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Lange Rezensionen 61 - 66 von 66 im Genre »Folk« und Land »Dänemark« (insgesamt 100)

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Verschiedene: Dusty Goat Entertainment: Routes - Rocky Roads, Long Dog, The Umbrella Bear Brothers
( 2013, GO‘ Danish Folk GO 0813 )

Na, da hat ja GO' Danish Folk mal wieder einen rausgehauen! Das Label, das dreimal mehr dänische Folkmusiker veröffentlicht als es überhaupt gibt, versammelt hier gleich drei mittelprächtig uninteressante Bands auf einer CD, dafür kann man dem Produzenten Simon Andersen (der bei zweien auch selbst mitspielt) gar nicht genug danken! Noch vielmehr jedoch kann man ihm danken, dass die CD nur 35 Minuten spielt.

Rocky Roads machen Folk Rock mit nordisch-keltischem Einschlag, wie man sich das in den 70er Jahren so vorstellte - »A Day In The Hay« zeigt, wo sie besser geblieben wären. Long Dog bewegen sich eher im Blues-Umfeld, ihr bester Song heißt »Throw It In The Lake«. Die Musik der Umbrella Bear Brothers ist leider nicht halb so originell wie der Bandname, allenfalls »Easy High« ist ebenso. Zumindest singt bei denen niemand.

Vielleicht sollte mal jemand dem Label GO' Danish Folk sagen, dass man nicht alle Leute, die mit einer Gitarre auf dem Rücken am Studio vorbeikrabbeln, dort hinein ziehen muss. Und dass man nicht alles, was in ein Mikrophon geschrammelt oder gekräht wird, veröffentlichen muss.

Hiermit geschehen! (tjk)

 Verschiedene: Dusty Goat Entertainment: Routes - Rocky Roads, Long Dog, The Umbrella Bear Brothers

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Vesselil: [o.T.]
( 2018, GO´Danish Folk Music GO 1318 )

Benannt haben sie sich nach einer jungen Frau aus einer dänischen Ballade, die sich geweigert hat, ihre Träume und Wünsche für Gold zu verkaufen: Das Trio Vesselil besteht aus Elisabeth Dichmann (Violine), Clara Tesch (Violine und Viola) und Maja Aarøe Freese (Cello), den Gesang übernehmen alle drei. Mit Stimmen und Streichinstrumenten hübschen die drei Damen aus Dänemark ein paar traditionelle Lieder aus ihrer Heimat, Schweden und Belgien ordentlich auf.

Klanglich sind sie natürlich recht nahe am »klassischen« Streichertrio, aber Vesselil klingen frisch, kraftvoll, elegant und verspielt – und das ist schließt sich keineswegs aus! Sie stellen die Traditionals neben eigene Kompositionen, das gibt einen schönen Kontrast, passt dennoch gut zusammen. Verglichen mit der instrumentalen Virtuosität hat der Gesang noch Luft nach oben, aber Vesselil bringen eine neue Farbe in die dänische Folk-Szene. (tjk)

 Vesselil: [o.T.]

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Vingefang: [o.T.]
( 2015, GO‘ Danish Folk GO 0215 )

Eines der vielen Projekte der Sängerin, Violinistin, Komponistin und Tänzerin Miriam Ariana ist dieses Duo mit Lene Høst, die ebenfalls singt sowie Gitarre und Klavier spielt. Zusammen formen sie Vingefang, auf Deutsch »Flügelspannweite«. Sie trafen sich an der Akademie für Musik und Theater in Odense.

Sehr schön ist das, die Stimmen harmonieren wunderbar. Violine und Gitarre oder Piano breiten einen locker groovenden Boden, gelegentlich von Percussion unterstützt. Musikalisch schlagen die Däninnen einen Bogen von Skandinavien über Frankreich nach Brasilien: Im feurigen »Pedido A Padre Cicero & Magdalena Polska« kombinieren sie einen brasilianischen Song mit schwedischer Polka - klappt prima! »Det Er Hvidt Herude« (dt.: Es ist weiß draußen) ist ein a capella vorgetragenes Winterlied, bei dem Esprit der Mädels kommt aber keinerlei Winterblues auf. Feine Ideen, pfiffig umgesetzt – schade nur, dass die CD nur 30 Minuten dauert. Aber man kann sich schon auf den Nachfolger freuen! (tjk)



Mehr CDs von Vingefang

 Vingefang: [o.T.]

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Woetmann: Nøgne Fødder
( 2017, GO´Danish Folk Music GO0816 )

Mit flinken Gitarrenpickings, ruhigem Selbstbewusstsein und einer stillvergnügten Freude am eigenen musikalischen Tun macht sich Brian Woetman auf, seine eigene kleine Nische zwischen Folk, Jazz und Singer-Songwriter-Sounds zu besetzen. Nøgne Fødder, übersetzt also nackte Füße, so hat er sein Solodebüt in aller Bescheidenheit genannt. Und stapelt damit ziemlich tief, denn diese sechs Instrumentaltracks und sieben Songs mit dänischen und englischen Texten zeigen eine hohe Virtuosität und ein quicklebendiges Spiel mit unterschiedlichen Genres. Woetman spielt Mandoline, Bouzoki, Akustikbass, Digeridoo,Bodhrán und Akkordeon, als sei dies eine Selbstverständlichkeit. Dass er gleichzeitig Mitglied des Ensembles Danish Tradish, das sich vor allem der Tradition irischer Musik widmet.

Erst beim dritten Hören versteht man wirklich, mit welcher Souveränität Woetman hier zwischen Blues-Anspielungen, Walzer, Latin und irischen Traditionals wechselt und zwischendurch mal eben so Ian Anderson covert. Mit anderen Worten: Wer dieses vermeintlich unscheinbare Kästlein öffnet, entdeckt einen wahren musikalischen Schatz voller ruhiger Schönheit!
(emv)

 Woetmann:  Nøgne Fødder

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Zar: Der Brænder En Ild
( 2008, Eigenverlag /Gateway ZAR0308 )

Sie gehören zur Speerspitze junger dänischer Folktalente: Das hochgelobte Quintett Zar demonstriert mit dem Album Nummer 3, dass Folklore modern und mitreißend ausfallen kann, wenn sie sich nicht hermetisch abschottet, sondern den Austausch sucht. So ging die Truppe um Sängerin Sine Lahm Lauritsen diesmal für die Aufnahmen nach Nashville/Tennessee in das Studio von Gary Paczosa, der auch schon mit Country-Ikonen wie Alison Krauss oder Dolly Parton arbeitete.

Obwohl der Klang etwas muffig ausfiel, tritt der weltoffene Ansatz von Zar sehr schön zutage: Feurige Bluegrass-Tanzlieder, fast Pop-verwandte Balladen, jazziger Swing und Singer/Songwriter-Besinnlichkeit reichen sich die Hand zum fröhlichen Reigen. Außerdem hat in den Traditionals trotz des dänischen Ursprungs ganz offensichtlich die gemütliche Lässigkeit der amerikanischen Südstaaten-Folkmusic abgefärbt. (peb)

 Zar: Der Brænder En Ild

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Zenobia: Fra Fynske Kyster
( 2013, GO‘ Danish Folk GO 0713 )

Ganz dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931) haben sich die Sängerin Louise Støjberg, die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen und die Pianistin Charlotte Støjberg gewidmet – ganz, weil sie fast in jedem Konzert ein Stück des bekanntesten dänischen Klassikers spielen. Nielsen wiederum ist in der dänischen Musik allgegenwärtig, seine Lieder werden in der Schule, in Kirchen und bei allen möglichen Gelegenheiten gesungen.

»FRA FYNSKE KYSTER« haben Zenobia die CD genannt, von den Küsten Fünens also. Nielsen stammte von Fünen, die dänische Volksmusik war ihm zeitlebens ein großer Einfluss. Das Trio erweitert das Klangspektrum behutsam mit verschiedenen Gästen an Bass, Gitarre, diversen Streich- und Blasinstrumenten. Zenobia bleibt dennoch Zenobia, dafür sorgt nicht zuletzt Louise Støjberg mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Die Lieder von Carl Nielsen werden schön aufgefrischt, Zenobia biedern sich aber keineswegs an Popmusik an und bleiben sich treu, irgendwo zwischen Volksmusik und Kammermusik. Nicht nur für Dänen ein Gewinn! (tjk)



Mehr CDs von Zenobia



Siehe auch:
Carl Nielsen
Danish Roots

Dwight Lamb, Jensen & Bugge

Kvasir


 Zenobia: Fra Fynske Kyster

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