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Lange Rezensionen 1 - 5 von 174 im Genre »Metal« und Land »Finnland« (insgesamt 385)

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Finntroll: Nattfödd
( 2004, Century Media /SPV 77477-2 )

Das uneheliche Humppa-Metal-Kind Finntroll meldet sich mit »NATTFÖDD« aus den finsteren Wäldern Finnlands zurück – und wie! Bereits der Opener »Vindfärd I Människopesten« vereint auf wundersame Weise Metal, Melodie, Theatralik und Heldengesänge. Der Übergang zum zweiten Track erfolgt so mühelos-nahtlos, als wäre es einer – auch wenn sich dieser als Folk- und Humppa-lastiger mit russischem Touch entpuppt. Im wilden Mix vereint, reiht sich nun Stück an Stück (»Trollhammeren« schleicht sich im Mittelalter-Gewande in die Ohrmuscheln), bis man sich beim Ausklang »Rök« verwundert die Augen reibt und fragt: War's das etwa schon? Leider ja.

Respekt! Stiegen die Mannen doch wie Phönix aus der Asche, nachdem Sänger Katla wegen eines Stimmband-Tumors die Band verlassen musste und im März 2003 Gründungsmitglied Somnium starb. Wilska, der neue Troll am Mikro, zeigt sich als würdiger Nachfolger. (nat)



Mehr CDs von Finntroll



Siehe auch:
Windir
Timo Rautiainen

Moonsorrow

Verschiedene: Spikefarm Sampler Vol. 2 – 2003



Zum Artikel über Finntroll

 Finntroll: Nattfödd

Offizielle Website

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A.R.G.: Redemption From Refaim
( 2015, Ranka Kustannus /Soulfood - )

A.R.G. bedeutete ursprünglich »Aku Raaska Group«, benannt nach dem ersten, kurzzeitigen Sänger, und wurde später in »Ancient Rotten Graveguards« umgedeutet. Zwar wurde die finnische Kapelle schon anno 1987 gegründet, doch lag sie ab 1994 auf Eis und wurde erst 2011 wiederbelebt – was die spärlich Anzahl von bis dato nur zwei Alben (plus diverse Demos und EPs) erklärt: »ENTRANCE« (1989) und »ONE WORLD WITHOUT THE END« (1991). 2015 legt die Truppe aus Kuusamo mit »REDEMPTION FROM REFAIM« ihren Drittling vor und nennt ihren Stil »Reindeer Metal«; ich nenne ihn angedeathten Old School Thrash, was wunderbar zum Gründungsjahr passt.

Bis auf den neuen Schlagzeuger Timo Hanhijoki (u.a. Corpset, Frostborn) entspricht die Truppe der Original-Besetzung, abzüglich Aku Raaska. Die Gitarristen Jari Kelloniemi (Corpset, ex-Lycantrophy) und Vesa »Wesleyer« Säkkinen (Anger Cell, ex-Lycantrophy, ex-Pain Confessor) schrubben Riffs à la Ruhrpott mit einem Hauch Bay Area während Basser/Sänger Tenho »Tepa« Kareen/Karjalainen (Gorem) knapp 38 Minuten lang in fieser Death-Manier ins Mikro röchelt. Anspieltipps: Das brutal geschredderte »Equilibrium« mit teils doppeltem Gesang, das ebenso brachiale, schnelle »Hypocritical Rites« und die schwere Midtempo-Nummer »Bloodstar«. Wer eine Mixtur aus Death und Old School Thrash mag, ist hier bestens aufgehoben. (nat)



Siehe auch:
Pain Confessor

 A.R.G.: Redemption From Refaim

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Agonizer: Birth / The End
( 2007, Spinefarm /Universal 173459-0 )

Century Media lehnte die Combo nach ihrem dritten Demo »Lord Of Lies« schließlich doch ab – und tat gut daran. Was die Spinefarm-Macher dazu bewog, Agonizers Debüt zu veröffentlichen, wissen die Götter. Dieser keyboardlastige Power Metal erregt keinerlei Aufsehen. Weder im positiven, noch negativen Sinne. Mittelmäßige Gitarrenriffs paaren sich mit mittelmäßigen (Keyboard)Melodien zu mittelmäßigem Gesang und gebären ein mittelmäßiges »BIRTH/THE END«.

Wen diese Beschreibung noch nicht gähnen lässt, dem sei gesagt: Die Produktion ist nicht nur mittelmäßig, sondern schlecht. Bei derart trüben Klängen hilft nicht einmal voll Aufdrehen. So stochert der Hörer lustlos im schlammigen Soundbrei, sich nach Würze sehnend. Agonizer zeigen durchaus ansprechende Ansätze, sonst wären sie bei diversen Bandwettbewerben nie verhältnismäßig weit gekommen. Doch bleibt es leider bei diesen – sonst hätten sie einen ebendieser Bandwettbewerbe auch gewonnen. Ob »BIRTH« zugleich »THE END« bedeutet, zeigt die Zukunft. (nat)

 Agonizer: Birth / The End

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Ajattara: Kalmanto
( 2007, Spikefarm NAULA096 )

Ajattara kommen einfach nicht aus dem Untergrund heraus, trotz neunjähriger Bandgeschichte, trotz des mittlerweile fünften Studioalbums. Liegt es an den finnischen Texten? Mitnichten. Nordischer Black Metal trumpft in seiner Muttersprache erst richtig auf, man denke nur an Dimmu Borgir (»Stormblåst«), Satyricon oder Storm. Das ajattarasche Paradebeispiel »Turhuuden Takila« klingt so brutal, so abgehackt hart – auf Englisch würde es niemals so wirken.

Liegt es an der eigenwilligen Darbietung, so beklemmend, erdrückend finster, wie es kaum eine andere Band dieses Genres vermag? Niederschmetternde Riffs, tonnenschwere Rhythmen lasten auf den Stücken, dazu kommt das schroffe Fauchen Ruojas. Oder ist es ganz einfach der alte Knackpunkt? Es gelingt den Finnen einfach nicht, das Niveau des Openers und zwei, drei nachfolgender Nummern über die Gesamtlänge zu halten. Bei einer Spielzeit von gerade 36 Minuten und neun Songs ein echtes Problem. Und so verschwinden geniale Lichtblicke wie »Alttarilla Aamutähden« zwischen Einförmigem. So hinterlässt »KALMANTO« trotz 20-sekündiger, mehrstimmiger Stöhnorgie in »Naimalaulu«(!) einen etwas unbefriedigten Hörer. (nat)



Mehr CDs von Ajattara



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Satyricon

Storm

Amorphis


 Ajattara: Kalmanto

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Alghazanth: Vinum Intus
( 2011, Woodcut Records CUT056 )

Bei Black Metal denke ich sofort an Norwegen. Dann an einige alte schwedische Bands wie Dissection und mittlerweile immer mehr an Finnland: Vor allem Woodcut Records hat so einige Schwarzmetaller unter Vertrag wie Behexen (mit einem der abartig krächzendsten Sänger des Genres), Horna oder die hier vorliegenden Alghazanth. »VINUM INTUS« ist schon das sechste Werk der Kapelle um Fronter und Bassist Goat Tormenter – nicht nur die Namen der Mitglieder lassen kein Klischee aus.

54 Minuten huldigt das Quintett aus Jyväskylä Satan; so böse, so frostig, so finster, dass jeder Black Metaller diese Band einfach mögen muss. Die ersten Takte von »With A Thorn In Our Hearts« könnten auch von einem sehr frühen Dimmu Borgir-Song stammen, doch im weiteren Verlauf beweisen die Finnen ihre Eigenständigkeit und ordentlichen Groove. Obwohl sich der Großteil der neun Stücke um die Siebenminuten-Marke einpendelt, langweilen sie nie. Schlagzeuger Gorath Moonthorn knüppelt nicht nur stumpfe Blastbeats, die Gitarristen Thasmorg /Grimort lassen immer wieder akustische Passagen einfließen, der Frontkrächzer passt einfach perfekt und sporadisch eingesetzte Streicher, Keyboards oder Frauenchöre setzen tatsächlich nur Akzente, statt abzulenken. Hören! (nat)



Siehe auch:
Dissection
Dimmu Borgir

Horna


 Alghazanth: Vinum Intus

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