Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1021 - 1030 von 1053 im Genre »Jazz« (insgesamt 1684)

Weiter

Zur letzten Rezension

Zeige   5 | 10 | 20 | alle   Rezensionen auf einer Seite

Nach oben

Torben Westergaard: Heart Tunes
(2018, Eigenverlag) - Dänemark

Ganz schön verträumt! Und unbedingt tiefenentspannt: Der dänische Jazzmusiker Torben Westergaard bewegt sich auf seinem zwölften Album »HEART TUNES« in den weiten Grenzlanden zwischen Jazz-, Tropicana-, Ambient- und anspruchsvoller Meditationsmusik. Ganz klar: zu diesen sanft mäandernden, größtenteils instrumental eingespielten Tönen lässt es sich bestens tagträumen. Dem Ohr schmeicheln, ohne dass es in beliebigen Durchschnitts-Kitsch ausartet: das ist eine Kunst, die seit Jahrzehnten in der dänischen Musikszene beheimatete Westergaard beherrscht, der hier an Bass, Gitarre und Vocals zu hören ist. Hat Musik eine heilende Kraft? Torben Westergaard würde diese Frage sicher bejahen!

Esoterik-Hasser und Rammstein-Fans werden sich mit Grausen abwenden, doch wer auf eine blaue Stunde seine Seele baumeln lassen will, der ist hier richtig. Und wer genau hinhört, erkennt: Ganz so simpel, wie sie scheinen, sind diese ruhigen, angenehm zurückgenommenen kleinen Stücke nicht. Die komplexen, jazzigen Strukturen der Vorgängeralben aber hat der vielseitig interssierte Meister hinter sich zurück gelassen. In der Ruhe liegt die Kraft. (emv)



Siehe auch:
Dørge / Westergaard / Sorey

Torben Westergaard: Heart Tunes

Nach oben

The White Nothing: About Time
(2011, ILK /Challenge Records Internationa ILK174CD ) - Dänemark

Seine Band »The White Nothing« zu nennen ist ja schon mal eine Ansage. Und wenn ein knapp zehnminütiges Stück dann »Patiently, patiently« heißt, hat man vermeintlich eine ganz gute Orientierung, was einen erwartet. Doch so einfach ist es nicht mit dem dem dänischen Pianisten Anders Filipsen. Immerhin, »ABOUT TIME« beginnt leise; eine zarte Bläserouvertüre, ein tastendes Klaviersolo, gefolgt von der erwähnten geduldigen – oder Geduld erbetenden – Komposition: Ein Strudel aus Windgeräuschen und vereinzelten Streichern umkreist »das weiße Nichts«. Eine geisterhafte Klanggestaltung, mehr (Alp-)Traum als Musik. Ligeti ist näher als Big Band Jazz.

Danach kehrt die Ouvertüre wieder, zu der sich nun die Sängerin Elena Setién Yeregui gesellt. Lange mag man nicht so recht glauben, dass The White Nothing eine Gruppe aus neun Musikern ist. Erst bei Nummer fünf, »Sdfec«, setzt zaghaft, gar suggestiv das Schlagzeug ein, während Filipsens Piano drei Töne, die Andeutung einer Melodie scheinbar endlos minimal variiert, uns in einen benebelten Zustand entführt, und sich langsam die vier Bläser exaltierter geben, im Bemühen, mit steigerndem Nachdruck diesen Sog, diese Stille zu zerlegen und ins atonale Chaos zu stürzen. Nein, wohl eher ins »Delirium«, wie ein bald darauf folgendes Stück treffend benannt ist. Bevor »Sdfec« in Gefahr gerät, selbstzweckhaft zu chargieren, endet es auch schon. Ein Kunststück. Die Zeit verfliegt, und immer wieder bleibt das Gefühl zurück, noch immer nicht alles gehört und begriffen zu haben. Ebenso geht es in der zweiten, volltönenderen, melodischeren Hälfte der CD weiter, bevor uns schließlich, ganz am Ende das nahezu bluesige Schlaflied »Little Boy« erwartet, gesungen von Anders Filipsen selbst.

Eine anfangs irritierende, aber bald packende Vereinigung Neuer Musik, geräuschhafter Avantgarde und mitreißend improvisiertem Jazz. Ambitioniert aus dem Fenster gelehnt – doch auf voller Strecke gelungen. Und der Titel »ABOUT TIME« passt mit erstaunlicher Raffinesse. (ijb)



Siehe auch:
The Black Nothing
Stork

LoFi (lohr/filipsen) feat. Jeppe Højgaard

Travelling Tribes


The White Nothing: About Time

Offizielle Website

Nach oben

Joonas Widenius & Trio: New Nordik Sagas
(2020, Rockadillo Records /Nordic Notes ZENCD 2173 | NN 136 ) - Finnland

Joonas Widenius bleibt sich treu: Was als erster Klang auf dem Erstling das Anlassen des Motors eines Traktors war, ist nun ein Gewitterdonner – Überraschungen machen immer neugierig auf das, was kommt. Widenius hat sich und seine Musik ganz gewaltig weiterentwickelt: Natürlich steht seine akustische Gitarre im Zentrum, vielleicht sogar noch etwas mehr als bisher. Aber er ist vom Flamenco etwas abgerückt, benutzt diese Gitarren-Spielart eher als Stilmittel denn als Abendfüller.

Widenius beschäftigt sich hier mit »neuen nordischen Sagen«, die er freilich auf überlieferten fußen lässt und kompositorisch mit einem weiten musikalischen Spektrum in Klang umsetzt. Dazu trägt sicher auch Produzent Colin Bass bei, den man von Camel oder »3 Mustapha 3« kennt. Widenius hat sich stilistisch erweitert: Schon »Blues Walhalla« spielt mit selbigem, »Modern Saga« ist moderne akustische Gitarrenmusik – man hört Einflüsse aus Rock, Jazz und aller Welt. Beim »Northern Fandango« macht er doch wieder Halt beim Flamenco – um diesen in den folgenden Stücken gleich wieder weit weg zu schieben, aber immer wieder zu zitieren. »Nemus Tale« spielt er solo, in »Rahko« erweist er sich als großer Melodiker. Ein Höhepunkt ist sicher »Nyakva«, mit knapp acht Minuten auch das längste Stück – hier laufen er wie auch sein personell unverändertes Trio zu Höchstform auf: Hannu Rantanen am Bass und Karo Sampela an diversen Percussion-Instrumenten sorgen für ein hier dichtes, dort luftiges Fundament, halten sich jedoch solistisch leider ziemlich zurück. Wie dem auch sei: »NEW NORDIK SAGAS« ist großartige moderne akustische Gitarrenmusik mit dem Standbein im Flamenco und dem anderen, dem Spielbein, überall zu finden - abwechslungsreich und spannend ist diese CD durchgehend. Im »Epilogue« kommt sogar noch Teemu Viinikainen als Gast vorbei. (tjk)



Mehr CDs von Joonas Widenius & Trio



Siehe auch:
Värttinä
Teemu Viinikainen

Iiro Rantala

Ilkka Heinonen Trio


Joonas Widenius: New Nordik Sagas

Offizielle Website

Nach oben

Anders Widmark & Sara Isaksson: Anders Widmark feat. Sara Isaksson
(2003, Emarcy /Universal 067.941-2 ) - Schweden

Nach dem Erfolg, den Norah Jones mit ihrem Brückenschlag zwischen Jazz und Pop feierte, müssten Anders Widmark und Sara Isaksson auf weit offene Ohren stoßen. Hoffentlich! Denn was die beiden Schweden – mal solo, mal dezent begleitet von Band, Streichern und Bläsern – zu Gehör bringen, lässt Frau Jones und Konsorten recht alt aussehen.

So glänzt Widmark mit wahrhaft brillanten Songs und schwerelos-eleganter Piano-Begleitung, immer ein wenig traurig und manchmal an die Leichtigkeit von Keith Jarretts Köln-Konzert erinnernd. Sara Isaksson muss da nicht mehr viel dazu tun: Sie erhebt ihre flehende Stimme, und schon ist der Genuss perfekt. Musik für alle Pop-Gourmets, denen Joni Mitchell zu elegisch und Sting zu weltfremd musiziert. Eine CD zum Immer-wieder-hören. (peb)



Siehe auch:
Anders Widmark
Verschiedene: Konst & Ramar

Lars Halapi


Anders Widmark: Anders Widmark feat. Sara Isaksson

Nach oben

Anders Widmark: Carmen
(2001, Polar /Universal 159.753-2 ) - Schweden

Gewiss – Georges Bizets »CARMEN« ist oft genug abgenudelt wie vielfältig zitiert und noch mehr verstümmelt worden, und vermutlich gibt es bestimmte Standardmelodien längst als Klingeltöne, um die Menschheit zu quälen. Aber es gibt immer auch Überraschungen! Denn wie angenehm ist es, sich durch Widmarks Bearbeitung dieses Klassik-Klassikers zu hören. Recht hart und kurz schlägt er das Klavier an und umgeht somit sogleich einer wesentlichen Gefahrenquelle: übertrieben mollig der angelegten Sentimentalität des Stoffes zu folgen.

So aber kann man plötzlich sogar den bekannt(est)en Weisen folgen, deren innere Dramatik und Eingängigkeit wieder frei liegt. Manchmal auch ist eine rechte Spottlust zu spüren, wenn Widmark sattsam vertraute Tonfolgen übertrieben deutlich anspielt – und sich langsam davon stiehlt, um das Feld dem Jazz und seinem abstrakten Potenzial zu überlassen. Lobens-, da mehr als erwähnenswert sind auch Widmarks Mitstreiter wie Lars Danielsson am Bass und auch der beherzte Schlagzeuger Lennart Gruvstedt, der ganz Widmarks ruppiger Spielweise folgt und sie damit noch unterstreicht. (frk)



Siehe auch:
Anders Widmark
Lars Danielsson


Anders Widmark: Carmen

Offizielle Website

Nach oben

Tobias Wiklund: Where The Spirits Eat
(2019, Stunt /In-Akustik STUCD 19012 ) - Grenzgänger

2017 konnte man, wenn man aufmerksam war, Tobias Wiklund an der Trompete auf dem grandiosen Album »IN THE BEGINNING« von Kira Skov und Maria Faust entdecken. Aber auch an der Trompete in Niels Lyhne Løkkegaards Minimalismus-Epos »SIKORSKI«, in Maria Fausts Band »Jazz Catastrophe«, in der DR Big Band und am Kornett in Snorre Kirks Band war der aus dem schwedischen Gävle stammende, seit langem in Kopenhagen beheimatete Jazzer zu erleben. Mit diesem aufwendig und geschmackvoll gestalteten Debüt bei Stunt, dem Kopenhagener Label für Jazz mit Gütesiegel, stellt der 32-Jährige nun ein schönes Programm mit zehn Eigenkompositionen und zwei Nummern seines Helden und ersten musikalischen Inspirationsgebers Louis Armstrong (»Song Of The Vipers« und »Weather Bird«) vor.

Und dieser Verweis auf die Jazzhistorie stellt bereits klar, dass Wiklund, der hier durchweg das Kornett spielt und mit einer gewandten Band dänischer Kollegen (Pianist Simon Toldam und Bassist Lasse Mørck) sowie seinem Landsmann Daniel Fredriksson am Schlagzeug musiziert, eine besondere Vorliebe für melodischen Jazz (ganz) alter Schule hegt, bis hin zum »Bop«. Neben Armstrong verweist er auch auf Kenny Wheeler als Einfluss, und damit zeigt sich direkt, was »WHERE THE SPIRITS EAT« so frisch und zeitlos macht: Wie Wheeler und so mancher Trompeter wie Enrico Rava oder Avishai Cohen auf ihren vorrangig großartigen ECM-Alben gelingt es auch Wiklund, eine Jazzband »alter Schule« ganz gegenwärtig und vollkommen unverstaubt klingen zu lassen – und das selbst dann, wenn er ganz unverblümt auf ganz heitere (gestopfte) Weise die New-Orleans-Tradition des Swing im siebenminütigen, famosen »Dancing to the Drum of no Conscience« aufgreift und in die Gegenwart herüberholt. Mit dieser Band und dem überaus charmanten Programm lädt Tobias Wiklund zu einer mitreißenden Tour durch die populäre Jazzgeschichte ein, womit er doch der eine oder andere Musikfreund zum Eintauchen und Entdecken begeistern dürfte. (ijb)



Siehe auch:
Kira Skov / Maria Faust
Simon Toldam Trio

Lasse Mørck

Niels Lyhne Løkkegaard


Tobias Wiklund: Where The Spirits Eat

Offizielle Website

Nach oben

Nicole Willis & UMO Jazz Orchestra: My Name Is Nicole Willis
(2017, Persephone) - Finnland

Diesmal hat sich die Göttin des finnischen Soul eine opulente Umgebung gegönnt: Kein geringeres als das UMO Jazz Orchestra, eine der renommiertesten Big Bands Europas, bietet den angemessenen Background für die amerikanische Sängerin, die seit langem mit Ehemann Jimi Tenor in Helsinki lebt.

Natürlich ist das UMO Jazz Orchestra ein grandioser Klangkörper, der der charismatischen Ms. Willis einen perfekten Background bietet: die Rhythmusgruppe groovt soulig, die Bläser umschmeicheln mal sanft, mal kräftiger die dunkle Stimme der Sängerin. Obendrein sorgt der Soul Investigators-Gitarrist Pete Toikkanen für Farbtupfer. Arrangeur Jimi Tenor und Dirigent Mikko Pettinen verzichten weitgehend auf instrumentelle Soli, die Big Band steht deutlich im Dienste von Nicole Willis – schade, damit hätte man die Arrangements noch aufwerten können. Auch zünden nicht alle Songs gleich beim ersten Mal, man entdeckt aber beim mehrfachen Hören viele Details. Und ein paar grandiose Songs gibt es auch: »Haunted By The Devil« ist herrlich morbide, »One In A Million« lockt auf die Tanzfläche, das folgende »Do The Watusi« zwingt förmlich dorthin. Schön elegisch hingegen kommt »No Child Denied«. (tjk)



Siehe auch:
UMO Jazz Orchestra
Nicole Willis

Cola & Jimmu

Nicole Willis & The Soul Investigators


Nicole Willis: My Name Is Nicole Willis

Offizielle Website

Nach oben

Kathrine Windfeld & Big Band: Latency
(2017, Stunt STUCD 17062 ) - Dänemark

Die 1984 geborene Kathrine Windfeld brach wie ein Wirbelwind über die beschauliche dänische Jazz-Szene herein, als sie 2012 mit ihrer ersten Version einer Big Band von ihrem Studiumsort Malmö in Schweden auszog, das Jazzpublikum zu begeistern. Sie spielte bei der Jazzahead in Bremen, bekam für ihre Big Band dort eine ganze Reihe Auftritte (was für Big Bands generell schwierig ist!) und überzeugte 2015 auch mit der ersten CD »AIRCRAFT« die Kritik so sehr, dass sie für die Kategorien »Album des Jahres« und »Komponist des Jahres« nominiert wurde. Zudem erspielte sie sich einen ständigen Montag im »Standard Jazz Club« in Kopenhagen, wo sie tourenden US-Stars wie Mike Stern deren Kompositionen für ihre Big Band arrangierte und natürlich auch mit ihnen konzertierte.

»LATENCY« ist nun der Nachfolger, und wieder macht Kathrine Windfeld das, was sie schon auf »AIRCRAFT« auszeichnete: Sie komponiert gute Stücke und schreibt feine Arrangements, die mit beiden Beinen in der moderneren Big Band-Tradition stehen und weit entfernt scheinen von Avantgarde oder freien Ausbrüchen. Dennoch ist Kathrine Windfeld keine reine Traditionalistin und bringt einen persönlichen Stil zu Papier, hat sich auch weiterentwickelt seit dem Debut. Windfeld und ihre Band swingen, sie lässt die Bläser vielfarbig agieren und den Solisten ihren Raum. Das wiederum sind junge Musiker aus Dänemark und Schweden, die sie teilweise im Studium kennengelernt hat, und die sich jetzt mit Power und Präzision einbringen. Kathrine Windfeld selbst spielt Piano und hat auch ein paar gute Soli auf der CD. Die beiden besten Stücke, »Wasp« und »Double Fleisch« hat sie mit Mads Sandberg zusammen geschrieben, da kommen etwas schrägere Rhythmen und harmonisch offenere Töne ins Spiel. Windfeld wird sicherlich nicht das Genre der Big Band entscheidend weiterbringen, aber sie und ihre Big Band muss man in der Landkarte der nordeuropäischen Big Bands in jedem Fall dick ankreuzen. (tjk)

Kathrine Windfeld: Latency

Offizielle Website

Nach oben

Jens Winther & European Quartet: Concord
(2005, Stunt /Sunny Moon STUCD 05122 ) - Dänemark

Freilich ist es Glück, dass seine Wahl-Musiker Zeit hatten – aber der sie rief, ist schließlich nicht irgendwer, sondern Jens Winther, seit Jahrzehnten Dänemarks Vorzeige-Trompeter und eine wichtige Stimme im europäischen Jazz. Hier hat er ein europäisches All Star-Quintett beisammen und mit diesem vor den Aufnahmen ausgiebig getourt – was der Musik ausgesprochen zugute kommt – das Quintett harmoniert prächtig.

Mit dem schwedischen Tenorsaxer Tomas Franck, deutlich von Coltrane beeinflusst, spielt Winther schon seit 25 Jahren; da ging der italienische Pianist Antonio Farao noch zur Schule – inzwischen ist er ein gefragter Youngster, ebenso Drummer Dejan Tercic, lange in München beheimatet. Direkt legendär der Bassist: Seit Ende der 60er sorgt Palle Danielsson bei amerikanischen wie nordeuropäischen Musikern für ein sicheres Fundament und feine Soli – hier freilich ebenso. Jens Winther selbst hat alle Kompositionen geschrieben, darunter ein paar ganz exquisite wie die Ballade »August«, das treibende »Supreme Love« und das Titelstück. Zudem setzt Winther besonders mit dem Flügelhorn absolute Glanzlichter. (tjk)



Mehr CDs von Jens Winther & European Quartet



Siehe auch:
Ole Matthiessen

Jens Winther: Concord

Offizielle Website

Nach oben

Winther-Storm: Flotsam
(2019, Norcd 1998 TWA Music 0718 ) - Grenzgänger

Einen Wintersturm, wie der Bandname heraufbeschwört, entfachen der Kontrabassist Thomas Winther Andersen und der Gitarrist Håkon Storm nun nicht gerade, dennoch ist »FLOTSAM« hörenswert. Nicht umsonst gewann die Band für eines der Vorgänger-Alben den »Independent Music Award«. Die Zusammenarbeit der beiden Norweger dauert schon über zwei Jahrzehnte; die Besetzung ihres Quartetts beruht darauf, dass Andersen seit einigen Jahren in Amsterdam lebt. Der Schlagzeuger Mark Coehoorn ist Niederländer, der Tenorsaxophonist Natalio Sued zog 2001 von Buenos Aires an die Grachtenmetropole.

Das Quartett ist gut eingespielt und kreiert einen interessanten Jazz zwischen Modern und Rock, mit Einflüssen von traditionelleren wie auch progressiveren Spielstilen. Die längeren Stücke weisen ein mehr komponiertes Gerüst und klare Melodien auf, die dazwischen gelegten kürzeren sind mehrmals freie Improvisationen. Bei Winther-Storm ergibt das allerdings kein beliebiges Sammelsurium, sondern ein schlüssiges Konzept, das nicht nur durch seine Variabilität überrascht und erfrischt: Alle vier sind natürlich Top-Musiker – allein Storm zu verfolgen, macht viel Vergnügen! (tjk)



Siehe auch:
Håkon Storm

 Winther-Storm: Flotsam

Offizielle Website

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1021 - 1030 von 1053 im Genre »Jazz« (insgesamt 1684)

Weiter

Zur letzten Rezension



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2020, Design & Programmierung: Polarpixel