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Alle Rezensionen zu Lars Petter Hagen
(Genre »Klassik«, Land »Norwegen«)

 

Lars Petter Hagen: Cikada Harmonium Repertoire
Cikada · Christian Eggen
( 2019, LAWO Classics /Challenge Records Internationa LWC 1190 , Einspielung: Januar 2019 )

Über die vergangenen 30 Jahre seit der Gründung im Jahr 1989 hat sich Cikada international einen beachtlichen Status erarbeitet; in stetig wechselnder Größe und Besetzung spielt das Ensemble zeitgenössische Kompositionen, darunter etliche Auftragswerke und Uraufführungen bei renommierten Musikfestivals. Pianist und Leiter Kenneth Karlsson schreibt im Beiheft dieser neuen CD, wie schwierig und unzufriedenstellend 2003 die Uraufführung von Lars Petter Hagens »Max F: Passage – Silence and Light Triptych« (um 2000 während Hagens Zeit in Berlin geschrieben) beim Osloer Ultima-Festival war. Auch berichtet er, wie der Komponist über einen längeren Zeitraum Cikada neue Werke auf den Leib schreiben wollte, aber Karlsson nicht so recht Lust auf das Harmonium hatte.

Die lange Entstehungszeit dieses Albums hinterlässt beim Hörer nie den Eindruck einer schwierigen Geburt; im Gegenteil wirkt die Zusammenstellung überaus schlüssig und unaufdringlich leicht, geradezu mustergültig souverän und zeitlos. Eine Art minimalistische Ensemblemusik, die Gegenwart (Neue Musik mit Hang zum Ambient) und Vergangenheit verbindet und von den sicheren Interpreten zu einer traumartigen Poesie transzendiert wird. Hagen schreibt im Beiheft von den vielfältigen Einflüssen und Inspirationen hinter diesen feinen Stücken, die, anders als der Albumtitel vermuten ließe, keineswegs eine Sammlung reiner Harmonium-Werke sind. Das vielleicht zentrale Titelwerk »Harmonium Repertoire« besteht aus fünf langsamen über »ziemlich« und »sehr langsamen« Sätzen bis hin zu einem »äußerst langsamen« und zieht Ideen aus der musikhistorischen Vergangenheit von Richard Strauss, Mahler, Berg und Schönberg. Die »Three Transfigurations« sind hingegen eine Art kleines Streichquartett in drei kurzen Sätzen, ebenfalls mit Grüßen an die Vergangenheit, etwa an Webern. Auch in anderen Stücken der CD ist die zauberhafte und stilvolle Einfachheit letztlich trügerisch, denn auch wenn sich dieses Programms leicht nebenbei hören lässt, so erlaubt es ebenso reichhaltige und tief durchdringende Hörerlebnisse, wenn man sich der Musik aufmerksam hingibt. (ijb)

Mit folgenden nordischen Komponisten und Werken:
Paulines Piano (trad. / arr. Lars Petter Hagen) · Three Transfigurations · Harmonium Repertoire · Sørgemarsj over Edvard Grieg · Max F: Passage – Silence and Light Triptych



Siehe auch:
Cikada spielt Laurence Crane
Karin Hellqvist

Kenneth Karlsson

Cikada Duo


Lars Petter Hagen: Lars Petter Hagen: Cikada Harmonium Repertoire



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