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Lange Rezensionen 1041 - 1050 von 1053 im Genre »Jazz« (insgesamt 1684)

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ZAKS (Zeuthen, Anderskov, Kielsgaard & Skovbakke): Live at 5e
(2016, ILK 258CD ) - Dänemark

Nicht immer sind Musiker froh über eine Konzertaufnahme, die ohne ihr Wissen gemacht wird. Gerade begnadete Live-Interpreten bevorzugen es oftmals, die Entscheidung darüber, was jenseits der Einmaligkeit individueller Performances von ihren Auftritten konserviert wird, in der eigenen Hand zu behalten und zum Teil (wie etwa bei Prince) Liveaufnahmen rar zu halten, um das einzigartige Erlebnis zu schützen. Im vorliegenden Fall wurde das Abschlusskonzert des Kopenhagener ILK Jazzfestivals im Juli 2014, bei dem es sich um den ersten gemeinsamen Auftritt des Quartetts Zeuthen (sax), Anderskov (p), Kielsgaard (dr) und Skovbakke (b), kurz ZAKS, handelte, vom Tonmeister des Jazzclubs mitgeschnitten.

Als die Band die Aufnahme, angeblich zu ihrer eigenen Überraschung durch das Bemühen eines begeisterten Fans zugespielt bekam, schien ihnen die Performance einzigartig genug, um sie auf ihrem Label als Livealbum und ungekürztes Dokument des Konzerts zu veröffentlichen. Da die vier sonst als Teil des achtköpfigen Jazzorchesters Anderskov Accident unterwegs sind, rückte dieser Auftritt sehr viel stärker die improvisierten Anteile des zwischen komplexer Struktur und Freiheit changierenden Ensembles in den Fokus. Daher hinterlässt »LIVE AT 5e« einen ungewohnt konventionellen Eindruck innerhalb des sonst so progressiven und innovativen Œuvres von ILK. Es ist in diesem Quartett allerdings kein Leader auszumachen; die Stücke entstanden wohl komplett vor Ort. (ijb)



Siehe auch:
Anderskov Accident
Jesper Zeuthen, Jacob Anderskov, Anders Vestergaard

Mark Solborg 4+4+1

Henrik Pultz Melbye Trio


 ZAKS (Zeuthen, Anderskov, Kielsgaard: Live at 5e

Offizielle Website

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Zanussi Five: Alborado
(2006, Moserobie Music m.m.p. cd 049 ) - Norwegen

Der norwegische Kontrabassist Per Zanussi (Jg. 1977, der Nachname stammt von seinem italienischen Vater) gehört zu den profiliertesten seiner Zunft, vor allem wenn es um phantasievollen Jazz fernab des Mainstream geht. Das klappt auch mit seinem Ensemble Five sehr gut, kein Wunder bei den illustren übrigen vier: Per Oddvar Johansen sitzt am Schlagzeug, dazu kommen drei Saxophonisten mit Kjetil Møster, Rolf-Erik Nystrøm und Eirik Hegdal – allesamt Größen in der norwegischen Szene, entsprechend lassen sie ihre Hörner heulen, schluchzen, fiepen, schreien und tanzen.

Zanussi lässt sein Quintett eine sehr energetische, farbige und manchmal wilde Musik spielen, die ständig changiert zwischen schönen Melodien von fast romantischer Zärtlichkeit (»Solitude Amidst The Suns«), kakophonen Saxophonen und Energieeruptionen – das alles über Zanussis und Johansens Grooves: Auch die sind sehr variabel von statisch bis offen, mit Afro Beat-Einflüssen und rockigen Passagen (»Zoanthropy Part 1« - der 2. Teil ist ein herrlich wildes polyrhythmisches Konglomerat). In »Interlocutor« erfreuen sie sich sogar an ziellos-sinnfreien Klangexkursionen, Zanussi greift auch gelegentlich zur Singenden Säge. Das beste und längste Stück haben sie sich für den Schluß aufgehoben: »Asso Di Picche« ist ein ebensolches. Insgesamt ein aufregender Spaß! (tjk)



Siehe auch:
Per-Oddvar Johansen
Kjetil Møster

Eyolf Dale

Eirik Hegdal


 Zanussi Five: Alborado

Offizielle Website

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ZetaBoo: ZetaBoo
(1997, Texicalli Records TEXCD 004 ) - Finnland

Wunderbar! Es gibt CDs, die einen von der ersten Sekunde packen und nie, nie wieder los lassen, die einem im Ohr bleiben und im Gedächtnis herumschwirren, auch wenn man sie mal 3 oder 4 Jahre nicht hört – der Erstling von Zeta Boo ist genau eine dieser wenigen Werke.

Fast eine finnische All Star-Band: Gitarrist Jarmo Saari frickelt nebenbei auch noch an Tasten und Sequencer, Pekka Lehti und Marko Timonen erweisen sich wie auch bei Värttinä als ungemein groovendes Rhythmusduo und machen aus einfachen Beats polyrhythmische Abenteuer, dazu die grandiose Anna-Mari Kähärä, die sowohl mit Akkordeon wie mit Stimme (nicht Gesang, sondern Stimme!) strahlt. Musikalisch kreist die Musik (hauptsächlich aus der Feder Saaris) um Folk, Jazz, Pop – und ist aber nichts von alledem, sondern eine ganz eigene Melange, als hätten Zeta Boo den Milchkaffee neu erfunden. Feine Soli, ein traumhafter Flow, ein heiterer Optimismus strömt aus dieser Musik, die bei aller Raffinesse auch Melodielinien (»Bo-Ta-Zee!«) hervorzaubert, die man nie wieder vergisst. Wunderbar! (tjk)



Mehr CDs von ZetaBoo



Siehe auch:
Pekka Lehti
Värttinä

How Many Sisters

Pekka Kuusisto


 ZetaBoo: ZetaBoo

Offizielle Website

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Monica Zetterlund: Waltz For Debby (With Bill Evens)
(1964, West Wind WW 2092 ) - Schweden

Monica Zetterlund war die erste schwedische Jazz-Sängerin, die internationale Reputation erlangte; Grund dafür ist nicht zuletzt diese Aufnahme. Zurecht hochgelobt, stellt sie den Höhepunkt ihrer musikalischen (auch als Schauspielerin ist sie bekannt) Karriere dar, und auch im Werk Bill Evans' nimmt diese Platte eine Sonderstellung ein – hat dieser doch sehr wenige Aufnahmen mit Sängerinnen gemacht.

Freilich gehen alle Beteiligten mit dem Repertoire auf Nummer Sicher: nebst zwei geschmackvoll arrangierten schwedischen Volksliedern zelebriert man Standards. Vor allem »Come Rain Or Come Shine« und »It Could Happen To You« ragen heraus, und natürlich der Titelsong (»Monica Vals«, auch in schwedischer Sprache!). Bill Evans, einer der größten Pianisten der Jazz-Geschichte und zu Zeiten der Aufnahme gesundheitlich angeschlagen, spielt wunderbar subtil und einfühlsam. Larry Bunker rührt behutsam die Besen, Bassist Chuck Israels begleitet mit offenen Ohren und einigen schönen Soli. Monica Zetterlund selbst singt mit klarer, schnörkelloser Stimme, erinnert gelegentlich an Anita O'Day oder Blossom Dearie, und sie ist richtig gut. Eine schöne, gute, bedeutende Platte. (tjk)



Mehr CDs von Monica Zetterlund

Monica Zetterlund: Waltz For Debby (With Bill Evens)

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Jesper Zeuthen / & Jacob Anderskov / Anders Vestergaard: Out of the Spectacle
(2018, ILK /Orchard ILK283LP ) - Dänemark

Parallel zu Jacob Anderskovs »Kinetics«-Trio-LP »MYSTERIES« veröffentlicht sein Hauslabel ILK ein weiteres Livealbum im Trio mit demselben Schlagzeuger, Anders Vestergaard, aber statt Bassist Adam Pultz Melbye hören wir hier Jesper Zeuthen. Der Saxofonist ist hierzulande erstaunlicherweise kein household name, obwohl der 1949 Geborene in seiner Heimat Dänemark seit den Sechzigerjahren bekannt ist, damals mit der Jazzrockgruppe Blue Sun. Ab 1981 gehörte er fast zwanzig Jahre lang zu Pierre Dørges New Jungle Orchestra, bevor er in den letzten Jahren unter anderem mit Jakob Bro und in Jacob Anderskovs Gruppe Anderskov Accident spielte. Das vierzigminütige, frei improvisierte Set, das ihre LP »OUT OF THE SPECTACLE« bietet, wurde im Juli 2017 in der Kopenhagener Konzertkirche beim Jazzfestival mitgeschnitten.

Wie auf »MYSTERIES« führt der wagemutige Pianist auch hier eine freigeistige, sich die richtigen gestalterischen Freiheiten herausnehmende Gruppe dreier gleichberechtigt auftretender Jazzmusiker durch lange Improvisationen, die ebenso melodische wie perkussive als auch abstrakte Passagen gewandt durchqueren, oftmals auch schöne Querverbindungen schaffend, und sie tun dies ebenso traditionsbewusst wie gegenwärtig. Zumeist geht es schwungvoll zur Sache, ohne wild und allzu freejazzig zu werden. Auf der B-Seite dominieren dann bedachtere Töne, mehr Mut zu Geheimnis und Traumbildern, könnte man in Anlehnung an »MYSTERIES« treffend sagen. Ihre erzählerischen Strukturen sind nicht vordergründig, aber umso vielschichtiger, und es lohnt besonders, das Album bewusst wie ein Konzert am Stück zu hören. (ijb)



Siehe auch:
Jacob Anderskov & Anders Vestergaard
Anders Vestergaard & Finn Loxbo

Pierre Dørge New Jungle Orchestra

ZAKS (Zeuthen, Anderskov, Kielsgaard & Skovbakke)


Jesper Zeuthen /: Out of the Spectacle

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Lennart Åberg & Norrbotten Big Band: Up North
(2007, Caprice Records CAP 21766 ) - Schweden

Die Aufnahmen für diese CD entstanden 2001, die Idee dazu und die Kompositionen sind jedoch schon älter und fußen auf einer Begegnung des schwedischen Tenor- und Sopransaxophonisten Lennart Åberg mit dem amerikanischen Posaunisten und Big Band-Komponisten und -Arrangeur Bob Brookmeyer 1984. In den folgenden Jahren schrieb Brookmeyer ein Werk für Åberg, die »Suite for Soprano Saxophone and 16 Players«. Dazu kommt noch Åbergs Suite »In The Tradition« sowie vier Miniaturen von Intros dafür, lediglich für Sopransax und Piano (Daniel Karlsson).

»In The Tradition« ist keineswegs altbacken, sondern durchaus moderne Big Band-Musik und besteht aus dem 18-minütigen »Straycats« mit Soli von Tim Hagans (tp), Karlsson und Åberg sowie dem »NBBBlues«, dem Nils Landgren (tb) und Ed Soph (dr) Höhepunkte verleihen. Brookmeyers Suite bietet viele feine Bläsersätze und Flächen für Åbergs solistische Exkursionen; zudem zeigt Jukkis Uotila sein Können am Schlagzeug. Die Norbotten Big Band ist prächtig zusammen – es sind ja auch einige Könner im Line-Up zu entdecken. Es hat sich also gelohnt, diese Aufnahmen doch noch zu veröffentlichen. (tjk)



Siehe auch:
Nils Landgren
Don Cherry, Lennart Åberg, Bobo Stenson

Ed Thigpen


Lennart Åberg: Up North

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Ola Åkerman: All Together Now
(2007, Calibrated /Leicom CAL 022 ) - Schweden

»Jedes der zehn Lieder auf dem Album wurde von Akerman komponiert und zeichnet sich durch Einfachheit, Evokation und Eingängigkeit aus.« Vielen Dank, liebes Presseinfo, ohne Dich wären wir in etwa so hilflos wie die Kripo ohne XY. Und noch mal: »Das Material der Stücke reicht vom stürmisch Wilden bis zum Ruhigen, Erhabenen und Milden.« Ach so, ja danke auch.

Der schwedische Posaunist Ola Åkerman lebt in Malmö, verbringt aber viel Zeit in Dänemark, daher auch seine Wahl der Mitmusiker: Daniel Franck (b) und Anders Mogensen (dr) grooven und swingen solide und angenehm, Pianist Kasper Villaume wäre ohnehin der Star dieser CD, hielte er sich nicht so arg zurück. Åkerman selbst ist sicherlich kein schlechter, weder als Komponist (s.o.) noch als Posaunist, wobei er stilistisch ohne Powerplay à la Ray Anderson, Witz à la Steve Turre und unverkennbare persönliche Note à la Marty Cook auskommt; er steht eher in der Tradition von Curtis Fuller – also blitzsauberes, treffsicheres Bebop-Posaunenspiel. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Moment, das Presseinfo weiß noch was: »Außerdem haben alle Stücke dieses Albums dieses starke Jazzgefühl und den fantastischen Flow gemein, was in jeder Note zu spüren ist.« (tjk)



Siehe auch:
Kasper Villaume
Daniel Franck


Ola Åkerman: All Together Now

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Andreas Öberg: Solo
(2006, Hot Club Records /Leicom HCR 182 ) - Schweden

Wenn Andreas Öberg tatsächlich ein »Monstergitarrist« ist, wie uns das Presseinfo sagen will, warum ist dieses dann gerade mal sechs (6) Zeilen lang? Zumindest hierzulande kann sich Öberg nämlich noch nicht über zuviel Bekanntheit beklagen. Beim Betrachten des Covers brachen zwei weibliche Bekannte spontan in Lachen aus ob des »unmöglichen« Outfits; innen sieht man ihn dann im ärmellosen Feinripp, mit beachtlichem Bizeps. Egal, jetzt aber schnell die CD eingelegt, wir sind doch hier nicht bei »Playgirl«! Aber warum schaut der gute Mann auf dem Cover nach unten? Schämt er sich etwa?

Muss er nicht. Und dem Hörer vergehen nach ein paar Takten sämtliche blöde Sprüche. Der Öberg hat's nämlich absolut drauf! Wieselflink gleiten die Finger über die Saiten und Bünde, spielen Basslinien, Akkorde und Melodie, dann ein Single Note-Solo, den Rest kann man automatisch mithören (auch wenn gar nicht gespielt). Da kommen Vergleiche auf mit Joe Pass, Barney Kessel und Tuck Andress, sowohl bei Technik und Virtuosität als auch beim Repertoire, das aus nicht allzu modernen Standards besteht – von »Manha De Carnaval« (ausnahmsweise mit akustischer Gitarre) bis »Gingerbread Boy« und »Doxy«: Teufel, ist das gut! Und »But Not For Me« gleich noch mal anhören: Was macht der da??? Dazu noch zwei Eigenkompositionen, und fertig ist eine musikalisch sehr ansprechende CD eines wahren Ausnahmegitarristen. (tjk)



Siehe auch:
Marian Petrescu

Andreas Öberg: Solo

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Magnus Öström: Thread Of Life
(2011, ACT /Contraire 9025-2 ) - Schweden

Die Auseinandersetzung mit Tod und Verlust hat in der Kunst nicht selten intensivste Werke hervorgebracht. Seien es Mozart, Neil Young, Patti Smith oder Musiker, deren Alben aus der Begegnung mit dem Tod gerade das Leben bejahen und umso optimistischer daherkommen, etwa Robert Forsters bewegender Abschied von seinem langjährigen Partner (»The Evangelist«) oder das vom Trio Jarrett, Peacock und DeJohnette unmittelbar nach dem Tod Miles Davis’ eingespielte »Bye Bye Blackbird«.
Magnus Öströms erstes Lebenszeichen fast drei Jahre nach dem tragischen Unfalltod seines Jugendfreundes und Triopartners Esbjörn Svensson ist irgendwo in der Mitte gelandet: Die Hälfte des ambivalent »Thread Of Life« benannten Albums bringt mit bereits laut sprechenden Titeln wie »Longing«, »Weight Of Death«, »Hymn (To The Past)« oder gar »The Haunted Thoughts And The Endless Fall« Öströms Verlusterfahrung in einer zu emotionalisierenden Sentimentalität zum Ausdruck, so dass beim Hörer nicht selten das Bedürfnis nach einem »Weniger wäre Mehr« aufkommt. Einzig »Ballad For E«, mit Dan Berglund und Pat Metheny, bringt den Mut zur Einfachheit auf.

Auf der anderen Seite gibt es locker rhythmischen Jazz wie »Piano Break Song«, wenn Öström Komplexität mit vollgestopften, ja aufgeblasenen Arrangements verwechselt. So ist das Album mit 77 Minuten deutlich zu ausufernd und lang geraten. All das ist sehr bedauerlich, denn Magnus Öström, der neben Schlagzeug und Percussion auch Elektronik, Tasteninstrumente und Gesang beisteuert, ist ein hervorragender Musiker – und findet hoffentlich mit seiner nächsten Platte (wieder) mehr zu sich. Mit »Thread Of Life« ist es ihm jedenfalls (noch) nicht gelungen, den Schock des Verlusts stimmig und künstlerisch konstruktiv zu verarbeiten.

Die traurige Ironie an diesem Tod-und-Leben-Album – wie auch an Dan Berglunds »Tonbruket« – ist freilich, dass der Verlust durch Svenssons viel zu frühen Tod dadurch umso offensichtlicher wird: Ihre letzte gemeinsame CD »Leucocyte« sagte schon schon mehr über den Tod als diese beiden Nachfolgewerke; es war zudem ein mutiger, radikaler Schritt in eine neue Richtung, die man allzu gerne weiter miterlebt hätte. Doch wie immens dieses Trio in den fünfzehn Jahren seines Bestehens fast immer die rechte Balance aus der Summe seiner drei Partner gefunden hat, offenbart sich, wenn die verbleibenden »Einzelteile« nun individuell um Perspektiven ringen. (ijb)



Siehe auch:
e.s.t.
Dan Berglund's Tonbruket

Lars Danielsson

E.S.T. Symphony


Magnus Öström: Thread Of Life

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Elin Ødegaard & Rune Klakegg: I Will Wait For You
(2000, VIA Music VCD 380 ) - Norwegen

»I WILL WAIT FOR YOU«, eine Duo-Aufnahme der Sängerin Elin Ødegaard und des Pianisten Rune Klakegg, als »Jazz« zu bezeichnen, ist gewiss nicht ganz falsch. Aber ebenso wenig trifft das wirklich ins Schwarze. Die beiden Norweger interpretieren zehn wohlbekannte Jazz-Standards in gänzlich unerwarteter Weise. Ødegaard und Klakegg ziehen die Songs gleichsam aus, entfernen den Swing, reißen Harmonien ein und bauen sie anders wieder auf – sodass oft nur die Melodie des ursprünglichen Songs bleibt. So entstehen quasi neue Lieder, die dem Kunstlied näher stehen als dem Jazz.

Diese reduzierten, ernsten Interpretationen sind sehr gewöhnungsbedürftig, »When I Fall In Love« oder »You Must Believe In Spring« hat man so bisher kaum gehört. Rune Klakegg spielt keine Note mehr als nötig, Elin Ødegaards Stimme wirkt beim ersten Hören distanziert und kühl; dieser Eindruck relativiert sich aber zunehmend. Wenn man sich darauf einlässt und nicht ständig auf Bass, Schlagzeug und »mitschnippbare« Rhythmen wartet, wird man mit sehr interessanten Versionen von »Long Ago And Far Away« oder »Once Upon A Summertime« belohnt. (tjk)



Siehe auch:
Rune Klakegg & Scheen Jazzorkester

Elin Ødegaard: I Will Wait For You

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