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Lange Rezensionen 16 - 20 von 20 im Genre »Metal« und Land »Dänemark« (insgesamt 34)

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Seven Thorns: Return To The Past
( 2011, Nightmare Records OFR666108-1 )

Aus dem dänischen Sjælland stammen Seven Thorns, die Seite an Seite auf »RETURN TO THE PAST« in die Schlacht galoppieren. Die Mannen um Fronter Erik »EZ« Blomkvist rühren alle gängigen Zutaten aus dem Power Metal-Lehrbuch zusammen: Schnelle Gitarren, hetzendes Schlagzeug, eingängige Melodien, mitsingtaugliche Refrains von »Freedom Call« bis zum obligatorischen »Spread Your Wings«.

Allerdings fällt der Gesang von EZ aus dem Rahmen, der auf die genretypischen Jaularien verzichtet und aus voller Brust die Texte ins Mikro schmettert. Die Gitarristen Gabriel Tuxen und Christian B. Strojer schmeißen sich gegenseitig die Soli zu, angestachelt von Bassist Nicolaj Marker und Schlagzeuger Lars »Laske« Borup. Selbstredend erfindet das Sextett die Sparte nicht neu, klingt aber auf seiner Identitätssuche unverbraucht und stark. Während ausgerechnet der Titeltrack sowie »Spread Your Wings« zu den schwachen Momenten zählen, werden Power Metal-Fans an »Countdown« (mit der besten Mikroleistung auf der Scheibe) oder dem hymnischen »Fires And Storms« ihre Freude haben. (nat)

 Seven Thorns: Return To The Past

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Solbrud: Solbrud
( 2012, Euphonious Records/VME PHONI 031 )

Eine Black Metal-Band aus Kopenhagen? Die sich »Sonnenbraut« (Helenium) nennt? Deren Debüt »SOLBRUD« sich mit nur vier Songs trotzdem Longplayer nennen darf, da alle überlang sind? Her damit. Die 2009 von den Brüdern Tobias (Bass) und Troels (Schlagzeug) gegründete Kapelle spielt eine Mischung aus doomig-epischem und rauem Schwarzmetall. Der Opener »Bortgang« beginnt düster-monoton, schleppt sich dreieinhalb Minuten instrumental dahin, erst als Ole Luk (Gesang / Gitarre) ins Mikro faucht, zieht das Quartett das Tempo an. Immer wieder spielen die Dänen mit Stimmung und Geschwindigkeit, unterbrechen träumerische Passagen durch frostige Momente – und schon sind die zwölf Minuten vorbei.

Das anschließende, ebenso lange »Øde Lagt« leiten sie mit Meeresrauschen ein, aus dem ein immer lauter werdendes, dominantes Schlagzeug auftaucht.Nach einigen Minuten drosseln sie die Raserei bis fast zum Stillstand, erst als Adrian Utzon Dietz seine Leadgitarre klagend aufheulen lässt, prescht der Vierer wieder vorwärts. Mit einer zarten Gitarrenmelodie samt leichtem (Sommer?)Gewitter verklingt das Lied. Das darauf folgende »Dødemandsbjerget« ist für Solbruds Verhältnisse fast ein Quickie, mit »nur« siebeneinhalb Minuten, der ebenfalls vom ruppig-feierlichen Wechselspiel lebt, bis sich die Jungs schließlich im monumentalen Epos »Skyggeriget« noch einmal richtig austoben. Ein gefälliger, widerspenstiger Einstand, der mehrere Durchläufe braucht; lediglich Klang / Produktion dürften zeitweise etwas besser sein. Ulver-Fans sollten hier reinhören. (nat)



Siehe auch:
Ulver

 Solbrud: Solbrud

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Svartsot: Maledictus Eris
( 2011, Napalm NPR 391 )

Mal wieder eine Kapelle, die sich der Pest widmet (siehe die norwegischen 1349): Auf »MALEDICTUS ERIS«, dem Drittling von Svartsot, dreht sich alles um das Wüten des Schwarzen Todes im 14. Jahrhundert in Dänemark. Hierzu lässt das Quintett um Thor Bager Folkinstrumente über einen soliden Death-Metal-Boden tanzen – die ob des düsteren Themas manchmal deplatziert heiter wirken.

Wenn man das Thema außer Acht lässt, vermischen die Nordmänner gekonnt traditionelle Weisen mit metallischer Aggression. Auch haben die Dänen ein gutes Händchen für Melodien, doch habe ich nach der Hälfte der elf Songs das Gefühl, dass sich die Kapelle selbst kopiert: Zu vorhersehbar, zu gefällig, zu altbekannt, zu sehr auf-Nummer-sicher. Schade, denn sowohl aus dem Thema, als auch aus dem spielerischen Potential der Musiker hätte sich mehr machen lasse – viel mehr. Trotz einiger guter Momente auf »MALEDICTUS ERIS« sind Freunde von Pagan / Viking Metal dieses Jahr besser bei ihren Labelkollegen Skálmöld aufgehoben. (nat)



Siehe auch:
1349
Skálmöld


 Svartsot: Maledictus Eris

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Thorium: Feral Creation
( 2008, Mighty Music PMZ038 )

2000 pries das deutsche »Rock Hard« Thorium als beste Newcomer; doch nach dem zweiten Album im Jahre 2002 wurde es still um die Dänen. 2008 kehren sie lautstark mit ihrem Drittling »FERAL CREATION« aus den schwedischen Berno Studios (Amon Amarth, The Haunted) zurück. Ihre Mission? »Old School Death Metal zu spielen – laut!« Im Gegensatz zu ihren schwedischen Labelmates Vicious Art, deren »PICK UP THIS SICK CHILD« am gleichen Tag in Deutschland erscheint, lässt es der Kopenhagener Fünfer langsam angehen.

Das »Int(r)o The Abyss« (Grüße an Slayer), geleitet den Hörer gemächlich zum Titeltrack. Diesen prügelt Schlagzeuger Nikolaj Borg indessen zünftig vor sich her, Fronter MHA stürzt böse grunzend voran, brachial flankiert vom Saiten-Trio Allan Tvedebrink / Marcel Lech / KB Larsen. Im gleichen Stil folgen die restlichen 35 Minuten, kurze Verschnaufpausen ausgenommen. Die 1997 gegründete Kapelle erfindet nichts neu, liefert aber einen gepflegten Kracher ab – welcher so manchem Metalhead heftige Nackenschmerzen einbringen wird. (nat)



Siehe auch:
Vicious Art
The Haunted


 Thorium: Feral Creation

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Volbeat: Guitar Gangsters & Cadillac Blood
( 2008, Mascot Records M72652 )

Einen wilden Stilmix knallen uns die Dänen in den Player: Zwischen Country-Intro und Punk'n'Roller à la Social Distortion liegt das knallhart rockende Titelsong, Teil des Beinah-Konzeptalbums um den Toten im Cadillac Dieser kurvt mitsamt seiner Band »GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD«, in der Hälfte der Songs, auf der Suche nach seinem Mörder durch die Lande. Er rammt in »Hallelujah Goat« erneut Life Of Agony, rast durch die Sixties – und pausiert während Volbeat im melancholischen »Mary Ann's Place« eine Geschichte der Vorgängeralben weiterspinnen. Für dieses Stück holt Michael Poulsen erstmals eine unterstützende Frauenstimme ans Mikro: Pernille Rosendahl (The Storm).

Meist aber prescht das Quartett temperamentvoll durch die 48 Minuten, mit viel Country, ordentlich Rock('n'Roll) und sogar Reggae im Intro von »Still Counting«. Es huldigt Metallica mit »Wild Rover Of Hell«, Hank Williams mit dem Coversong von »I'm So Lonesome I Could Cry« und Social Distortions-Version des Countryklassikers »Making Believe«; letzteren gibt es allerdings nur auf als Bonustrack der Erstauflage. Auf die dänische, limierte Ausgabe packen sie zudem die Livesongs »Soulweeper« und »Rebel Monster«. Eine starke Scheibe, die alte Fans bei der Stange hält – und neue erobert. Und wie endet die Geschichte mit dem rasenden Leichnam? Auflösung folgt, wahrscheinlich auf dem Nachfolgewerk. (nat)



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