Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1 - 5 von 64 im Genre »Beats« und Land »Finnland« (insgesamt 100)

Weiter

Zur letzten Rezension

Zeige   5 | 10 | 20 | alle   Rezensionen auf einer Seite

Nach oben

Nuspirit Helsinki: Nuspirit Helsinki
( 2002, Guidance Recordings /EfA 55607-2 )

Das ist doch New York! Vielleicht auch Detroit, sicher London, vielleicht noch Berlin. Aber niemals Helsinki. Diesen Mix aus treibendem Nu Jazz, soulig-stoischen Grooves und verstreuten Latin-Zitaten – spielt man den neuerdings dort? Fakt ist: Tuomos Kallio, DJ Ender und der Keyborder Kasio (auch aktiv bei Giant Robot) vom DJ-Projekt Nuspirit Helsinki scharten Helsinkis beste Musiker um sich, als sie nach einer langen Reihe von Live-Auftritten endlich ein örtliches Studio betraten.

Heraus kam ein Meisterwerk an der Schnittstelle von Dance und Jazz: Mal wippt man beherrscht mit der Schuhspitze, dann schüttelt man energisch das Haupt. Und doch herrscht trotz aller flackernden Beats und den virtuos eingestreuten Bläsersequenzen am Ende eine angenehme Kühle, die nie zu manirierter Coolness gerinnt. Sehr schön, sehr anregend, sehr smooth. (frk)



Siehe auch:
Verschiedene: Nordic Lounge
Plej

Butti 49

Giant Robot


 Nuspirit Helsinki: Nuspirit Helsinki

Nach oben

Aavikko: History Of Muysic – Selected Non-Album Material 1985 – 2003
( 2004, 9PM /Indigo Muysic-03 )

Mehrere Flaschen Wodka, ein Schlagzeug, ein Bass, eine Elektro-Orgel und gesundes finnisches Selbstbewusstsein mögen der Ursprung des Disco-Surf-Party-Sounds Aavikkos sein. Die gewöhnungsbedürftige, instrumentale Ausnahmekapelle – aka die »Boys From Siilinjärvi« – überbrückt die Wartezeit auf ein neues Werk mit dieser Retrospektive auf ihre ganz persönlich »Muysik«-Geschichte: Zwischen trashigen Casio-Krachern der Frühgeschichte anno 1995 bis zu solideren Fabrikationen der Neuzeit (bis 2003) piepen, tröten und quaken schräge, psychedelische Töne aus allerlei technischen Gerätschaften.

Beschränkt sich der »Hamburger Ost-Hafen Seemannschor« in zwei Tracks noch auf »lalala«, so flattern bei »Eye Of The Leopard« die Ohren: Der afghanische(!) Schlagerstar Kabar ergreift in Las Vegas das Mikro und singt die Wüstensöhne in Grund und Tanzboden ... wenn das kein Zündstoff für eine gelungene Party garantiert, was dann? (nat)



Mehr CDs von Aavikko



Siehe auch:
Desert Planet
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 4


 Aavikko: History Of Muysic – Selected Non-Album Material 1985 – 2003

Nach oben

Alimo & Control: Biitit Ja Tyylit FM
( 2001, Tunne Recordings /BMG 74321.90449.2 )

Alimo & Control nennen ihre Musik selbst »Beats'n'Styles«. Was liegt also näher, als ihr Debüt ebenso zu titulieren? Allerdings in ihrer Muttersprache – und nicht unbegründet: Die beiden jungen Finnen bringen progressive Drum'n'Bass-Klänge mit finnischen Vocals zusammen. Das mutet seltsam an, hat ihnen aber gerade deshalb zu großem Ruhm im Tausend-Seen-Land verholfen – oder war's etwa die eigene Fernsehshow, mit Augenmerk auf Underground-Musik, Clubkultur und Lifestyle?

Auf »BIITIT JA TYYLIT FM« wechseln reine, klare Frauenstimmen wie die von Mia Vänska in »Kuuma« mit nasalen, eher an afrikanisch-karibisches Englisch erinnernden Gesang. Mal klingelt ein synthetischer Xylophon-Tupfer hier, ein paar Dschungeltrommeln pochen dort, wunderbar unterhaltend und atmosphärisch. Einfach entspannt anhören – oder auf der Tanzfläche Schweißtropfen vergießen, denn für dieses Album gilt wirklich »Piru On Irti« (der Teufel ist los). (nat)



Siehe auch:
Beats & Styles

 Alimo & Control: Biitit Ja Tyylit FM

Nach oben

Asa: Loppuasukas
( 2008, Roihis Musika RMCD001 )

»LOPPUASUKAS« ist das vierte Album des finnischen Rappers Asa – für das er 2008 die Emma in der Kategorie »HipHop/Dance/R&B-Album des Jahres« einheimste. Für den 49-Minüter holte er sich allerdings jede Menge Mitstreiter an Bord, die nicht nur mit am Mikro stehen, sondern neben Bass oder Schlagzeug diverse Blasinstrumente wie Trompete, Posaune oder Klarinette spielen. Gitarre findet der Hörer hier nur selten, stattdessen geben Bouzouki, Geige oder Akkordeon den Ton an, gelegentlich ergänzt durch Perkussion, Sousaphon, Flöte oder Melodika.

Der Musiker aus Helsinki widmete mit »Kanttarilla Kantarelli« sogar dem Wasserturm von Roihuvuori (Stadtteil Helsinkis) ein Lied – wenn man dem entsprechenden Foto auf der MySpace-Seite Asa Glauben schenken darf. Eine absolute Bläserhymne schafft er mit dem fast fünfminütigen »Persepolis«, orientalisch mit einer Flamenco-Nuance geht's in »Leipä Lukkojen Takana« zu und über dem Titeltrack weht gar ein Hauch Gipsy-Geist. Ein absolut kreatives Album, das nicht nur Genrefreunde in seinen Bann zieht, die Emma war mehr als verdient. Wer ganz andere Rap-Erfahrungen sammeln möchte, sollte unbedingt »LOPPUASUKAS« hören. (nat)

 Asa: Loppuasukas

Nach oben

Beati Mortui: Let The Funeral Begin
( 2010, Danse Macabre /Alive BMCD03 )

Geisterbahnfahrt deluxe für die stilbewusste Gotik-Jugend. Erschaudern? Nichts da. Kaum dass sich die gepiercten Augenbrauen heben. Beati Mortui setzen auf ihrem zweiten Album »LET THE FUNERAL BEGIN« unter heftigstem Synthie-Einsatz auf die von Generationen schick-lebensmüder Nachtschattengewächse gepflegte Kunst der Nekrophilie mit definitivem Glam-Einschlag. Siedeln sich in den Düsterlanden zwischen Electro, Industrial und Neo-Sakralem an. Und eröffnen genau dort einen Club. L'Âme Immortelle lassen grüßen. Elegante Todessehnsucht allenthalben.

Keine Frage: Beati Mortui haben in schwarzen Kreisen beim Establishment gepunktet: Bruno Kramm von DAS ICH und andere Referenzgrößen mischen beim Zweitling der Vier aus Helsinki mit. Beati Mortui vergnügen sich mit allerlei Verzerreffekten. Sängerin Maria gibt die hochgeschnürte Latex-Domina mit hysterisch-hypnotischer Stimmgewalt. Letztlich klingen die Finnen sehr mainstreamig-poppig. Das auf 666 Exemplare limitierte Digipack bietet als Bonbon eine Bonus-CD mit Remixen aller elf Songs. Hier sind Bands wie Eisenfunk oder Centhron aktiv. Das ganze Melodrama-Gruselsüppchen, erneut aufgekocht, produziert dann deutliche Überfütterungseffekte. (emv)



Mehr CDs von Beati Mortui

 Beati Mortui: Let The Funeral Begin

Offizielle Website

Zur ersten Rezension

Zurück

Lange Rezensionen 1 - 5 von 64 im Genre »Beats« und Land »Finnland« (insgesamt 100)

Weiter

Zur letzten Rezension



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel