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Lange Rezensionen 121 - 129 von 129 im Genre »Rock« und Land »Dänemark« (insgesamt 191)

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Tremolo Beer Gut, The: Under The Covers With...
( 2011, Crunchy Frog /Soulfood )

Edeltrash mit hohem Coolnessfaktor: Die infernalischen Vier von The Tremolo Beer Gut zollen auf »UNDER THE COVERS WITH...« ihren neuen und alten Helden Tribut und widmen sich der Kunst des Covers auf gehobenem Niveau. Wobei die Auswahl der Stücke, die sie im schwarzweißen Sixties-Style neu interpretieren, von Kraftwerks »Modell« bis zum Lalo Schiffrins »Danube Incident« reichen. Hauptsache, wir haben einem teuflischen Spaß und lassen die guten alten Surf- and Western Rock'n'Roll-Zeiten hochleben. Dabei haben die Dänen vor allem den Überraschungesffekt auf ihrer Seite, wenn sie bei ihrem Raubzug durch unsterbliche Songwelten kurz und knappig Klassiker wie »Pet Sounds« von den Beach Boys oder »Useless« von Depeche Mode kidnappen.

Das Pokerface-Quartett kommt hier weithehend ohne Vocals aus, was den Retro-Schick auf Filmmusikniveau nur noch besser zur Geltung kommen lässt. Wir streifen die schwarze Lederjacke über und brausen unter größtem Getöse mit dem Rebel-Witout-Cause-Motorrad davon. Die Geste zählt! Dass die stilisierte Rebellen-Attitüde nun wirklich nichts Neues ist, darüber wollen wir hier mal gnädig hinwegsehen. (emv)



Mehr CDs von Tremolo Beer Gut, The

 Tremolo Beer Gut, The: Under The Covers With...

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Trust: From Light Into Mass
( 2010, Play/Rec 37v )

Als »The Next Big Thing« möchte das auf experimentelle Töne spezialisierte dänische Label Play/Rec das Debüt ihrer Landsleute Trust verkaufen, aber liebe Leute, da kriegt man doch gleich einen Hals, bei so einer forsch-anmaßenden Attitüde. Gehts auch eine Nummer kleiner? Angeblich soll das Kopenhagener Duo die Haupstadt von Hamlet-Land bereits vor drei Jahren mächtig durchgewirbelt haben. Mag sein. Bleiben wir doch lieber bei den Tatsachen. »FROM LIGHT INTO MASS« kommt mit Anspruch, aber nicht unbedingt mit überborderner Originalität daher. Die beiden Musiker schlagen einen Seitenpfad leicht abseits der wohl erkundeten Wege des Progressive Metal ein, wobei ihr Fokus auf Folkigem und Mittelalterlichem ausgeprägt ausfällt. »Elektriktrick! würde Catweazle jubelnd ausrufen.

Man mag es dem Duo angesichts seiner eher martialisch daherkommenden Gitarrendonner-Grundhaltung, des wehrhaften Geschreis und betont eigenwilligen Hakenschlagerei zwischen den härteren Stilen nur ungern sagen, aber der Minnesänger-Rock (ohne Strumpfhosen) ist als Grundströmung stets latent präsent. Musik am Hofe des bösen schwarzen Ritters. Oder so. Hauptsache mysteriös-schwurbelig. Lachen ist hier nicht, die Sache ist bitterernst. Am Schluss wird es sogar beschaulich-balladig. Nichts für ungut, aber wenn diese Einfachstrickerei, wenngleich durchaus kraftvoll, das nächste große Ding sein sollte, dann müsste man sich doch sehr wundern. (emv)

 Trust: From Light Into Mass

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Tyrants & Kings: Run March Burn
( 2014, Nordic Music Society ApS /Soulfood )

Böse, böse Buben! Schnörkellos aufspielende Rocker, die ihr Publikum mit schierer Wucht an die Wand spielen. Mit Macht vorwärts gestürmt und keine Gefangenen gemacht: Das ist das simple, aber wirkungsvolle Konzept von Tyrants & Kings. Rock´n´Roll funktioniert seit seinen Anfängen so, und daran hat sich nichts geändert. Das Quartett, bei dem Mitglieder der verblichenen Band The Royal Highness mitmischen, setzt auf die Rauhbein-Vocals von Sänger Dennis Karsten und eine kompakte Mannschaftsleistung der musikalischen Mitstreiter. Der mittleidlose Bass im hypnotisch in Bann ziehenden »Howlin´With The Wolf Man« ist jedenfalls vom Feinsten!

Mit »RUN MARCH BURN« legen die Dänen bereits ihr drittes Album vor, das sie in Eigenregie uner Live-Bedingungen aufgenommen haben: Analog ist besser! Denn ohne produktionstechnischen Schnickschnack klingt der Sound hier so, als ob wir neben der Band im Probenraum stünden. Blut, Schweiß und Tränen: Darum geht es hier! Den Originalitätspreis werden Tyrants & Kings nicht gewinnen. Zitate fliegen durch die Luft wie Konfetti: Die Doors, die Stones, Hawkwind und AC/DC. Aber darum geht es auch nicht: Denn die Dänen überzeugen mit kompromissloser Leidenschaft! (emv)

 Tyrants & Kings: Run March Burn

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The Unit: White Night
( 2004, Play/Rec Play/Rec15 )

The Unit sind einer jener jungen Kopenhagener Bands, die noch und voller Inbrunst an den Rock glauben. Die Stimme auf heiser und ein wenig nölig gedreht; es quengelt und schrubbt die Gitarre, während Bassist und Drummer nicht aus der Ruhe zu bringen sind. So war das damals, so ist das heute, und warum sollte es nicht auch übermorgen so sein? Innovativ sind andere, die versponnener und ziselierter sind. Damit könnte man es bewenden lassen, nur haben die Jungs passable Song-Ideen im Gepäck, die gefallen. Kleine Haken und Ösen sind ausgelegt, knappe Melodiestückchen locken wie Rosinen im Kuchen – und ist es nicht eine Kunst, gerade in der Einfachheit daheim zu sein?

Neun Songs hat man so zusammengetragen, die wie unverwüstliche Küchenstühle herumstehen und darauf warten, dass man sich setzt. Wahrscheinlich sollte man sie mitnehmen, in den nächsten Konzertraum schleppen, wo die Musiker noch selbst aufbauen und Pizza aus Pappschachteln essen. Bestimmt sind The Unit eine prima Liveband, aber was macht man, wenn man selbst einen hoch empfindlichen Holzboden hat, man also stets die Schuhe ausziehen muss? (frk)

The Unit: White Night

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Allan Vegenfeldt & Carsten Dahl: Charlie Butterfly
( 2002, Stunt /Sundance STUCD 02092 )

»Ein Jazzpianist, ein Rocksänger, Autor Klaus Rifbjerg und ein Film = CHARLIE BUTTERFLY«. So lautet die Rechnung zum vorliegenden Album. Regisseur Dariusz Steiness, der die Musik in seinem Spielfilm-Debüt ausnehmend wichtig nimmt: »Musik ist die am meisten benutzte Sprache, die in Filmen Verwendung findet. Sie drückt jedes denkbare Gefühl aus«. Die ausdrucksstarke Stimme Allan Vegenfeldts (Ex-Sandmen) dominiert den Soundtrack, der sämtliche im Film gespielte Stücke und mehr enthält.

Möglichenfalls kommen manchem (Kino)Zuschauer die von der Band gespielten Jazzstücke irgendwie bekannt vor, doch arrangiert hat sie der Klaviervirtuose Carsten Dahl alle ausschließlich für diesen Film. Er spielte fast alle Instrumente ein, auch das Schlagzeug. Lediglich Trompeter Jens Winther und Bassist Lennart Ginman sowie einige Streicher erweitern die Melodien eindringlich, intensiv, berührend. Ob das Werk unter Rock- oder Jazz fällt – daran scheiden sich die Geister. Doch unbestritten ist: Es klingt einfach einmalig perfekt. (nat)



Siehe auch:
Carsten Dahl

Allan Vegenfeldt: Charlie Butterfly

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Virgo: Youandmeversustime
( 2004, Art People /GDC Danmark APCD 60034 )

Lasst es krachen, ihr Dänen! Und das tun sie denn auch. Schließlich ist es erst ein paar Jährchen her, als der Sänger und Gitarrist Johan Stahl zusammen mit dem Schlagzeuger Mads Beldring Stücke von Jimi Hendrix und Led Zeppelin nachspielte – als Schulcombo, wie es sich gehört. Nach und nach kam der eine und die andere – so die Geigerin Louise Mølholm – dazu, und mittlerweile sind Virgo zu einer soliden Rockband angewachsen, deren Debüt vielversprechend klingt.

Einerseits bietet es soliden und straight durcharrangierten Rock; andererseits haben Virgo darauf geachtet, den einen und anderen Schnörkel zu ziehen und sich so manche Eigenart zu bewahren. Ein bisschen gefühlig, ein wenig ergriffen gibt man sich, ohne dabei je ins Pathetische abzurutschen. Ein echter Lichtblick im Einerlei der vielen Rockbands, denen man technisch nichts nachsagen kann – und die doch nicht in Erinnerung, sondern blass bleiben. (frk)

 Virgo: Youandmeversustime

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Whores & Thieves: Anti Echo Chamber
( 2012, Für Records)

Keine Sperenzchen, nirgendwo: Whores & Thieves kehren auf ihrem Debütalbum »ANTI ECHO CHAMBER« zu den rauhen, kraftvollen Ursprüngen des bluesigen 60ies-Südstaatenrocks zurück. Das Quintett aus Kopenhagen hält nichts von komplizierten Soundeffekten und hat den Erstling live im Studio eingespielt. Die ehrlichen Kerle, das sind wir! Die Rhythmus-Abteilung ist in Tracks wie »For the Sake Of My Condition« stark ausgeprägt, was bestens mit den erdigen Vocals von Sänger Christian Bonde kontrastiert. Die Dänen sind auf einer Mission: Die Songstrukturen aufs Wesentliche zu reduzieren um, um an den realistischen Kern verdüsterter Emotionen zu gelangen.

Mit finsteren, fein arrangierten Balladen wie »Mr. Warmonger« knüpfen Whores & Thieves an die sozialen Protestbewegungen der 60er an, ohne dabei anbiedernd zu wirken. Gemütlich machen kann man es sich auf den zwölf Tracks dieses Albums nirgendwo: »Evelyn«, die hier schmutzig whiskeykehlig besungen wird, ist eine Dame, die kompliziert ist, um nur das Mindeste zu sagen. Auch das scheinbar so harmlose Banjo, das durch »Old Engine« vagabundiert, vermittelt alles andere als heile Country-Seligkeit. Whores & Thieves machen in Tracks wie »Hordes« klar, auf wessen Seite sie stehen: Auf der von Verliereren und sozialen Absteigern. Und sie tun das mit so fetten Gitarren, dass man solidarisch mit ihnen ehrlichen Schweiß vergießen will. (emv)

 Whores & Thieves: Anti Echo Chamber

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Marcus Winther-John: Grow
( 2003, Art People APCD 60044 )

Würde er einen nicht manchmal zu oft an Tom Petty erinnern! Denn das kann dazu führen, dass man ein wenig voreingenommen und daher ungnädig Marcus Winther-John lauscht, der in guter alter Rocktradition den grundehrlichen Songwriter gibt. Entsprechend wird alles an Riffs und Rhythmen auf ihn zugeschnitten, bleibt seine Musik frei von Experimenten, schnörkellos und gradlinig. Damit klänge sie auch ein wenig langweilig, verstände sie es nicht immer wieder sich aufzuraffen, um vielleicht diesmal den einen einzig wahren Song wie nebenher zu kreieren – wovon schließlich ein jeder Rocker träumt.

Durchaus illuster seine Begleitband mit den Skaerbaek-Brüdern an Gitarre und Bass, dazu Keyboarder Morten Buchholtz sowie der Schlagzeuger Jesper Lind. Zuweilen noch an der Gitarre ein echter Garant bester Saitenkunst: Tim Christensen, der zugleich einen der überzeugensten Songs beisteuerte, der durchaus das Zeug zu einem internationalen Hit gehabt hätte. (frk)

Marcus Winther-John: Grow

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Yellowish: So Bright
( 2006, Quartermain Records QMRCD013 )

Man hört das Seufzen bis an den Alpenrand, wenn die Dänen von ihrer neuen Indiepop-Hoffnung schwärmen. Von hübsch vertrödelten, leicht schief gewickelten und immer melancholischen Songs ist da die Rede und von der einwandfreien Livepräsenz des Quartetts aus Århus. Ach ja. Im Tageslicht betrachtet sieht das ganze natürlich etwas anders aus. Was in der Dunkelheit und in einsamen Herbstnächten durchaus funktionieren kann, erpuppt sich hier als sprödes Mittelmaß. Beim Frau / Mann-Zwiegesang stehen die Fahnen sogar auf leichte Verzweiflung. Und das nicht nur in deren stimmlichen Ausdruck, sondern vor allem auf der Stirn des Hörers.

Ohne Lauras hochnölende Stimme wäre dieses Album doch deutlich angenehmer ausgefallen. Aage versteht es nämlich mit seinem dunkel getünchten Klang (erinnert am ehesten an die wunderbaren The National aus New York), ausweglose Stimmungen heraufzubeschwören. Aber ohne vertrackte Wendungen reicht selbst das auf dem Zweitling nicht, um ernsthaft aufhorchen zu lassen. Vielmehr erinnert »So Bright« an die Gelb-Phase einer Ampel. Man ignoriert sie und drückt den Fuß noch ein wenig fester aufs Gaspedal. Damit man schnell vorbei kommt. (maw)

 Yellowish: So Bright

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