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Lange Rezensionen 11 - 20 von 627 im Genre »Metal« (insgesamt 1267)

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Age Of Silence: Acceleration
(2004, The End Records TE047 ) - Norwegen

Mal wieder finden sich bekannte Musiker zu einem Kunstprojekt zusammen. Sänger Lars »Lazar« Nedland (Borknagar, Solefald), die Gitarristen Joacim »Extant« Solheim und Helge »Kobbergaard« Haugen, Bassist Lars Eric »Eiking« Si (Khold, Tulus), Keyboarder Andy Winter (Winds) sowie Jan Axel »Hellhammer« Blomberg (Mayhem, Winds, Arcturus) musizieren äußerst gekonnt – aneinander vorbei. Oder anders ausgedrückt: Eine Handvoll guter Solisten gibt noch lange kein gutes Orchester.

Obendrein trifft Metal auf Progrock, bereichert um neoklassische Streicherpassagen, Avantgardistisches, Psychedelisches oder Elektro-Sprenkel. Die »Geschäftstexte« von Aktien bis zu Arbeit(salltag) und Rechnungen steigern das Chaos für den Hörer zusätzlich. Wer über mehr Zeit als die Dreiviertelstunde Dauer von »ACCELERATION« verfügt, gerne knobelt, rätselt und bevorzugt mehrere Bands gleichzeitig einen einzigen Song spielen hört, hat gute Chancen sich in die Musik Age Of Silences hineinzufinden. (nat)



Mehr CDs von Age Of Silence



Siehe auch:
Arcturus
Borknagar

Tulus

Mayhem


 Age Of Silence: Acceleration

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Ages: Malefic Miasma
(2015, Black Lodge BLOD095CD ) - Norwegen

Ages? Aus Schweden? Nie gehört. Kein Wunder, legt die Truppe aus Falun mit »MALEFIC MIASMA« (nach drei Singles) erst ihren Langspiel-Einstand vor – und der macht Lust auf mehr. In den ersten Takten und immer wieder dazwischen gestreuten Passagen des Openers »At the Behest of Reason« beweist das Trio, dass es ebenso gut Akustik- wie Stromgitarre spielen kann. Außerdem zeigt es ein gutes Händchen für abwechslungsreiches Songwriting, das die Stücke mit Längen zwischen viereinhalb und sechs Minuten auch brauchen.

Erst 2011 von Hvergelmer, alias Andreas Olander (Gesang, Gitarre, Bass), und Multiinstrumentalist Eldhrimnir, alias Daniel Beckman (Keyboards, Hintergrundgesang, Programmierung, Violine, Ud), gegründet, verstärkten sie sich später mit Bassist Brice Leclercq (Ex-Dissection, Ex-Nightrage, Ex-Satyricon live). Vereint zelebrieren sie melodischen, aber klirrend kalten Black Metal, mit packenden Riffs à la Iskald, leicht an Dissection angelehnten Melodien, vielschichtigem Gesang und lockerem Groove. Akzente setzen Geige, Ud und plötzliche irritierend poppige Keyboardtupfen, und vervollkommnen Stücke wie den Opener, »Absent Tribulation« oder »Ardent Storms«. Lediglich die Produktion dürfte noch etwas differenzierter sein – und wer bzw. was hat eigentlich das Schlagzeug eingespielt? Abgesehen davon: Spannende Scheibe, die neue Maßstäbe im schwedischen Melodic Black Metal setzen könnte. (nat)



Siehe auch:
Iskald
Dissection

Nightrage

Satyricon


 Ages: Malefic Miasma

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Agonizer: Birth / The End
(2007, Spinefarm /Universal 173459-0 ) - Finnland

Century Media lehnte die Combo nach ihrem dritten Demo »Lord Of Lies« schließlich doch ab – und tat gut daran. Was die Spinefarm-Macher dazu bewog, Agonizers Debüt zu veröffentlichen, wissen die Götter. Dieser keyboardlastige Power Metal erregt keinerlei Aufsehen. Weder im positiven, noch negativen Sinne. Mittelmäßige Gitarrenriffs paaren sich mit mittelmäßigen (Keyboard)Melodien zu mittelmäßigem Gesang und gebären ein mittelmäßiges »BIRTH/THE END«.

Wen diese Beschreibung noch nicht gähnen lässt, dem sei gesagt: Die Produktion ist nicht nur mittelmäßig, sondern schlecht. Bei derart trüben Klängen hilft nicht einmal voll Aufdrehen. So stochert der Hörer lustlos im schlammigen Soundbrei, sich nach Würze sehnend. Agonizer zeigen durchaus ansprechende Ansätze, sonst wären sie bei diversen Bandwettbewerben nie verhältnismäßig weit gekommen. Doch bleibt es leider bei diesen – sonst hätten sie einen ebendieser Bandwettbewerbe auch gewonnen. Ob »BIRTH« zugleich »THE END« bedeutet, zeigt die Zukunft. (nat)

 Agonizer: Birth / The End

Offizielle Website

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Ajattara: Kalmanto
(2007, Spikefarm NAULA096 ) - Finnland

Ajattara kommen einfach nicht aus dem Untergrund heraus, trotz neunjähriger Bandgeschichte, trotz des mittlerweile fünften Studioalbums. Liegt es an den finnischen Texten? Mitnichten. Nordischer Black Metal trumpft in seiner Muttersprache erst richtig auf, man denke nur an Dimmu Borgir (»Stormblåst«), Satyricon oder Storm. Das ajattarasche Paradebeispiel »Turhuuden Takila« klingt so brutal, so abgehackt hart – auf Englisch würde es niemals so wirken.

Liegt es an der eigenwilligen Darbietung, so beklemmend, erdrückend finster, wie es kaum eine andere Band dieses Genres vermag? Niederschmetternde Riffs, tonnenschwere Rhythmen lasten auf den Stücken, dazu kommt das schroffe Fauchen Ruojas. Oder ist es ganz einfach der alte Knackpunkt? Es gelingt den Finnen einfach nicht, das Niveau des Openers und zwei, drei nachfolgender Nummern über die Gesamtlänge zu halten. Bei einer Spielzeit von gerade 36 Minuten und neun Songs ein echtes Problem. Und so verschwinden geniale Lichtblicke wie »Alttarilla Aamutähden« zwischen Einförmigem. So hinterlässt »KALMANTO« trotz 20-sekündiger, mehrstimmiger Stöhnorgie in »Naimalaulu«(!) einen etwas unbefriedigten Hörer. (nat)



Mehr CDs von Ajattara



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Satyricon

Storm

Amorphis


 Ajattara: Kalmanto

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Alfahanne: Alfapokalyps
(2014, Dark Essence Records - ) - Schweden

Nach der Split-Scheibe »GRYM« (2013), mit ihren Landsleuten Shining, debütieren Alfahanne jetzt mit dem komplett Schwedisch gesungenen »ALFAPOKALYPS«. Nicht schlecht, was die Alphamännchen hier 44 Minuten lang bieten. Ihr Stil ist eine lässige Mixtur aus Black Metal, Punk und (Classic) Rock, aus Kvelertak und norwegischem Schwarzmetall – den sie selbst mit »Alfapocalyptic Rock« titulieren. Über »Dödskult« weht eine laue 80er Gothic-Brise, wogegen mich »Rocken Dör« mit seinem Soundtrack-Touch an den Varjo-Nachfolger Silent Scream erinnert und »Indiehora« leicht an Kvelertaks »Mjöd«. Häufig grooven sie locker schwarzmetallisch, wie in »Syndarnas Flod«.

Handwerklich gibt es nichts zu mäkeln, so sammelte Sänger / Gitarrist Pehr Skjoldhammer (alias Pehr Larsson) bereits bei Maze Of Torment und Vinterland ausreichend Spielpraxis; bei letztgenannter Kapelle tummelte sich auch der Gitarrist Fredrik Sööberg. Die Besetzung komplettieren Bassist Jimmy Wiberg und Schlagzeuger Niklas Åström – sowie einige prominente Gastsänger: Hoest (Taake), Niklas Kvarforth (Shining) und V’gandr (Helheim). (nat)



Mehr CDs von Alfahanne



Siehe auch:
Shining
Kvelertak

Silent Scream

Vinterland


 Alfahanne: Alfapokalyps

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Algaion: Exthros
(2010, Pulverised Records ASH 066 CD ) - Schweden

Die Schweden Algaion kehren nach 13 Jahren Abstinenz zurück und liefern mit »EXTHROS« eine stattliche Black-Death-Prügelscheibe ab. Doch weht allgegenwärtig ein Hauch Melancholie über den elf Songs vom Intro »Alpha« bis zum Outro »Omega«. Während Schlagzeuger Robert Eng (Corporation 187, ex-Satanic Slaughter) gnadenlos durch den Dreiviertelstünder brettert, hält Gitarrist/Bassist/Keyboarder Mathias Kamijo (ex-Pain, Morifade, Hypocrisy) mit seinen Melodien dagegen.

Leider geht er manchmal im Trommelfeuer unter, auch Fronter Mårten Björkman (Arditi, ex-Octinomos) hat bisweilen Mühe sich Gehör zu verschaffen. Abgesehen davon bietet das Trio eine gute Mischung aus Black und Melodic Death Metal in frostiger Atmosphäre. Bissig und melodiös zugleich spielen sie sich mit Stücken wie »This Is Our Temple« oder »Ruach Adversi« ins Gedächtnis des Hörers. Wenn Algaion gegen Ende, genauer gesagt nach »This Is Our Temple«, nur nicht die Inspiration verlassen hätte … (nat)

 Algaion: Exthros

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Alghazanth: Vinum Intus
(2011, Woodcut Records CUT056 ) - Finnland

Bei Black Metal denke ich sofort an Norwegen. Dann an einige alte schwedische Bands wie Dissection und mittlerweile immer mehr an Finnland: Vor allem Woodcut Records hat so einige Schwarzmetaller unter Vertrag wie Behexen (mit einem der abartig krächzendsten Sänger des Genres), Horna oder die hier vorliegenden Alghazanth. »VINUM INTUS« ist schon das sechste Werk der Kapelle um Fronter und Bassist Goat Tormenter – nicht nur die Namen der Mitglieder lassen kein Klischee aus.

54 Minuten huldigt das Quintett aus Jyväskylä Satan; so böse, so frostig, so finster, dass jeder Black Metaller diese Band einfach mögen muss. Die ersten Takte von »With A Thorn In Our Hearts« könnten auch von einem sehr frühen Dimmu Borgir-Song stammen, doch im weiteren Verlauf beweisen die Finnen ihre Eigenständigkeit und ordentlichen Groove. Obwohl sich der Großteil der neun Stücke um die Siebenminuten-Marke einpendelt, langweilen sie nie. Schlagzeuger Gorath Moonthorn knüppelt nicht nur stumpfe Blastbeats, die Gitarristen Thasmorg /Grimort lassen immer wieder akustische Passagen einfließen, der Frontkrächzer passt einfach perfekt und sporadisch eingesetzte Streicher, Keyboards oder Frauenchöre setzen tatsächlich nur Akzente, statt abzulenken. Hören! (nat)



Siehe auch:
Dissection
Dimmu Borgir

Horna


 Alghazanth: Vinum Intus

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Altaar: Altaar
(2013, Indie Recordings INDIE101CD ) - Norwegen

Zwei Lieder in 34 Minuten? Und das als LP verkaufen? Altaar trauen sich was. Das Quintett eröffnet sein Debüt »ALTAAR« mit dem Stück »Tidi Kjem Aldri Att«, das gemächlich durch psychedelische Doom-Landschaften wabert: Hypnotische Synthies, monotone Gitarren, Zeitlupen-Schlagzeug. Sehr bedächtig bauen die Norweger einen Spannungsbogen auf – sehr bedächtig bauen sie ihn wieder ab. Dann sind die 20 Minuten vorbei, der Hörer findet sich im zweiten Stück wieder, das den Ambient-Ausklang des ersten aufnimmt.

Wer sich fragte, wo die zwei Teilzeitsänger Andreas Tylden und Espen T. Hangård abgeblieben sind, der erhält nach vier Minuten in »Dei Absolutte Krav Og Den Absolutte Nåde« die heiser krächzende Antwort. Sie erheben ihre Stimmen zu schneidenden Gitarren aus den Ambient-Klängen, weitere drei Minuten später galoppiert das Schlagzeug richtig los – das muss der angekündigte Black Metal-Anteil sein. Abrupt versinkt der Fünfer wieder in seiner erdrückenden, dunklen Welt und wabern weitere vier Minuten durch noisige Ambient-Wolken. Hat es das gebraucht?

Fazit: Altaar haben originelle Ideen, doch überzeugen nicht auf die ganze Länge. Ein beklemmendes Hörererlebnis – und keine Scheibe für Ungeduldige. (nat)



Siehe auch:
Kvelertak

 Altaar: Altaar

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Amon Amarth: With Oden On Our Side
(2006, Metal Blade 3984-14584-0 ) - Schweden

Das ist jetzt endgültig geklärt: Amon Amarth spielen weder Viking noch Death Metal. Denn so eröffnet Fronter Johan Hegg die Bonus-CD: »Hello Wacken! (...) You want some Rock'n'roll?« – und klingt dabei wie Motörheads Lemmy. Zur Beruhigung aller Fans: Auch 2006 hat das schwedische Quintett dem Death Metal (mit »Viking-Texten« aus der nordischen Mythologie) nicht abgeschworen, weder auf dem sechsten Studioalbum »WITH ODEN ON OUR SIDE«, noch auf erwähnter Bonus-CD. Der in den Booklets immer sooo grimmig dreinblickende – und live überwiegend grinsende und strahlende – Fronter grunzt, röchelt, faucht sich wütend durch die neun Stücke.

Den Anfang macht »Valhalla Awaits Me«: schnell, erbarmungslos mit simpel-eingängigen Riffs, womit wir bei der ersten Songkategorie wären, in die beispielsweise auch »Asator« und »Gods Of War Arise« gehört. Die zweite (und größte) Kategorie ist melodischer, aber kraftvoll wie »Runes To My Memory« oder der Titeltrack. Die dritte und letzte besteht aus der Beinah-Ballade »Under The Northern Star«, mit einem wechselweise kreischenden und sehr tief grunzenden Johan Hegg. Einen mächtigen Schlusspunkt setzt das epische »Prediction Of Warfare«. Für alle, die nicht die limitierte Ausgabe gekauft haben, ist hier Ende.

Die anderen erwartet als Bonus zwei Live-Mitschnitte von Wacken 2004 (»Where Silent Gods Stand Guard« / »Death In Fire«), zwei Demo-Versionen vom aktuellen Album (»With Oden On Side« / »Hermod's Ride To Hel – Lokes Treachery Part I«) sowie zwei Raritäten aus dem Jahre 1997, die Originalaufnahmen aus den Sunlight Studios von »Once Sent From The Golden Hall« / »Return Of The Gods«, die Peter Tägtgren für das Debüt neu abgemischt hatte. Fazit: Limitierte Version kann man kaufen – muss man aber nicht. (nat)



Mehr CDs von Amon Amarth



Siehe auch:
Evocation
A Canorous Quintet


 Amon Amarth: With Oden On Our Side

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Amoral: Fallen Leaves & Dead Sparrows
(2014, G-Records /Rough Trade - ) - Finnland

Es ist immer schwierig, wenn eine Band ihren Namen behält, aber den Stil ändert. Wenn der Fan sich dann beflügelt vom aktuellen Album die komplette Diskografie zulegen will und beim Hören sein blaues Wunder erlebt. Das könnte bei Amoral gleich zweimal passieren: Die Finnen begannen mit technischem Death Metal (2001 bis 2004) schwenkten über zu Death/Thrash (2005 bis 2007) und landeten schließlich beim Power Metal (seit 2009). Ebenso hat die Band von ihrer Gründung anno 1997 bis heute mehrere Sänger verschlissen: Matti Pitkänen stand nur zwei Jahre am Miro (2000-2002), mehr Durchhaltevermögen zeigte Niko Kalliojärvi (2002-2008) auf den der ehemalige Idols-gewinner Ari Koivunen folgte – und wie lange hält er durch?

»FALLEN LEAVES & DEAD SPARROWS« beginnt mit dem irritierend poppigen »On the Other Side Pt. I«, die folgenden Stücke sind eine Ecke wuchtiger und metallischer. Immer wieder schiebt Gitarrist/Songwriter Ben Varon progiges Gefrickel und ausufernde Soli dazwischen, unterstützt von Masi Hukari, dem Mann der seit 2011 den zweiten Sechssaiter sowie Keyboard bedient. Seine gelegentlichen Keyboardeinschübe lassen über einigen Songs einen leicht epischen Hauch schweben. Gegen Ende von »If Not Here, Where?« streift das Quintett sogar kurz seine ehemaligen Gefilde. Selbst titulieren die Finnen ihren Sound »Classic Rock Of The 21st Century« – ob die Scheibe allerdings ein Klassiker wird, wage ich zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz können sich Freunde gitarrenlastigen (Hard) Rocks oder Power Metals den sauber und druckvoll produzierten 56-Minüter bedenkenlos zu Gemüte führen. (nat)



Mehr CDs von Amoral

 Amoral: Fallen Leaves & Dead Sparrows

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