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Lange Rezensionen 131 - 140 von 141 im Genre »Folk« und Land »Norwegen« (insgesamt 240)

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Guro von Germeten: Come Stand Before Me
( 2014, Grappa)

Auf einer Kabarettbühne: Dort dürfte sich Guro von Germeten am wohlsten fühlen! Die norwegische Akkordeonistin ist die legitime Erbin von Bänkelsängern und fahrenden Gesellen, wenn sie charmant zum wilden Tanz aufspielt. Die temperarmentvolle Musikerin mit der knallroten Quetschkommode wechselt auf ihrem zweiten Album »COME STAND BEFORE ME« scheinbar mühelos zwischen Klezmer, Balkanexpress, Swing und 20er-Jahre-Berlin-Feeling. Plus einer Prise Montmartre-Bohème! Und fühlt sich genau dort zuhause, wo sich die Schattengestalten des urbanen Nachtlebens treffen. Beruhigende Gutenachtgeschichten hat sie nicht auf Lager!

Guro von Germeten maunzt, lockt, flüstert und schreit mit facettenreicher Stimme. Sie will uns mit diesem wilden Seeräuber-Jenny-Geschichten wohl auf Abwege führen! Und das ist gut so! Trunkene Balladen, tragische Liebesgeschichten, lebenspralle Schmuddelkinder-Polkas: Wir jauchzen himmelhoch, wir seufzen zu Tode betrübt, wir tanzen hemmungslos. Kopfüber in die Nacht geht es hier, bis das Herz zum Zerspringen schlägt! (emv)

Guro von Germeten: Come Stand Before Me

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Wardruna: Skald
( 2018, By Norse /Membran - )

»SKALD« ist ein Akustikalbum mit Stücken von Wardruna und neuem Material, das Einar Selvik »live« im Solslottet Studio in Bergen aufgenommen hat. Als Produzent und Hintergrundsänger war der neue Enslaved-Schlagzeuger Iver Sandøy dabei, mit dem er bereits als Zweiergespann die Alben »SKUGGSJÁ - A PIECE FOR MIND & MIRROR« (2016) und »HUGSJÁ« (2018) veröffentlicht hat. Eins vorweg: Das Werk ist nicht einfach. Am besten nimmt sich der Hörer eine ruhige Stunde dafür, vielleicht auch ein Glas Wein.

Selbst wer die Band kennt, sollte unvoreingenommen an das Album rangehen, da es so ganz anders ist als das vorherige »RUNALJOD – RAGNAROK«, das Finale der 2008 begonnenen Trilogie. Statt epischer Folk-Ambient-Welten mit ergänzendem weiblichem Mikropart, erklingen hier lediglich spartanisch instrumentierte Gesänge Selviks. Den wegweisenden Einstieg macht das klagende, mit Ziegenhorn untermalte »Vardlokk«. Es folgen »skaldische« Versionen von Wardrunas »Voluspá», »Helvegen« und »Fehu«, mit an charakteristisch Stellen wirkungsvoll eingesetzter stimmlicher Unterstützung Sandøys. Diese werden um neue Weisen im Geiste der Skalden (=höfische Dichter im mittelalterlichen Skandinavien) ergänzt, wie das der Kravik-Lyra Raum gebende »Ormagardskvedi« oder das 16-minütige, ausnahmslos auf Selviks klagende Stimme reduzierte Monumentalstücks »Sonatorrek«. Im Kontrast dazu steht das durchgehend auf der Tagelharpa begleitete, fast wilde »Vindavla«. Eine Scheibe für Liebhaber minimalster Folk-Arrangements – und Einar Selviks Gesang.

PS: Alle LPs und CDs enthalten ein ausführliches Booklet, mit englischen Übersetzungen der Texte und einer Einführung in »Skald und altnordische Lyrik«, geschrieben vom isländischen Autor und Altnordisch-Philologen Bergsveinn Birgisson. (nat)



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Enslaved

 Wardruna: Skald

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Weh: En Natt Kom Doed
( 2012, Soulseller Records SPD-SSRS048 )

E-Gitarren-Fans, Krach-Fetischisten, Headbanger: Weggehört! »EN NATT KOM DOED« hat Erik Evju rein akustisch sowie komplett alleine eingespielt. Als »düsteren klassischen Neofolk« klassifizieren die Promoter das offizielle Debüt des Norwegers, doch es ist mehr als das. Es ist minimalistisch und facettenreich, atmosphärisch und mystisch.

Das überlange »Oedegaarde« zieht den Hörer in einen dunklen, melancholischen Strudel, der in Zeit und Raum vergessen lässt – und ihn erst 33 Minuten später, nach »Helvete«, wieder frei gibt. Einzig eins von acht Liedern, »The Unborn«, durchbricht mit lauter groovender Gitarre die grüblerische Ruhe. Es empfiehlt sich das Album mehrmals zu hören: Zu oft schweifen die Gedanken ab, zu viele Details gib es zu entdecken, zu viele Gelegenheiten seine Norwegisch-Kenntnisse zu testen bieten sich in den abwechselnd englischen und norwegischen Texten.

Für die Statistik: Nach dem Tod des Windir-Sängers/Gründers Terje »Valfar« Bakken 2004 coverte Weh das Stück »Likbør« (vom Debüt »SÓKNARDALR«) für das Tribut-Album »VALFAR, EIN WINDIR«. (nat)



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Windir

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Tron Steffen Westberg: Bortover All Vei
( 2002, 2L 7.041888.502821 )

»Der auf der Fiedel tanzt« könnte dieser Produktion voranstehen, doch sie stammt nicht aus Hollywood. Tron Steffen Westberg versprüht in seiner Musik Optimismus und Lebensfreunde, wie sie nur ein Leben in und mit der Natur der norwegischen Bergwelt hervorbringen kann. Die Stücke stammen aus der Gegend um Røros im südlicheren Osten Norwegens nahe der Grenze zu Schweden.

Seine Interpretationen der Setesdal-Musik lassen seine künstlerischen Qualitäten nur erahnen, denn den wahren Zauber der Hardangerfiedel kann man wohl nur in natürlicher adäquaten Atmosphäre genießen. Sein zweisaitiges, impulsiv-kraftvolles Spiel mit zahlreichen rhythmischen Brüchen wirkt auf Nichteingeweihte zunächst etwas eindimensional und ermüdend. Das sollte man aber nicht »Bortover All Vei« mit all ihren wunderbaren Momenten anlasten, sondern allenfalls der Radikalität, mit der uns Westerberg allein mit seiner Violine knapp eine Stunde traditionelle Folklore fiedelt. (rab)

Tron Steffen Westberg: Bortover All Vei

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Laila Yrvum: Langs Veien
( 2012, Heilo HCD7242 )

Laila Yrvum ist auf ihrem ersten Soloalbum in eine altbekannte Falle getappt: Sie hat sich viel zu viel vorgenommen! Die Sängerin, in ihrer Heimat die wohl wichtigste musikalische Repräsentantin der Traveller-Kultur der Roma, will auf »LANGS VEIEN« in 14 Songs durch Vielseitigkeit glänzen und geht auf der Strecke auf zahlreichen Nebenpfaden verloren. »Na, was wollen Sie denn nun wirklich, Frau Yrvum«? möchte man ihr fragend zurufen. Los geht es mit »Barndom« , einem A-Capella-Stück mit Kinderchorbegleitung, das gut und gerne auch auf einer Gewerkschafts-Kundgebung intoniert werden könnte. Und damit ist nur der Auftakt gemacht durch eine Reise, die zwischendurch den Schlager streift (»Livets Karrusell«), mit dem Bossanova-Pop flirtet, dem verlangsamten Tango huldigt und leise jazzige Anklänge pflegt. Dass die Sängerin mit Wonne auf bluegrassigen Americana-Folkweiden verweilt und die Slide-Gitarrw schluchzen lässt, ist vielleicht die einzige Konstante, die sich hier finden lässt.

Heimelig und harmonisch geht es hier zu. Aber leider auch harmlos. Trotz all der Genre-Hüpferei scheut sich Yrvum tunlichst davor, irgendwo anzuecken. Die grundsympathische Sängerin schafft, unterstützt von kundigen und einfühlsamen Begleitmusikern wie Tom S. Lund an der Gitarre ein Wohlfühl-Universum, in man auf angenehme Art verweilen mag. Aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt sie nicht. Eigentlich schade! (emv)

Laila Yrvum: Langs Veien

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Nils Økland: Bris
( 2004, Rune Grammofon /Universal RCD2042 )

Die Assoziationen von »Geige solo« sind nicht immer die besten. In meinem Fall sind es die Erinnerungen, als Kind den familiären Geigen-Vorführungen meines Cousins zuhören zu müssen, die etwa klangen wie ... nun ja, lassen wir das. Natürlich hat auch die Beschäftigung mit der Geigen-Tradition der Hardangermusik – aus der auch Nils Økland stammt – ihre Spuren in meiner Sozialisation hinterlassen. Doch während das Werk der Tradionalisten oft etwas plump und enervierend ausfällt, hebt der Erneuerer Økland die Hardanger-Fiedel gleichsam auf eine höhere Bewusstseinsstufe.

Still, scheu tastend und ganz unvorbelastet schreitet er voran mit einer luftigen Musik, die so gar nichts zu tun hat mit der bäuerlichen Sturheit Südnorwegens, sondern eher mit dem Grundprinzip des Zen-Buddhismus: Die Ich-Wahrnehmung verschwindet zugunsten einer Zeitlosigkeit. Überwiegend allein, aber bisweilen auch begleitet von u.a. Per Oddvar Johansens Perkussion und dem Kontrabass von Mats Eilertsen (Food) gelingt dem ehemaligen musikalischen Direktor der Ole Bull Akademie in Voss eine Art Ur-Musik: So oder ähnlich muss es geklungen haben, wenn Gott nach der Erschaffung der Welt hätte Musik hören wollen. (lha)



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Nils Økland Band
Nils Økland & Sigbjørn Apeland

Lumen Drones

Food


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Nils Økland Band: Kjølvatn
( 2015, ECM /Universal ECM 2383 | 3770508 )

An sich hätte schon Nils Øklands Album »BRIS« als »Band«-Album erscheinen können, denn »KJØLVATN« (»Kielwasser«) lässt sich unschwer als Fortsetzung der 2004 bei Rune Grammofon veröffentlichten CD erkennen. Nach dem ECM-Solodebüt »MONOGRAPH« (2009) kehrt Økland hier wieder zum Spiel im Quintett zurück, wieder mit Sigbjørn Apeland, mit dem bei ECM auch das überragende Duoalbum »LYSØEN« (2011) erschien, mit Mats Eilertsen am Bass und Håkon Stene an unaufdringlichen Schlaginstrumenten. Allein Saxofon-Wizard Rolf-Erik Nystrøm (aus dem Trio Poing) kam zwischenzeitlich hinzu, wo einst Per Oddvar Johansen als zweiter Perkussionist mitwirkte. Wie schon auf »BRIS« wurden Øklands Kompositionen, die ihre Einflüsse aus Alter Musik, Barock und (west-)norwegischer Volksmusiktradition unüberhörbar vorzeigen, im Ensemble arrangiert. Was in der Praxis bedeutet: Es wurde klug improvisiert.

Wie auf »BRIS« entstand eine zart schwebende, sehr homogene und vor allem gleichförmig getragene Suite, aus der kaum eines der einzelnen Stücke heraussticht, sondern sie vielmehr ein 50-minütiges Gesamtwerk bilden, das punktuell anhebt und dann wieder abebbt. Bass und Vibrafon geben einen ruhig dahinfließenden Rhythmus vor, der ganz entfernt an die rituell angehauchte Grundierung von Jan Garbareks »RITES« erinnert, Apelands Harmonium hält das Quintett mit einem eher fühl- als merklich hörbaren Atem zusammen, gerade auch dann, wenn der Streicher und der Bläser für einen Moment schweigen.

Nach dem achtminütigen, zentralen Ruhepol »Puls« setzen das expressive »Fivreld«, mit immer wieder auf- und abschwellenden Streicherkaskaden, und »Start«, mit erfrischend kantigen Dissonanzen, die stärksten dramatischen Akzente, was dem Album überaus gut bekommt, um etwas aus der Gleichförmigkeit auszubrechen. Zugleich besticht »KJØLVATN« durch die dichte Qualität des über Jahre gewachsenen Zusammenspiels und durch die Intensität der stillen Feierlichkeit, die Øklands Werk in die sakrale Nähe manch Alter Musik rückt. Nicht umsonst fanden die Aufnahmen, unter Aufsicht des (Ton-)Meisters stiller norwegischer Klänge Audun Strype in der für vorzügliche Klangqualität bekannten Østre-Toten-Steinkirche im Südosten Norwegens statt. Bewegend. (ijb)



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Nils Økland & Sigbjørn Apeland
Poing

Håkon Stene

Mats Eilertsen


Nils Økland: Kjølvatn

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Nils Økland & Sigbjørn Apeland: Lysøen – Hommage à Ole Bull
( 2011, ECM /Universal 2179 )

Mit Clara Schumann hat er gespielt, Liszt nannte ihn begeistert Genie, zu Lebzeiten wurde er als legitimer Nachfolger Paganinis gehandelt. Auch für Grieg war Ole Bull (1810-1880) ein wesentlicher Einfluss, er habe ihm die Schönheit und Einzigartigkeit der norwegischen Volksmusik verdeutlicht. Zu ihr pflegte Bull lebenslang eine enge Beziehung, sowohl als Komponist wie auch als Geigenvirtuose; sie war ihm auch Grundlage seiner Improvisationskunst, denn Bull wurde als wahrer Meister der »Kunst des Moments« angesehen.

Nils Økland (Geige und Hardanger-Fiedel) und Sigbjørn Apeland (Piano und Harmonium) wollen Ole wieder ins Gedächtnis der Musikwelt zurückholen. Ihre »Hommage à Ole Bull« ist eine der besten und reichhaltigsten ECM-Platten der letzten Zeit, die 16 Stücke eine Mischung aus lyrisch-melodischen Bull-Stücken, Improvisationen über traditionellen und teils religiösen Liedern, dazu »Solveigs Lied« aus Edvard Griegs »Peer Gynt« (Ibsen hatte Ole Bull als Vorbild für diese Figur genommen) sowie einige Eigenkompositionen, die eine andere Färbung hineinbringen und mithin überraschen, so etwa das großartig eigenwillige »Belg og slag«.

Økland und Apeland nahmen als ersten in Ole Bulls märchenhafter, nach seinen Vorstellungen auf der Insel Lysøen an der norwegischen Westküste gebauten Villa auf, zudem auf einst von Bull selbst gespielt Instrumenten. Das kann auch mal ein volkstümlicher Walzer sein, doch der Schwerpunkt lag auf der kontemplativen Seite Bulls. Die Schönheit und Ruhe der Umgebung inspirierten die Wahl der Stücke – was sich ohne Umwege auf den Zuschauer überträgt. Man wähnt sich an einem fernen Ort oder in einsamer, stiller Natur, wenn nicht gar im vorletzten Jahrhundert. Dieser melancholische Liedzyklus ruft ungemein intensive Bilder von seltenem Abwechslungsreichtum hervor. Vielleicht nicht gerade das, was man sich im anbrechenden Frühling wünscht, aber ECM-Platten sind ja in den meisten (und besten) Fällen ohnehin zeitlos. Produktion und Klang (Manfred Eicher und Audun Strype) sind exzellent – glasklar, subtil facettenreich und extrem präsent, als wären die beiden Musiker direkt im Raum.

Dass dies alles so ganz leicht und schwebend und fast unscheinbar wirkt, ist in Wirklichkeit Zeugnis des meisterlichen Niveaus, auf dem Økland und Apeland nach etlichen, höchst vielseitigen Projekten angekommen sind. Eine Platte, zu der man über die Jahre immer wieder zurückkommen, sie stets neu hören und sich bestimmt neu bewegen lassen wird. (ijb)



Siehe auch:
Nils Økland
Sigbjørn Apeland

Lumen Drones

1982 (Nils Økland, Sigbjørn Apeland, Øyvind Skarbø)


Nils Økland: Lysøen – Hommage à Ole Bull

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Østfolk: Østfolk
( 2013, Heilo /Galileo HCD 7282 )

Ursprünglich startete Vegar Vårdal ein Schulprojekt: er durchforstete Archive und Sammlungen nach traditionellen Liedern und Texten aus der südöstlichen Region Østfold, die bislang nicht als Mekka norwegischer Folklore galt. Vårdal fand religiöse Musik sowie traditionelle Lieder und Balladen.

Und er fand zwei ähnlich interessierte Musiker: Linn Andrea Fuglseth ist sonst viel mit dem Trio Mediæval unterwegs, hier singt sie und spielt Orgel und Harmonium. Åsmund Reistad ist an Mandola, Kontrabass und Resonatorgitarre zu hören, letzteres gibt dem Klang eine moderne Farbe. Vårdal selbst spielt Violine und singt gelegentlich. Sehr stimmig sind die 14 Lieder, sie changieren von lyrisch und melancholisch bis fröhlich und eingängig (»Tordivelen«). Alle sind eher schlicht und behutsam arrangiert, aber mit viel Seele gesungen. Bedauerlich nur, dass alle Texte ausschließlich in Norwegisch im Booklet abgedruckt sind. (tjk)



Siehe auch:
Trio Mediæval
Rusk

Unni Løvlid / Vegar Vårdal

Camille Norment


 Østfolk: Østfolk

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Marit Hætta Øverli: Ohcame
( 1995, IDUT ICD942 )

Marit Hætta Øverli stammt aus der Finnmark, der Heimat des Joiks. Wie ihre ungleich berühmtere Kollegin Mari Boine pflegt sie die traditionelle Gesangstradition der Sami, modern und eingängig unterfüttert mit Pop, Rock und Jazz. Wo Boine jedoch Experimente mit eine exquisiten und stilsicher zwischen Folk und Jazz agierenden Band im Rücken wagt, rutscht Øverli manchmal in süßliche Pop-Plattitüden ab.

Wegen watteweicher Keyboardteppiche, esoterisch pustender Flöten und unaufdringlich dahintrabender Drumbeats fühlt man sich gar an keltische Kitschbolzen à la Runrig und Co. erinnert. Überhaupt blitzt traditionell nordisches Liedgut nur bei »Golle Máze« durch; die restlichen Songs könnten auch aus einer amerikanischen Hitfabrik stammen. Schade, denn man würde der Joikerin mit der schmeichelnden Stimme gern zuhören, wenn sie nur kompositorisch die Mainstream-Gewässer mehr meiden würde. (peb)



Siehe auch:
Jienat
Mari Boine


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