big Band ziemlich neben Susi Hyldgaard, und die Arrangements bestechen nicht gerade durch Subtilität und Sensibilität für ihre Stimme. Gelungen wenigstens »Awake She Is«, »Borderline Happiness« - das liegt aber an den Songs, nicht an der Interpretation. Insgesamt passen Big Band und Susi Hyldgaard nicht zusammen. (tjk)

   

Magic Words
(2007, Enja/Soulfood 9181)

Bisher überzeugte Susi Hyldgaard mit einigen feinen, wenn auch gelegentlich anstrengenden CDs mit eigenem Material, umso größer nun die Überraschung durch ein Album ausschließlich mit Fremdkompositionen, Standards sogar. Ihre Versionen fügen den altbekannten Songs allerdings neue Aspekte hinzu; zudem ist »MAGIC WORDS« auch ihre bisher emotionalste CD.

Fein das Duo »Teach Me Tonight« mit dem tollen E-Bassisten Jannik Jensen; der Sinatra-Ballade »In The Wee Small Hours« zaubert sie mit ihren wenigen Klaviernoten und Loops einen ganz eigenen Klangkosmos. Van Morrisons »Moondance« erstrahlt in neuem Glanz, und das Big Band-Arrangement von »Baby It’s Cold Outside« wird gekrönt vom Gesangsduett mit dem als Free Jazz-Drummer bekannteren Aldo Romano. Außerdem helfen Carsten Sønderskov (dr) und die beiden Posaunisten Niels Gerhardt und Erling Kroner der Dänin zu einer absoluten Klasse-CD. (tjk)

   

Blush
(2005, Enja/Soulfood 9165.2)

Es braucht schon ein Weilchen, bis man mit dieser CD warm wird, denn aufs erste Hören wirken die Songs sehr spröde, reduziert. Obwohl Sudi Hyldgaard doch ein einfaches Album machen wollte, mit möglichst wenig Instrumenten, wenig Beat(s). Das ist ihr auch gelungen, aber einfach ist »BLUSH« nun wirklich nicht.

Susi Hyldgaard hat fast alles allein gemacht: Texte, Musik, Instrumente; nur Jannik Jensens toll klingender Tief-Bass und Steve Arguëlles' unorthodoxes Drumming sorgen bei einigen Stücken für kühle Grooves mit Handbremse. Oft unterlegen nur Piano und/oder Streicher die Melodiesprengsel. Fast statische Musik, bis plötzlich im siebten Stück »Thai Food Chililimit« die Platte sanft explodiert. Erinnerungen an Portishead, an Stina Nordenstam werden wach, aber Hyldgaard macht ihr ganz eigenes Ding – TripHop-Jazz ohne Hop? (tjk)



Siehe auch:
Stina Nordenstam



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel