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Lange Rezensionen 556 - 560 von 567 im Genre »Folk« (insgesamt 895)

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Ylja: Ylja
(2014, BESTE! UNTERHALTUNG /Broken Silence BU056 ) - Island

Weniger ist mehr! Ylja, das musikalische Projekt der beiden Schulfreundinnen Gígja Skjaldardóttir und Bjartey Sveinsdóttir aus Reykjavík, setzt auf seinem selbst betitelten Debütalbum auf bewusste Zurückhaltung und schlichte Schönheit. Das Quintett um die beiden Sängerinnen zelebriert zarte rauchblaue Songs entlang der Grenze von Americana-Folk und verträumtem Balladenpop. Stimme und Akustik-Gitarren: Mehr braucht es hier nicht, um ein feines Lagerfeuerchen anzünden, an dem man sich wohlig wärmen kann. Mitunter klingen Ylya so wie die stilleren kleinen Schwestern der schwedischen Folk-Troubadourinnen First Aid Kit.

Wer nun denkt, dass hier bloß verhuschte Träumerinnen am Werk sind, der hat sich getäuscht: Zum Live-Repertoire von Ylja gehört eine hinreißende Cover-Version von Daft Punks Überhit »Get Lucky«. Den eigenen Stil beschreiben Ylja übrigens sehr treffend als »akustischen Pop«. Inspirieren lässt man sich übrigens von der überwältigenden isländischen Natur - und dem wilden Atlantik! Dasss die junge Band auf dem Erstling ausschließlich auf isländisch singt, tut dem Verständnis übrigens keinen Abbruch: Dass es im beschwingten und zärtlichen »Á Rauðum Sandi« um den allzu kurzen isländischen Sommer geht, erschließt sich auch ohne Kenntnis der Landessprache: Man sieht geradezu die Elfen dazu tanzen! (emv)



Siehe auch:
First Aid Kit

 Ylja: Ylja

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Laila Yrvum: Langs Veien
(2012, Heilo HCD7242 ) - Norwegen

Laila Yrvum ist auf ihrem ersten Soloalbum in eine altbekannte Falle getappt: Sie hat sich viel zu viel vorgenommen! Die Sängerin, in ihrer Heimat die wohl wichtigste musikalische Repräsentantin der Traveller-Kultur der Roma, will auf »LANGS VEIEN« in 14 Songs durch Vielseitigkeit glänzen und geht auf der Strecke auf zahlreichen Nebenpfaden verloren. »Na, was wollen Sie denn nun wirklich, Frau Yrvum«? möchte man ihr fragend zurufen. Los geht es mit »Barndom« , einem A-Capella-Stück mit Kinderchorbegleitung, das gut und gerne auch auf einer Gewerkschafts-Kundgebung intoniert werden könnte. Und damit ist nur der Auftakt gemacht durch eine Reise, die zwischendurch den Schlager streift (»Livets Karrusell«), mit dem Bossanova-Pop flirtet, dem verlangsamten Tango huldigt und leise jazzige Anklänge pflegt. Dass die Sängerin mit Wonne auf bluegrassigen Americana-Folkweiden verweilt und die Slide-Gitarrw schluchzen lässt, ist vielleicht die einzige Konstante, die sich hier finden lässt.

Heimelig und harmonisch geht es hier zu. Aber leider auch harmlos. Trotz all der Genre-Hüpferei scheut sich Yrvum tunlichst davor, irgendwo anzuecken. Die grundsympathische Sängerin schafft, unterstützt von kundigen und einfühlsamen Begleitmusikern wie Tom S. Lund an der Gitarre ein Wohlfühl-Universum, in man auf angenehme Art verweilen mag. Aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt sie nicht. Eigentlich schade! (emv)

Laila Yrvum: Langs Veien

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Zar: Der Brænder En Ild
(2008, Eigenverlag /Gateway ZAR0308 ) - Dänemark

Sie gehören zur Speerspitze junger dänischer Folktalente: Das hochgelobte Quintett Zar demonstriert mit dem Album Nummer 3, dass Folklore modern und mitreißend ausfallen kann, wenn sie sich nicht hermetisch abschottet, sondern den Austausch sucht. So ging die Truppe um Sängerin Sine Lahm Lauritsen diesmal für die Aufnahmen nach Nashville/Tennessee in das Studio von Gary Paczosa, der auch schon mit Country-Ikonen wie Alison Krauss oder Dolly Parton arbeitete.

Obwohl der Klang etwas muffig ausfiel, tritt der weltoffene Ansatz von Zar sehr schön zutage: Feurige Bluegrass-Tanzlieder, fast Pop-verwandte Balladen, jazziger Swing und Singer/Songwriter-Besinnlichkeit reichen sich die Hand zum fröhlichen Reigen. Außerdem hat in den Traditionals trotz des dänischen Ursprungs ganz offensichtlich die gemütliche Lässigkeit der amerikanischen Südstaaten-Folkmusic abgefärbt. (peb)

 Zar: Der Brænder En Ild

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Zenobia: Fra Fynske Kyster
(2013, GO‘ Danish Folk GO 0713 ) - Dänemark

Ganz dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931) haben sich die Sängerin Louise Støjberg, die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen und die Pianistin Charlotte Støjberg gewidmet – ganz, weil sie fast in jedem Konzert ein Stück des bekanntesten dänischen Klassikers spielen. Nielsen wiederum ist in der dänischen Musik allgegenwärtig, seine Lieder werden in der Schule, in Kirchen und bei allen möglichen Gelegenheiten gesungen.

»FRA FYNSKE KYSTER« haben Zenobia die CD genannt, von den Küsten Fünens also. Nielsen stammte von Fünen, die dänische Volksmusik war ihm zeitlebens ein großer Einfluss. Das Trio erweitert das Klangspektrum behutsam mit verschiedenen Gästen an Bass, Gitarre, diversen Streich- und Blasinstrumenten. Zenobia bleibt dennoch Zenobia, dafür sorgt nicht zuletzt Louise Støjberg mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Die Lieder von Carl Nielsen werden schön aufgefrischt, Zenobia biedern sich aber keineswegs an Popmusik an und bleiben sich treu, irgendwo zwischen Volksmusik und Kammermusik. Nicht nur für Dänen ein Gewinn! (tjk)



Mehr CDs von Zenobia



Siehe auch:
Carl Nielsen
Danish Roots

Dwight Lamb, Jensen & Bugge

Kvasir


 Zenobia: Fra Fynske Kyster

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Kristofer Åström: From Eagle To Sparrow
(2012, Startracks /Indigo STAR 165133-2 ) - Schweden

Die Stimme und seine Songs sind das eigentliche Kapital des Schweden. Kristofer Åström, der einst als gestandener Rocker bei der Band Fireside auf sich aufmerksam machte, gibt schon lange den vom Leben geschundenen Cowboy, den Loner, der mit akustischer Klampfe, Mundharmonika und gebrochenem Herzen durch die Lande zieht. Der von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und den Fallstricken der Liebe erzählt und sein ganzes Leben lang rast- und haltlos zu sein scheint. Ob dieser Schein trügt? Keine Ahnung. Jedenfalls überzeugt Kristofer Åström – schwarzweiß fotografiert mit speckiger Jeansjacke und fettigen Haaren so wirkend, als hätte er einige Monate unter der Brücke genächtigt – als Underdog-Poet so sehr wie schon lange nicht mehr. Bob Dylan hätte sicher sein letztes Hemd dafür gegeben, wenn er so eine Stimme gehabt hätte.

Zuletzt war es vielleicht 2004, als der schwedische Singer/Songwriter unsere Herzen mit dem resigniert-reduzierten Solo-Opus »LOUPITA« so bittersüß von innen her erwärmte und gleichzeitig so unerfüllt zurück gelassen hat. Nebenbei bemerkt: Auf genau jene CD, die anscheinend eine zentrale Rolle für den einsamen Wolf spielt, verweisen auch die zwei Instrumental-Tracks »Loupita #5« und »Loupita #6«. Wem der nasskalte Winter schon auf's Gemüt schlägt, dem wird »FROM EAGLE TO SPARROW« den perfekten Soundtrack dafür liefern. (peb)



Mehr CDs von Kristofer Åström


Zum Artikel über Kristofer Åström

Kristofer Åström: From Eagle To Sparrow

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