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Lange Rezensionen 511 - 520 von 556 im Genre »Folk« (insgesamt 878)

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Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 3
(2006, Humppa /Indigo Humppa 034 ) - Finnland

Finnland, oh vielfältiges Finnland. Kioski in Fürth, der einzige finnische Plattenladen außerhalb und vielleicht sogar beste weltweit, hat zum dritten Mal eine 19 Songs umfassende Sammlung musikalischer Köstlichkeiten zusammengestellt, die sich diesmal schwerpunktmäßig der Folklore widmet, und das zum gnadenlos günstigen Preis von 10 Euro.

Manche Künstler werden aufmerksame Leser unserer Website schon lange kennen, so etwa den virtuosen Akkordeonspieler Markku Lepistö, die Humppa-Berserker Eläkeläiset, das vermutlich weltbeste Frauen-Ensemble Värttinä, das karelische Ensemble Burlakat mit einer meisterhaften Puliina Lerche – die auf diesem Sampler auch solo zu hören ist – oder die Mundharmonika-Maestros Sväng. Doch ebenfalls nicht zu verachten: der Balkan-Fez von Alamaailman Vasarat, La Sega Del Cantos singende Säge, Sakilaiset mit ihrer finnischen Salonmusik der 30er Jahre oder der arabisch gefärbte Sami-Folk von Vilddas. Und Suden Aika, die Folk-Meistersängerinen! (peb)



Siehe auch:
Markku Lepistö
Burlakat

La Sega del Canto

Vilddas


 Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 3

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Verschiedene: Tutl: Nordic Voyages
(2008, Tutl /Nordic Notes SHD 95 ) - Grenzgänger

Seit 1977, als Tutl die erste LP veröffentlichte, verwöhnt uns das färöische Label von Kristian Blak mit feinster Musik aus dem nordpolaren Raum. »Nordic Voyages« zieht einen Querschnitt durch das erstaunlich umfangreiche Repertoire: Ausgehend von färöischem Material wie dem harten Folk von Orca und Valravn oder dem eher traditionellen Folk-Material von Kvonn und Yggdrasil – Blaks eigener Band – spannt sich der Bogen bis nach Island, Dänemark, Estland, die Åland-Inseln und Grönland.

Finnisch-grönländische Sangeskunst bei Pianiartut, estonische Dudelsäcke und Rockgitarren bei Rotoro, norwegische A-cappella-Mysik mit Uhuru oder naive Pop-Fröhlichkeit von den dänischen Beverly Brothers – es gibt viel zu entdecken im Tutl-Katalog. Oftmals kommt es natürlich auch zu gesamtskandinavischen Verbrüderungen wie bei der dänisch/schwedisch/norwegischen Kombo Færd – beschwingter Jazzfolk mit der etwas scheuen Stimme von Nanna Luders. (peb)



Siehe auch:
Orca
Valravn

Yggdrasil

Uhuru


 Verschiedene: Tutl: Nordic Voyages

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Verschiedene: W. – Musikk Av Hans W. Brimi
(2012, Heilo /Grappa Galileo HCD 7273 ) - Norwegen

Der Violinist Aslak Opsahl Brimi ist eine feste Größe in der norwegischen Folk-Szene, weniger bekannt ist zumindest hierzulande sein Großvater Hans W. Brimi (1917-98). Dieser war ein großer Volksmusik-Fiedler, er sammelte traditionelle Stücke aus Lom und Ottadalen und schrieb selbst eine ganze Reihe Stücke.

Aslak O. Brimi hat nun als Erbe dieses musikalischen Schatzes eine Hommage-CD aufgenommen, dafür haben eine ganze Reihe bekannter Musiker der neuen norwegischen Folk-Szene beigetragen. Man hört hier das Gjermund Larsen Trio, Astrid Sulheim, die Duos von Nils Økland / Sigbjørn Apeland, Erlend Viken / Aslak O. Brimi und einige Solisten an Violine und Akkordeon. All das ist von hoher Güte, sowohl die Stücke wie die Interpretationen. Da hätte der Großvater sicher seine helle Freude gehabt.

Damit nicht genug: als Bonus-CD ist eine Wiederveröffentlichung von Originalaufnahmen von Hans W. Brimi beigefügt, die unter dem Titel »Hyljarhildring« 1987 herauskam. 19 Stücke mit Brimis Fiedel – man kann den damals 70-jährigen fast vor sich sitzen sehen. Überschneidungen mit den Stücken der neuen Interpretationen gibt es nicht. (tjk)



Siehe auch:
Erlend Viken / Aslak O. Brimi
Gjermund Larsen Trio

Nils Økland & Sigbørn Apeland


 Verschiedene: W. – Musikk Av Hans W. Brimi

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Verschiedene (Kirkelig Kulturverksted): 40 Years' Credibility
( 4 CDs, 2014, Kirkelig Kulturverksted /Musikkoperatørene FXCD400 ) - Norwegen

Kinder, wie die Zeit vergeht! Zehn Jahre nach dem letzten Jubiläumssampler (»30 Years' Fidelity«) ist es schon wieder so weit: die Kirkelig Kulturverksted (KKV), Norwegens älteste Plattenfirma, feiert bereits vierzigjähriges Jubiläum! Zu diesem Anlass erscheint, nach dem Fokus auf Klangqualität vor zehn Jahren, gleich eine 4-CD-Box mit einer thematisch strukturierten Reise durch die Labelgeschichte. Jedes Jahrzehnt wird mit einem Motto überschrieben, was die Philosophie und Bedeutung der KKV prägnanter zusammenfasst als mit jeder Plattenkritik in 2000 Zeichen: Die Jahre 1974 bis 1983 stehen unter dem Leitsatz »Verweigern von Trennungslinien zwischen dem Geistlichen und dem Profanen«; natürlich finden wir dort bereits die KKV-typische Kreuzung aus Kirchenmusik, norwegischer Volksmusik und (teilweise gesprochenen) Texten, sowie punktuell Einflüssen aus ferneren Ländern. Sondre Bratland, die Ryfylke Visegruppe, Agnes Buen Garnås oder Ragnar Vigdal sind hier unter Erik Hillestads Produktion anzutreffen.

Das Jahrzehnt 1984 bis 1993 ist treffend überschrieben mit »Traditionen aufrecht erhalten, indem sie gebrochen werden«. Natürlich tauchen hier die Klassiker wie Knut Reiersrud, Kari Bremnes und Ketil Bjørnstad auf, aber auch manche Neu- oder Widerentdeckung wie Hildegunn Riise und Edvard Hoem. 1994 liegt auch schon wieder zwanzig Jahre zurück — man mag es kaum glauben. Bis 2003 werden wir »In den Osten und den Westen und rückwärts und vorwärts in der Zeit« herumgeschickt; so treffen wir hier auf Reiersruds Reisen nach Westafrika und zum Mississippi, auf deutsche Melodien zwischen den Weltkriegen, auf Acid Queens Kreuzung von Techno und Musik aus Tansania sowie auf Katia Cardenal aus Nicaragua, die Alf Prøysens Texte in spanischer Übersetzung singt.

Im letzten Jahrzehnt hat sich die (Musik-)Welt ohnehin insoweit globalisiert, als KKVs Ansatz bereits Allgemeingut geworden ist. 2004 bis 2013 stehen folglich unter der »Herausforderung des Antagonismus zwischen dem Osten und dem Westen«. Die Musik der vierten CD wirkt gleichwohl wie ein Angebot zur Versöhnung mit der Jakobsmesse von Karoline Krüger und Erik Hillestad, den »Liebesduetten über Zivilisationen hinweg« in Farsi und Englisch, verschiedenen multinationalen Zusammenarbeiten, aber auch dem intimen Songwriting von Ellen Sofie Hovland.

Eine durchweg tief berührende Sammlung dieser norwegischen Institution, dem Lebenswerk Erik Hillestads. Selbstredend mit informativem Booklet. (ijb)



Mehr CDs von Verschiedene (Kirkelig Kulturverksted)



Siehe auch:
Erik Hillestad
Anita Skorgan

Ole Paus

Sondre Bratland


 Verschiedene (Kirkelig Kulturverksted): 40 Years

Offizielle Website

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Stein Versto: Urjen
(2011, Norcd NORCD 1106 ) - Norwegen

Den einen ist es der schönste Klang der Welt, den anderen ist es reinste Katzenmusik: die Hardanger-Fiedel, norwegisch hardingfele. Stein Versto, 1957 in Vinje in Telemark geboren, ist jedenfalls ein Großmeister, er spielt kraftvoll und versiert – ein Spielmann im besten Sinne des Wortes. Sein ganzes Leben hat er diesem norwegischen Nationalinstrument gewidmet, nebenbei als Übersetzer gearbeitet und auch Bücher geschrieben.

Natürlich ist Verstos Musik sehr traditionell, aber das macht auch den Reiz aus. Die Stücke stammen von den Brüdern Olav und Eivind Groven aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die stammten auch aus Vinje und haben viele Stücke komponiert. Auf Begleiter hat er verzichtet, die 17 Stücke schafft er auch allein. Eine nahezu unverzichtbare CD für Freunde der Hardanger-Fiedel, für alle anderen ist es – aber das hatten wir ja schon. (tjk)

Stein Versto: Urjen

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Villu Veski & Tiit Kalluste: Sounds Of The Nordic Islands - Põhjala Saarte Hääled
(1998, Orbital Vox Studios OVRCD002 ) - Arctic Area

Jan Garbarek? Nein, aber man hört, dass Saxofonist Villu Veski sein Vorbild sehr genau studiert hat – die gleichen vollmundigen, aus Volksliedern stammenden Melodien, der gleiche scheinbar aus dem dem Nichts kommende Ton und die wie bei Garbarek vorhandene Vorliebe für in sich gekehrte musikalische Meditationen. Vollends zutage tritt die Garbarek-Verehrung dann beim dritten Song: »Molde Canticle« ist einer der großen Ohrwürmer des Norwegers, der hier in der reduzierten Form – Saxofon und Akkordeon – durchaus Sinn macht.

Im Duo beackern die aus Estland stammenden Villu Veski und Tiit Kalluste Liedgut von Gotland, den Färöer Inseln, den Åland-Inseln und den Inseln Estlands. Sie gehen dabei äußerst behutsam vor. Die 11 Songs entfalten im Laufe des Albums eine so starke hypnotische Sogwirkung, dass man sich nach dem letzten Ton ausgespuckt fühlt wie ein Kinozuschauer, der nach einem bewegenden Film ins Freie torkelt. Und, ja, als Soundtrack eignet sich ihre Musik natürlich bestns. Eimzuordnen: direkt neben Jan Garbareks »I TOOK UP THE RUNES«. (peb)



Siehe auch:
Jan Garbarek

Villu Veski: Sounds Of The Nordic Islands - Põhjala Saarte Hääled

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Vesselil: [o.T.]
(2018, GO´Danish Folk Music GO 1318 ) - Dänemark

Benannt haben sie sich nach einer jungen Frau aus einer dänischen Ballade, die sich geweigert hat, ihre Träume und Wünsche für Gold zu verkaufen: Das Trio Vesselil besteht aus Elisabeth Dichmann (Violine), Clara Tesch (Violine und Viola) und Maja Aarøe Freese (Cello), den Gesang übernehmen alle drei. Mit Stimmen und Streichinstrumenten hübschen die drei Damen aus Dänemark ein paar traditionelle Lieder aus ihrer Heimat, Schweden und Belgien ordentlich auf.

Klanglich sind sie natürlich recht nahe am »klassischen« Streichertrio, aber Vesselil klingen frisch, kraftvoll, elegant und verspielt – und das ist schließt sich keineswegs aus! Sie stellen die Traditionals neben eigene Kompositionen, das gibt einen schönen Kontrast, passt dennoch gut zusammen. Verglichen mit der instrumentalen Virtuosität hat der Gesang noch Luft nach oben, aber Vesselil bringen eine neue Farbe in die dänische Folk-Szene. (tjk)

 Vesselil: [o.T.]

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Heike Vester / Ocean Sounds: Marine Mammals and Fish of Lofoten and Vesterålen
(2009, Gruenrekorder 066 | 4260185962012 ) - Norwegen

An dieser Stelle müsste man einmal darüber nachdenken, zu welchem Genre die Gesänge von Säugetieren zu zählen sind. Logischer- und konsequenterweise ergibt (zumindest von unseren Schubladen links) allenfalls »Folk« einen Sinn, da die Lieder doch seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben werden, wie auch die traditionelle Musik in verschiedenen Ländern lange Zeit ausschließlich überliefert wurde – und häufig noch immer wird. Man täte den Tieren doch unrecht, kategorisierte man ihre Musik als »Avantgarde« oder »Pop«.

In Form von Tonaufnahmen bilden Gesänge von Meeressäugern eine kleine Sektion innerhalb der ohnehin schon sehr kleinen Abteilung »Musik von Tieren«. Nur eine vergleichsweise winzige Hörerschaft kennt sich überhaupt mit den unterschiedlichen Ausdrucksformen und, ähm, Stilen der Ozeanbewohner aus. Eine besonders engagierte und kenntnisreiche Person in jener Gruppe ist die 1969 geborene Deutsche Heike Vester, die in Berlin Biologie studierte, bevor sie Ende der 1990er nach Nordnorwegen migrierte und sich an der Universität in Tromsø auf arktische Biologie und Physiologie spezialisierte. In Folge ihrer Tätigkeit als Walbeobachterin gründete sie 2005 das Projekt »Ocean Sounds«, das sich der Forschung und Bewahrung von Walen und Delfinen sowie ihrer Ökosysteme widmet, in Form einer ungewöhnlichen Verknüpfung von Bildungsarbeit, Kunst und Tourismus.

Heike Vester beschäftigt sich unter anderem mit der Unterwasserakustik unserer Meere. Dazu zählt neben der natürlichen auch die durch den Menschen verursachte, beispielsweise die bei der Suche nach Öl und Gasvorkomen entstehenden, für die Unterwasserwelt eher schädlichen Geräusche. Ihre CD, die beim auf Field Recordings und Naturgeräusche fokussierten Label Gruenrekorder erschien, lädt uns in elf Segmenten in die Ozeanwelt der nordnorwegischen Inselgruppen Lofoten und Vesterålen ein. Die Stücke sind von sehr unterschiedlicher Länge. »Schwertwale bei der Karusselljagd, Tysfjord« oder »Rufende Grindwale, Vestfjord, vor Skrova« etwa lässt uns fast acht Minuten lang an der Welt dieser Säuger teilhaben, und die Erläuterungen im Beiheft sind dabei von großem Nutzen.

»Schwertwal-Laute nach dem Fressen, Tysfjord« hingegen beschränkt sich auf 30 Sekunden. »Riesenhai und Makrelen fressen Plankton, Vestfjord, direkt vor Hennigsvær« auf gut eine Minute. Auch irritierend ist die Reihenfolge der Aufnahmen; Seehunde, Haie, »Akrobatische Atlantische Weisseitendelfine« und diverse Wale und ihre Aktionen sind nicht ganz einleuchtend angeordnet. Aber vielleicht gibt es dafür ja ganz einfache Erklärungen. Hörer, die Walgesänge als Entspannungs- und Meditationsmusik suchen oder Liebhaber komplex nachbearbeiteter bzw. kombinierter Feldaufnahmen werden aufgrund des sehr naturalistischen Klangbilds, zu dem wie bereits erwähnt auch von Menschen erzeugte (Stör-)Geräusche wie Bootslärm zählen, nicht auf ihre Kosten kommen. »Marine Mammals and Fish of Lofoten and Vesterålen« ist, wie der Titel andeutet, eher akustisches Ergebnis von Forschungsreisen als Natur-Klangcollage. (ijb)



Siehe auch:
Angélica Castelló
Hafdís Bjarnadóttir

Jana Winderen


Heike Vester / Ocean Sounds: Marine Mammals and Fish of Lofoten and Vesterålen

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Vihreä Palma: Kuu Ja Korkokängät
(2005, Alba ABCD 208 ) - Finnland

Der Idee zu diesem Projekt liegt Kirsi Poutanens Liebe zum westlichen Mittelmeer und den Filmen von Pedro Almodóvar, insbesondere der darin erklingenden Musik, zugrunde. Mit dem Akkordeonisten Juha Mäntylä fand die Chanteuse Poutanen den ersten Gleichgesinnten, dazu kamen Hannu Rantanen am Kontrabass und Timo Seppänen an der Gitarre – schon war Vihreä Palma geboren. Die Musik der Band atmet Spanien, mit einer guten Portion Chanson, einem Hauch Fado und deutlichen Jazz-Einflüssen: Bei der Qualität der Musiker kein Wunder.

Ein paar Songs sind ins Finnische übertragene Klassiker aus Spanien, etwa der Opener »Kuun Valo« (»Luz De Luna«) oder »Hopeinen Kuu«, das ursprünglich »Guarda Che Luna« heißt. Der Mond (finn. kuu) und dessen Symbolhaftigkeit in Liebesdingen spielt also eine große Rolle in den Stücken, auch die High Heels kommen zu Ohr: »Punaiset Korkokengät«, also rote High Heels, ist ein Duo der Sängerin mit Rantanen und eine der durchweg sehr gelungenen Eigenkompositionen von Vihreä Palma. In »Kun Kohtalo« hört man Rantanen an der Tuba; gelegentlich kommen Gäste an Violine oder Percussion hinzu sowie Risto Salmi, dessen Saxophon mehrere Stücke veredelt. Tolle Sängerin, hochkarätige Band und ganz feine CD. (tjk)



Siehe auch:
Kirsi Poutanen
Värttinä


 Vihreä Palma: Kuu Ja Korkokängät

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Erlend Viken & Trio: Frie Tøyler
(2014, Heilo /Grappa LC 12661 ) - Norwegen

Mit Aslak Brimi hat er diverse Preise gewonnen, auch bei uns kam ihre Duo-CD sehr gut an. Nun hat der Violinist ein neues Trio gegründet, das man getrost als »Power Trio« der norwegischen Folk-Szene bezeichnen kann. Mit Juhani Silvola hat Viken nämlich einen Gitarristen, der mit der akustischen schon kräftig tönt, sich aber vor allem nicht scheut, auch die elektrische Gitarre einzusetzen. Beide spielen übrigens zusammen in der »Earlybird Stringband« Bluegrass - das hört man. Dritter im Bunde ist der Cellist Jonas Bleckman, auch er ein Virtuose und Klangästhet.

Nur wenige Traditionals schafften es auf diese CD, kein Wunder bei den kompositorischen Fähigkeiten Vikens. Dieser steht zwar auf volksmusikalischen Füßen, Kopf und Herz sammeln aber Inspiration von überall her. Überraschend gut passt seine norwegische Fiedel zu den Americana-ähnlichen Sounds von Silvola: Das lange »Etterdagen« steht dafür exemplarisch. Und nochmal Silvola: er kombiniert das überlieferte »Far Verden, Farvel« mit seiner Komposition »Högsäter« und lässt seine Gitarre prächtig klingen – als würde Bill Frisell den »Dead Man«-Soundtrack von Neil Young spielen. Das Trio besticht gerade in den längeren Stücken mit Improvisationen: Erlend Viken zeigt, wie modern und spannend neuer norwegischer Folk sein kann. (tjk)



Siehe auch:
Aslak O. Brimi & Erlend Viken
Juhani Silvola

Silvola & Summers


Erlend Viken: Frie Tøyler

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