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Alle Rezensionen zu Bjørn Andor Drage
(Genre »Klassik«, Land »Norwegen«)

 

Via Dolorosa
( 2007, Kirkelig Kulturverksted FXCD 318 )

Die Orgel als Schmerzensinstrument, das Tiefen und extreme Gefühle auslotet. Mit den 14 Stationen des traditionellen christlichen Kreuzweges hat sich Bjørn Andor Drage auf »VIA DOLOROSA« einer schwierig umzusetzenden Thematik angenommen. Seine Improvisationen, eingespielt auf der Orgel in der Dorfkirche von Rønvik, sind keine einfache Kost. Sie fordern heraus, sie zerren an Empfindungen, sie gehen bisweilen mit ihrer Intensität an die Schmerzgrenze.

Bei jedem Hören klingt diese Aufnahme anders. Einmal vermeint man italienische Opernelemente zu hören, ein anderes Mal klassische Rock-Rhythmen, dann Gospel, später friedlich-naive Weihnachtschoräle. Drage spielt in seiner Komposition mit traditionellen Elementen der christlichen Passionsmusik, aber überschreitet gleichzeitig Grenzen und erschafft etwas Neues. Das ist fordernd und unbeqem. Aber unbedingt lohnend. Und es geht hier auch um das Schaffen eines Gesamtkunstwerks: Das vom Qualitätslabel Kirkelig Kulturverksted herausgebrachte Album ist so liebevoll und aufwändig gestaltet, dass es der besonderen Erwähnung bedarf. Im Booklet ist der vom Künstler Gunnar Torvsund gestaltete Bilderzyklus »Korsveien« (Kreuzweg) abgebildet, der speziell für die Kirche von Rønvik gestaltet wurde. Gedichte von Mæsel Kolvik ergänzen die Abbildungen. Musik, Bild und Text bilden hier eine unterwartet gelungene Synthese. (emv)

Bjørn Andor Drage: Via Dolorosa



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