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Lange Rezensionen 61 - 70 von 71 im Genre »Folk« und Land »Dänemark« (insgesamt 110)

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Trolska Polska: Moss
( 2014, GO‘ Danish Folk GO 0814 )

Darauf hat die Welt gewartet: Die erste Tribut-Band zu den Figuren nordischer Mythen, also Trolle, Kobolde, Elfen und Nixen… Aber erstmal hören, dann kann man sich nämlich spöttische Bemerkungen sofort sparen! Trolska Polska ist ein dänisch-schwedisches Septett unter Leitung von Martin Seeberg, bekannt u.a. von Valravn. Der Violinist hat sämtliche Musik komponiert und arrangiert. Viele Streichinstrumente finden sich bei der Troll-Kapelle, dazu spielen sie Mandoline, Gitarre, Drehleier, diverse Flöten und anscheinend alles, was sich auf dänischen Dachböden fand bzw. die Trolle dort versteckten.

Einige Stücke bleiben sofort hängen: »Sinkadusen« mit schönen fast funky Bass-Linien, oder »Trimletrold« mit feinen Tabla-Rhythmen. Im »Rumpenisserne« grölen sie wie wenn sie Met-beeinflusst böse Kobolde hinfort singen wollen, der »Grøffelvalsen« klingt direkt bedrohlich! Am Ende von »Bjergtrolden« singt zunächst eine Elfe, gefolgt von den Trollen persönlich, zumindest kann man sich das so vorstellen. Die Band kann – wie wohl die Trolle - auch ordentlich nerven, »Trolls United« wiederholt scheinbar endlos eine einzige Melodielinie. Für weite Strecken gilt jedoch: Trolska Polska machen viel Wind und noch mehr Spaß! (tjk)



Siehe auch:
Valravn

 Trolska Polska: Moss

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Tumult: Den Bagvendte
( 2014, GO‘ Danish Folk GO 0214 )

Nach längerer Pause kommen Tumult mit ihrer vierten CD, der englische Titel lautet »Mr Backwards« – so falsch liegt nicht, wer das programmatisch deutet.

Pop-Rock mit Folk-Einflüssen ist ja nun keine Erfindung des dänischen Quartetts, und so wirklich haben sie dem Genre auch nichts Neues hinzuzufügen. Trotzdem sind Tumult gut anzuhören. Mastermind Jørgen Dickmeiss (voc und diverse Instrumente) und seine Band, allen voran Mikkel Grue an diversen Gitarren, haben ganz gute Songs ganz gut arrangiert und ganz gut gespielt. Allzu nachhaltigen Eindruck hinterlässt »DEN BAGVENDTE« allerdings nicht – der Bandname sorgt nicht für Aufruhr. (tjk)



Mehr CDs von Tumult



Siehe auch:
Helene Blum
Harald Haugaard

Haugaard & Høirup


 Tumult: Den Bagvendte

Offizielle Website

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ULC Quintet: Masquerade
( 2003, Cope Records COPECD 079 )

Ja wo samma denn? Dänemark oder Irland? Und ist das jetzt Folk oder Jazz? Solche Fragen mag man sich stellen, hört man diese CD erstmals. Aber schnell wird klar, dass die Volksmusik beider Länder so unterschiedlich nicht ist. Obendrein kommt man mit Schubladendenken bei ULC nicht weit.

ULC steht für Peter Uhrbrand (Violine, Viola), Sonnich Lydom (Akkordeon, Mundharmonika) und Séamus Cahill (Gitarre, Bouzouki, Gesang) – eine dänisch-irische Kooperation also. Zwecks Begleitung und musikalischer Aufwertung haben sie sich noch mit zwei hochkarätigen dänischen Jazzern verstärkt: dem Pianisten Peter Rosendal und der Bass-Legende Mads Vinding. Und zu dieser Kooperation kann man nur gratulieren. Zwar stehen gelegentlich die Jazz-Elemente noch recht allein da, umgekehrt aber finden sich die beiden Jazzer sehr gut im Folk-Kontext zurecht. Was die Stücke betrifft, bedient sich ULC gerne aus alten Liederbüchern, dem Svabo Book of Music oder der Aalholm Collection. Durch Verschmelzen verschiedener Stücke und die Kombination Folk/Jazz erwächst eine sehr gelungene, zeitlos gute akustische Musik. Und wenn Cahill Traditionals singt, träumt man sich gerne mit einem Guinness in der Hand an einen dänischen Nordseestrand. (tjk)

 ULC Quintet: Masquerade

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Valfart: På Vej
( 2014, GO‘ Danish Folk GO 0514 )

Christian Risgaard möchte in reiferem Alter endlich die Folk-Welt erobern und hat sich darob mit drei jungen Damen zusammengetan: Valfart heißt die Band, in der neben dem Chef an Violine, Hardanger Fiedel und Bouzouki die Flötistin und Sängerin Johanne Buus Andersen, die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen und Birgit Løkke an diversen Percussionsinstrumenten zugange sind.

Musikalisch bleiben sie allerdings irgendwo zwischen Vergangenheit und Irgendwo stecken: über weite Strecken sind die von Risgaard komponierten Stücke brav und bieder und klingen häufig eher nach Mittelalter als Gegenwart. Die Melodien werden x-mal wiederholt, die Band erscheint sehr bemüht, jedoch mangelt es generell an Ideen und Spielwitz. Positive Ausnahmen kann man dennoch vermelden: Das Titelstück ist leicht Balkan-beeinflusst, in »Ryper På Fjellet« kommt dank Maultrommel etwas Humor in den Song. »Emigrant« erinnert an Bluegrass, auch »Gok-Gok« ist gut, da imitieren sie Gänsegeschnatter. Der Rest ist absolut verzichtbar. (tjk)

 Valfart: På Vej

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Verschiedene: Danish Roots – Growing Into The World 2012
( 2012, GO‘ Danish Folk GO 0924 )

GO‘ Danish Folk ist für diesen Sampler sehr zu loben! Zwei CDs mit den bekanntesten Vertretern dänischen Folks und diversen Spielarten drum herum – da bleibt kein Wunsch offen und kein Auge trocken. Harald Haugaard spielt seine virtuose Violine über akustischer Gitarre und Schlagzeug, auch Jensen & Bugge Band sind eher Pop-affin. Bei Karen Mose klingt es fast nach 60er Jahre Psychedelic Folk. Generell ist festzustellen, dass die hier vertretenen Dänen den amerikanischen Stilen erheblich näher kommen wie ihre Kollegen aus den nördlicheren Ländern.

Ob zarte weibliche Stimmen wie bei Kryss, umschmeichelt von einem Sopransaxophon, ob rudimentäre Trommeln und rockende Gitarren bei Krauka, die jazzige Attitude von Himmerland in 7/8-Takt – alles dabei. Rasmus Lyberth orientiert sich an Country, im Gegensatz zu Gudrið Hansdottír. Stanley Samuelsen könnte man direkt in die Südstaaten verorten, so authentisch sein Blues. Lydom und Høyrup sind dabei, Rannok und Zenobia. Neben diesen alten Bekannten sind jedoch auch einige Newcomer und bislang im Verborgenen auftretende Musiker von der Partie. Bleibt als einziger Kritikpunkt, dass es praktisch keine Informationen gibt, außer den jeweiligen Homepages der Musiker. (tjk)



Siehe auch:
Gudrið Hansdottír
Zenobia

Lydom & Høyrup

Anja Præst


 Verschiedene: Danish Roots – Growing Into The World 2012

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Verschiedene: Dusty Goat Entertainment: Routes - Rocky Roads, Long Dog, The Umbrella Bear Brothers
( 2013, GO‘ Danish Folk GO 0813 )

Na, da hat ja GO' Danish Folk mal wieder einen rausgehauen! Das Label, das dreimal mehr dänische Folkmusiker veröffentlicht als es überhaupt gibt, versammelt hier gleich drei mittelprächtig uninteressante Bands auf einer CD, dafür kann man dem Produzenten Simon Andersen (der bei zweien auch selbst mitspielt) gar nicht genug danken! Noch vielmehr jedoch kann man ihm danken, dass die CD nur 35 Minuten spielt.

Rocky Roads machen Folk Rock mit nordisch-keltischem Einschlag, wie man sich das in den 70er Jahren so vorstellte - »A Day In The Hay« zeigt, wo sie besser geblieben wären. Long Dog bewegen sich eher im Blues-Umfeld, ihr bester Song heißt »Throw It In The Lake«. Die Musik der Umbrella Bear Brothers ist leider nicht halb so originell wie der Bandname, allenfalls »Easy High« ist ebenso. Zumindest singt bei denen niemand.

Vielleicht sollte mal jemand dem Label GO' Danish Folk sagen, dass man nicht alle Leute, die mit einer Gitarre auf dem Rücken am Studio vorbeikrabbeln, dort hinein ziehen muss. Und dass man nicht alles, was in ein Mikrophon geschrammelt oder gekräht wird, veröffentlichen muss.

Hiermit geschehen! (tjk)

 Verschiedene: Dusty Goat Entertainment: Routes - Rocky Roads, Long Dog, The Umbrella Bear Brothers

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Vesselil: [o.T.]
( 2018, GO´Danish Folk Music GO 1318 )

Benannt haben sie sich nach einer jungen Frau aus einer dänischen Ballade, die sich geweigert hat, ihre Träume und Wünsche für Gold zu verkaufen: Das Trio Vesselil besteht aus Elisabeth Dichmann (Violine), Clara Tesch (Violine und Viola) und Maja Aarøe Freese (Cello), den Gesang übernehmen alle drei. Mit Stimmen und Streichinstrumenten hübschen die drei Damen aus Dänemark ein paar traditionelle Lieder aus ihrer Heimat, Schweden und Belgien ordentlich auf.

Klanglich sind sie natürlich recht nahe am »klassischen« Streichertrio, aber Vesselil klingen frisch, kraftvoll, elegant und verspielt – und das ist schließt sich keineswegs aus! Sie stellen die Traditionals neben eigene Kompositionen, das gibt einen schönen Kontrast, passt dennoch gut zusammen. Verglichen mit der instrumentalen Virtuosität hat der Gesang noch Luft nach oben, aber Vesselil bringen eine neue Farbe in die dänische Folk-Szene. (tjk)

 Vesselil: [o.T.]

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Vingefang: [o.T.]
( 2015, GO‘ Danish Folk GO 0215 )

Eines der vielen Projekte der Sängerin, Violinistin, Komponistin und Tänzerin Miriam Ariana ist dieses Duo mit Lene Høst, die ebenfalls singt sowie Gitarre und Klavier spielt. Zusammen formen sie Vingefang, auf Deutsch »Flügelspannweite«. Sie trafen sich an der Akademie für Musik und Theater in Odense.

Sehr schön ist das, die Stimmen harmonieren wunderbar. Violine und Gitarre oder Piano breiten einen locker groovenden Boden, gelegentlich von Percussion unterstützt. Musikalisch schlagen die Däninnen einen Bogen von Skandinavien über Frankreich nach Brasilien: Im feurigen »Pedido A Padre Cicero & Magdalena Polska« kombinieren sie einen brasilianischen Song mit schwedischer Polka - klappt prima! »Det Er Hvidt Herude« (dt.: Es ist weiß draußen) ist ein a capella vorgetragenes Winterlied, bei dem Esprit der Mädels kommt aber keinerlei Winterblues auf. Feine Ideen, pfiffig umgesetzt – schade nur, dass die CD nur 30 Minuten dauert. Aber man kann sich schon auf den Nachfolger freuen! (tjk)



Mehr CDs von Vingefang

 Vingefang: [o.T.]

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Woetmann: Nøgne Fødder
( 2017, GO´Danish Folk Music GO0816 )

Mit flinken Gitarrenpickings, ruhigem Selbstbewusstsein und einer stillvergnügten Freude am eigenen musikalischen Tun macht sich Brian Woetman auf, seine eigene kleine Nische zwischen Folk, Jazz und Singer-Songwriter-Sounds zu besetzen. Nøgne Fødder, übersetzt also nackte Füße, so hat er sein Solodebüt in aller Bescheidenheit genannt. Und stapelt damit ziemlich tief, denn diese sechs Instrumentaltracks und sieben Songs mit dänischen und englischen Texten zeigen eine hohe Virtuosität und ein quicklebendiges Spiel mit unterschiedlichen Genres. Woetman spielt Mandoline, Bouzoki, Akustikbass, Digeridoo,Bodhrán und Akkordeon, als sei dies eine Selbstverständlichkeit. Dass er gleichzeitig Mitglied des Ensembles Danish Tradish, das sich vor allem der Tradition irischer Musik widmet.

Erst beim dritten Hören versteht man wirklich, mit welcher Souveränität Woetman hier zwischen Blues-Anspielungen, Walzer, Latin und irischen Traditionals wechselt und zwischendurch mal eben so Ian Anderson covert. Mit anderen Worten: Wer dieses vermeintlich unscheinbare Kästlein öffnet, entdeckt einen wahren musikalischen Schatz voller ruhiger Schönheit!
(emv)

 Woetmann:  Nøgne Fødder

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Zar: Der Brænder En Ild
( 2008, Eigenverlag /Gateway ZAR0308 )

Sie gehören zur Speerspitze junger dänischer Folktalente: Das hochgelobte Quintett Zar demonstriert mit dem Album Nummer 3, dass Folklore modern und mitreißend ausfallen kann, wenn sie sich nicht hermetisch abschottet, sondern den Austausch sucht. So ging die Truppe um Sängerin Sine Lahm Lauritsen diesmal für die Aufnahmen nach Nashville/Tennessee in das Studio von Gary Paczosa, der auch schon mit Country-Ikonen wie Alison Krauss oder Dolly Parton arbeitete.

Obwohl der Klang etwas muffig ausfiel, tritt der weltoffene Ansatz von Zar sehr schön zutage: Feurige Bluegrass-Tanzlieder, fast Pop-verwandte Balladen, jazziger Swing und Singer/Songwriter-Besinnlichkeit reichen sich die Hand zum fröhlichen Reigen. Außerdem hat in den Traditionals trotz des dänischen Ursprungs ganz offensichtlich die gemütliche Lässigkeit der amerikanischen Südstaaten-Folkmusic abgefärbt. (peb)

 Zar: Der Brænder En Ild

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