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Lange Rezensionen 1 - 10 von 421 im Genre »Rock« und Land »Schweden« (insgesamt 692)

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Kristofer Åström & Hidden Truck: Northern Blues
( 2002, V2 /Zomba 7071872.2 )

Mit seiner Band Fireside pendelt er sonst zwischen Hardcore und Rock-Rabaukentum. Solo jedoch profiliert sich Kristofer Åström zunehmend als tiefgründiger Singer/Songwriter zwischen Folk, Country und Blues - unterstützt von seinen Fireside-Kompagnons Per Nordmark an den Drums, Pianist Peter Hermansson und Gitarrist Jari Hapaalainen.

Der junge Stockholmer liefert ein Füllhorn feinsinniger, oft todtrauriger Songs, in denen Streicher nach Herzenslust schluchzen und zart klingelnde akustische Gitarren durch den Raum schweben. Manchmal allerdings steigern sich die elektrische Gitarren zum herben Crescendo und lassen ansatzweise die gewaltige Rockkraft Åströms erkennen. Derlei bittersüßes Balladentum erinnert an große, an ganz große Balladen-Barden wie Nick Drake oder den norwegischen Midnight Choir. (peb)



Mehr CDs von Kristofer Åström & Hidden Truck



Siehe auch:
Kristofer Åström solo
Fireside

Midnight Choir



Zum Artikel über Kristofer Åström

Kristofer Åström: Northern Blues

Offizielle Website

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5th Sonic Brigade: 5th Sonic Brigade
( 2009, Öhrn Music /Sound Pollution OMM003 )

5th Sonic Brigade – nie gehört? Das könnte daran liegen, dass du nicht in Schweden lebst: »The Whooo Song (Remix)« ist in skandinavischen Clubs einer der am häufigst gespielten Songs und in der Originalversion auf dem selbstbetitelten Debüt zu hören. Besondere Kennzeichen: Stampfendes Schlagzeug, pulsierender Bass, melodische Gitarre, Stimme die in den Strophen den Ohren schmeichelt und im Refrain zum Mitsingen auffordert. Der Opener »Stop« hat deutlich mehr Ecken und Kanten.

Einige Stücke wie »Knock, Knock On My Door Again« preschen ordentlich vorwärts – kein Wunder bei der Vergangenheit der Bandmitglieder: Sänger Marcus Öhrn kommt von Noice, (eine schwedische Punklegende), Gitarrist Ryan Roxie spielte mal bei Alice Cooper, Bassist Peter Samuelsson bei den Nifters und Henry Ranta trommelte früher bei Soilwork. Die Stärke des Quintetts liegt eindeutig im groovenden Rock-Bereich, auf die Fast-Schnulze »Black Death, Monster, Evil (I'm The Truth)« hätte die 2007 gegründete Band besser verzichtet. Freunde skandinavischen Rocks, der Foo Fighters oder Queen Of The Stone Ages sollten reinhören. (nat)



Siehe auch:
Soilwork

 5th Sonic Brigade: 5th Sonic Brigade

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A.C.T.: Last Epic
( 2007, Inside Out /SPV 79452 )

Anlässlich der Veröffentlichung des vierten Albums von A.C.T. legte ihr neues Label InsideOut die »vergriffenen« ersten drei Platten mit ein paar Bonustracks und »erweiterten Booklets« neu auf. Die Band selbst nennt ihre Musik »MelodicProgRockPompPop«, und diese Beschreibung trifft jede der vier Scheiben eigentlich besser als jede Kommentierung von Kritiker- oder Fanseite es könnte. Man darf beim »Prog«-Anteil allerdings keinesfalls einen ausgefeilten oder druckvollen »Krautrock«-Rhythmusrock erwarten, sondern eher ein – wahrscheinlich humorvoll gemeintes – Spiel mit Versatzstücken verschiedenster Einflüsse, die immer wieder für Tempo- und Dynamikwechsel in der Komposition sorgen. A.C.T. nennen unter anderem Saga, Rush, Yes, Queen und Electric Light Orchestra als Einflüsse, doch etwas Eigenes vermögen sie aus diesen Vorbildern nicht zu gestalten. Vor allem die Ambitionen in Richtung Queen und ELO (z.B. »A Loaded Situation« oder »The Effect«) misslingen mit zuverlässiger Regelmäßigkeit. Aber vielleicht darf man den selbstgewählten Vergleich auch einfach nicht zu ernst nehmen.

Die dritte CD mit dem sympathischen Titel »Last Epic« verzichtete erfreulicherweise auf ein weiteres entsetzliches Bandfoto auf dem Cover, doch die Musik des wieder einstündigen Albums unterscheidet sich – natürlich – so gut wie gar nicht von der zwei Jahre zuvor veröffentlichten zweiten Platte »IMAGINARY FRIENDS« und ihrem cheesy Gitarren-Keyboard-Sound. Never change a winning team ... Auf die wenig eindrucksvolle Leadstimme und die nirgends prägnanten Songs muss man wie gehabt gefasst sein, der subtile Unterschied von »Last Epic« gegenüber den Vorgängern liegt in der Verwendung von etwas mehr Synth- und Voice-Effekten hier und da. Auf der »Special Edition« bekommt der Käufer drei Demos und ein »String Medley« als Bonus. Hier kann man erstmals die ruhige und auf Piano(ersatz) reduzierte Seite der Band kennenlernen; vor allem »Ted’s Ballad« erinnert (auch in der endgültigen Albumversion) in Gesang an die Hollies. (ijb)



Mehr CDs von A.C.T.

 A.C.T.: Last Epic

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Abramis Brama: Live!
( 2007, Transubstans /Record Heaven Trans024 )

Da fliegen die langen Haare, und die Blumenhemden blähen sich. Da fließt der Schweiß gleich hektoliterweise. Da kann sich ein Gitarrensolo so richtig altmodisch eine kleine Ewigkeit hinziehen. Der aufmerksame Hörer wird auf eindrucksvolle Weise daran erinnert, dass der Blues der Nährboden ist, auf dem die Rockmusik in alle Richtungen wuchern konnte. Leidenschaft und Rhythmus sind alles. Für feinsinnige Gemüter und Arcade-Fire-Fans ist dieser rauhe Seventies-Rock nichts. Das auf schwedisch singende Quintett, das in den zehn Jahren seines Bestehens fast ein Dutzend Alben eingespielt hat, ist eine fantastische Live-Band, wie diese aktuelle Aufnahme zeigt. Hallohallo, wer im Publikum nicht Hüften und Hände schwingt, hat im Grunde nichts kapiert.

Dass die Fünf gerne Richtung Progressive Rock blicken, zeigt sich in ihrer Vorliebe für das epische Ausdehnen der Songs und den leichten Hang zum Pathos. Aber mit intellektuell verbrämten Kiffergeschwurbel haben diese Herren nichts am Hut. Sänger Uffe ist ein Rock'n'Roll Animal, und Rest der Truppe steht ihm da in nichts nach. Die Leistung des Teams muss stimmen, sagt unser Fußball-Bundestrainer immer. Da könnte er seinen Spielern im Mannschaftsnbus mal Abramis Brama vorspielen, damit die Armen nicht immer nur Xavier Naidoo hören müssen. (emv)



Mehr CDs von Abramis Brama

 Abramis Brama: Live!

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The Accidents: Poison Chalice
( 2005, Burning Heart /SPV BHR 198-2 )

Laut bandeigener Website stammen The Accidents von Aliens ab. Wer aber »Angel Of Death« hört, wird vermuten, dass Motörheads Lemmy zumindest bei der Zeugung des Sängers D Vacuum seinen ... äh, Finger im Spiel hatte. Während der Sänger mit Gitarrist Kid Kreole fröhlich schrammelig klampft, prescht Jerry Lee Lewis' Geist mit seinen Artgenossen in Lichtgeschwindigkeit durch. Folgerichtig hämmert Rick Rebel Jennings in Höchstgeschwindigkeit aufs Drumkit, Fred Tank reißt ungestüm an den Saiten seines Basses, und alle haben Spaß dabei.

Auf »POISON CHALICE« ziehen sich Anleihen von diversen Bands durch einige der Songs; zugegebenermaßen nicht besonders neu, aber überaus wirkungsvoll. Ein Dutzend Punk'n'Roll-Geschosse verpulvert das Quartett mit Koteletten, weißen Hemden plus Hosenträgern in einer knappen Dreiviertelstunde. Nur? Schnell auf Repeat drücken, Regler nach rechts schieben und dann: Sex, Space and Rock'n'Roll! (nat)

The Accidents: Poison Chalice

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Adhesive: We Got The Beat
( 2000, Ampersand /Indigo )

16 Stücke in 39 Minuten – det is Punkrock! Seit 20 Jahren schon lebt der kleine Schreihals nun in der x-ten Generation kein schlechtes Leben, was er nicht zuletzt Bands wie Adhesive zu verdanken hat, die sein Erbe nicht gänzlich den labberigen Offsprings und Bloodhound Gangs überlassen. Adhesive, zu deutsch Klebstoff, zählen zu den erfolgreichsten schwedischen Punk- und Skater-Bands und haben es seit ihrem '96er-Debüt »SIDEBURNERS« auch international zu respektablem Ruf gebracht. Verdientermassen, wie auch ihr drittes Album beweist.

Mit Millencolin werden sie nicht zu Unrecht oft verglichen, wenngleich Adhesive eindeutig die besseren, differenzierten Spieler sind – ausgezeichnet etwa Drummer Robert Samsonowitz. Was nicht bedeutet, dass auch nur einer dieser 16 Tracks kompliziert wäre. »WE GOT THE BEAT« wird seinem Titel vollauf gerecht: Pogo. Bier trinken, kollektives Mitgröhlen, Partylaune und kein bisschen funky sein. (roj)



Siehe auch:
Millencolin

 Adhesive: We Got The Beat

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Aerial: Black Rain From The Bombing
( 2006, Noisedelux /Hausmusik nomethod02 )

Ach, hübscher Krach, da bist du ja wieder. Langgezogen und elegisch und auf der Stelle tretend dank vor sich hin schlenkernder Gitarren und einem stoischen Schlagwerk. Und wühlt sich gelegentlich eine leicht resignierte Stimme aus dem Hintergrund nach vorn, die sich dann auch noch chorisch ausweitet, so ist das kleine, brüchige Glück im unspektakulärem Alltag perfekt. Vier Stücke bieten Aerial – dabei weniger quadratisch-praktische Songs, denn ineinanderfließenden Rock. Und hat man sich ein wenig eingehört, fallen umso mehr die spannungsgeladenen Übergänge zwischen monologisch rüden Geräuschpassagen und (noch?) schüchternen Melodieansätzen umso ins Gewicht.

Okay, so neu ist das alles nicht. Entsprechend lassen sich manche Vorbilder auflisten, wie die Endlosrocker von Salvatore, und wer mag, kann sich gelegentlich an Sonic Youth erinnert fühlen. Macht das was? Mitnichten. Solide Musik mit einem leicht depressiven Unterton, wie ein Spaziergang durch leere Straßen an einem nutzlosen Novembertag, kann man schließlich immer gut gebrauchen. Vielleicht nicht heute, dafür morgen; wer weiß. (frk)



Mehr CDs von Aerial



Siehe auch:
Salvatore

 Aerial: Black Rain From The Bombing

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Alarma Man: Alarma Man
( 2006, Sinnbus SR017 )

Ein Brocken. Ein Galle speiendes Donnergrollen. Ein freakiges Nervenbündel. Chaos, Mathcore. Alarma Man sind gefangen in den Wirren der instrumentalen Rockmusik, im unlösbaren Knäuel der stakkatoartigen Post-Irgendwas-Mucke und haben anscheinend ihre Notenblätter verloren. Gesucht wird hektisch und auf eigene Faust, so dass sich Gitarren, Schlagwerk und Bass nur ab und zu über den Weg laufen. Eine eher spontane, glückliche Zusammenkunft, denn geplantes und durchorganisiertes Treffen. Ein dräuendes Hallo, ein hastiges Bier auf die Schnelle und dann wird einfach mal das elektronische Helferlein angeworfen.

Alarma Man aus den unaufgeräumten Vierteln Göteborgs schinden mit ihrem vertrackten Erstling gehörig Eindruck – auch wenn derweil an der Stringenzschraube noch etwas gedreht werden darf. Die angezackten Gitarren setzen spitze Stiche, die bollernden Riff-Improvisationen hacken das Stückwerk noch weiter entzwei. Und nur darauf wollen die hinaus. Monströs und ungemütlich ungestüm. (maw)

 Alarma Man: Alarma Man

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Alex Face: Never Been Alright
( 2009, Alleycat Records ALC 018 )

Dicke Lippe machen, trotzig die Stirn runzeln, rotzig von unten schauen. Diese Pose beherrschen sie perfekt, die vier Herren von Alex Face. Diese jungen Lederjacken-Rebellen halten die alte Schule des schmutzigen, schweißigen, aufbegehrenden Rock'n'Roll hoch. Auf ihrem zweiten Longplayer »NEVER BEEN ALRIGHT« geht es nicht um Schönspielerei und Perfektion, sondern um das atemlos Unmittelbare, das bewusst Unfertige, dass ungestüm Rauhe. Nicht umsonst wurden die zwölf neuen Songs im Studio live aufgenommen, um eben diese Rohheit herauszuarbeiten. Zurück zu den Verlierer-, den Außenseiter-Wurzeln des Rock, als der biedere Büroangestellte rasch die Straßenseite wechselte, wenn die Jungs in schwarzer Kluft mit der Tolle und dem finsteren Blick um die Ecke auftauchen.

Dass der Rock ursprünglich etwas mit dem mächtigen Schmerz des Blues zu tun hat, haben Alex Face ebenso wie die White Stripes verstanden. Mit Meg und Jack White und Tom Waits würden sich Alex Face jederzeit an einen Tisch setzen. Und darauf trinken, dass die bösen Erfahrungen im Leben zwar mächtig wehtun, aber dass sie, wenn man sie mit den Mitteln von Gitarre, Bass und Schlagzeug transformiert, so tief in Bauch und Beine gehen, dass man nur noch leidenschaftlich dazu tanzen kann. Um die Teufel auszutreiben, sozusagen. Puristen des perfekten, glatten Studioklangs werden mit dieser Aufnahme nicht glücklich werden. Wer wirklich verstanden hat, worum es im Rock eigentlich geht, der schon. (emv)

 Alex Face: Never Been Alright

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Alicate: World Of Anger
( 2009, Foorestrecords)

Die Dinosaurier sind ausgestorben. Dachten wir. Die Dinosaurier des Synthie-Stadionrocks. Diese pathetischen Männer, die die Fäuste ergriffen gen Himmel reckten und so taten, als seien sie von den eigenen Tönen und Texten bis ins Mark ergriffen. Nur waren sie schlechte Schauspieler und keiner hat ihnen diese Scharade ernsthaft abgenommen. »The Final Countdown«, noch Fragen? Aus, vorbei, gnädig in irgendeiner abgelegenen Ecke auf dem Speicher abgestellt, dachten wir. Falsch gedacht. Nicht nur, dass Europe jetzt wieder auf Tour gehen, auch ihre fernen Verwandten von Alicate tun so, als sei seit Mitte der 80er die Zeit stehengeblieben.

Die vier Schweden von Alicate sind in wechselnden Besetzungen tatsächlich seit dem Plastik-Jahrzehnt musikalisch aktiv und ein erschreckendes Beispiel dafür, dass der Mensch nicht lernfähig ist. »WORLD OF ANGER« ist nach langer Schaffenspause als Comeback-Album konzipiert, was ein schöner Grund für eine neue Standortbestimmung gewesen wäre. Alicate vertun diese Chance mit einer gewissen Folgerichtigkeit. Der Blick bleibt streng nach hinten gerichtet, in die fernen Zeiten, als melodiöser Hard Rock unter heftigem Keyboard-Einfluss plus männlich-kerniger Reibeisenstimme emotionale Wallungen auslöste und Leute wie Ronnie James Dio zu viele Alben verkauften. Zur Strafe schicken wir euch jetzt in die Mottenkiste. Dringend zurück auf den Speicher! (emv)



Siehe auch:
Europe

 Alicate: World Of Anger

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