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Verschiedene: Screaming Masterpiece – 1000 Years Of Icelandic Popular Music
(2005, Palomar/Ergis/Icelandic Film Centr 690784 007620)

Wer sich mit der isländischen Rock- und Popszene beschäftigt (und für den ist diese DVD Pflicht), wird schnell deren Einzigartigkeit erkennen. Als skurril und verschroben empfinden sie manche, als unangepasst und mit kaum einem anderen Land vergleichbar.

»Das liegt daran«, so Bang Gang-Sänger Barši Jóhannsson, »dass besonders die noch nicht so guten Künstler wissen, dass sie in einem Land wie Island nicht mehr als 200 Alben verkaufen werden. Also machen sie eh ihr eigenes Ding.« Klingt logisch, ist aber nur einer der vielen Erklärungsversuche, mit denen der 87minütige Film dem Phänomen auf den Grund zu gehen versucht.

Eigentlich alle wesentlichen isländischen Musiker kommen zu Wort: Bang Gang, Amina, Björk, Mugison, Mśm, Mķnus, Jóhann Jóhannsson, Sigur Rós, die Sugarcubes, Slowblow, Apparat (später Apparat Organ Quartet) oder der Filmkomponist Hilmar Örn Hilmarsson – sie alle philosophieren als Teil der schillernden Reykjaviker Szene, warum diese ihre eigene Sprache gefunden hat. Ein wesentlicher Einfluss: die Natur; man kann ihr nicht entfliehen auf Island.

Großartige, in spektakulären Kamerafahrten eingefangene Landschaftsaufnahmen unterstreichen das und verstärken sich im Zusammenspiel mit der zahlreichen Live-Musik gegenseitig. Und als Bonusmaterial gibt’s die Musiker-Interviews in voller 160minütiger Länge. Ein schreiendes Meisterwerk eben, und – wenn auch manche Sequenzen fast wie ein Promofilm wirken (sollen) – wahrlich ein Kompendium der letztlich doch recht übersichtlichen isländischen Rock/Pop-Szene. (peb)



Siehe auch:
Mugison (CD-Rezension)
Mśm (CD-Rezension)

Slowblow (CD-Rezension)

Hilmar Örn Hilmarsson (CD-Rezension)


 Verschiedene: Screaming Masterpiece – 1000 Years Of Icelandic Popular Music

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Värttinä: Archive Live
(2006, Hoedown/Sony BMG 82876855979)

Es ist schlicht unglaublich, dass eine so unbeschreiblich vitale und energiegeladene Band wie Värttinä schon über 25 Jahre aktiv ist! Der 25. Geburtstag war jedenfalls ein Grund zu feiern, das Konzert in 49-minütigem Mitschnitt ist der erste Teil dieser DVD.

Värttinä zeigen sich hier in grandioser Verfassung, haben sie doch immerhin eine der besten Besetzungen ihrer Geschichte am Start, mit Mari Kaasinen, Susan Aho und Johanna Virtanen als Gesangstrio, dahinter Markku Lepistö (acc), Antto Varilo (g), Janne Lappalainen (sax, bouzouki), Lassi Logren (vi), Hannu Rantanen (b) und Jaska Lukkarinen (dr). Die Mädels agieren präzise und mit toller Bühnenpräsenz, die Band groovt und hat reihenweise Highlights: »Kylä Vuotti Uutta Kuuta«, »Selennikoi«, »Äijö« fehlen ebenso wenig wie »Vot I Kaalina«. Die Kameraführung und die Schnitte sind ein wenig altmodisch und viel braver als die Musik, aber damit kann man leben.

25 Jahre gehen auch an Värttinä nicht spurlos vorbei, es gab Unmengen Besetzungswechsel. 15 weitere Videos dokumentieren die Entwicklung der Band, von ganz braven Anfangszeiten als vielköpfigem Chor über langsame Dynamisierung, der Öffnung zu Percussion und damit Power, bis hin zu der heutigen Supergroup in Sachen nordeuropäischer Folklore. Die Aufnahmen sind, so gut Värttinä in den jeweiligen Zeiten waren, teilweise richtig witzig, wenn sie stocksteif in Trachtenröcken im Fernsehstudio stehen und singen. Auch hier präsentieren Värttinä viele Songs, mit denen sie bekannt wurden: »Tupa Täynnä Tuppasuita«, »Matalii Ja Mustii«, »Pihi Neito« und natürlich »Oi Dai« von der gleichnamigen CD, mit der der Stern von Värttinä aufging.

Mari Kaasinen und Janne Lappalainen, die beiden letzten verbliebenen der ersten (ernst zu nehmenden) Formation, erklären im Interview die Geschichte, die Arbeitsweise und das Besondere der Band, zudem gibt es eine ausführliche Biographie und eine lobenswerte Erklärung der karelischen Runengesänge, die für Värttinä und ihren Gesangs- und Kompositionsstil von Anfang an enorm wichtig waren.

Fazit: unverzichtbar und süchtig machend. (tjk)



Siehe auch:
Värttinä (CD-Rezension)


Zum Artikel über Värttinä

 Värttinä: Archive Live

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