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Lange Rezensionen 11 - 20 von 147 im Genre »Folk« und Land »Finnland« (insgesamt 250)

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Ánnámáret Ensemble: Gollehelmmot
(2016, Tuupa Records TREC-036 )

Hinter Ánnámáret verbirgt sich Anna Näkkäläjärvi-Länsman: Sie ist Sängerin, Songschreiberin und Klarinettistin aus Utsjoki in Sápmi, also Samiland. Sie macht seit ihrer Kindheit Musik, studierte an der Sibelius-Akademie klassische Klarinette und gründete 2011 ihr Ánnámáret-Ensemble. »GOLLEHELMMOT« ist die zweite CD der Band. Die ist prominent besetzt: Ilkka Heinonen spielt Kontrabass und Sami Kurppa Piano, Harmonium und programmiert (dezent eingesetzte) elektronische Beats. Ein Veteran aus mehreren Jahrzehnten ist Janne Lappalainen (u.a. Värttinä) an Bouzouki, Sopransaxophon, Gitarre und Banjo, dazu kommt die wunderbare Johanna Juhola am Akkordeon.

Von einem solchen Star-Ensemble kann man viel erwarten, und keineswegs wird man enttäuscht – moderne akustische Musik auf sehr hohem Niveau. Anna Näkkäläjärvi-Länsman schreibt interessante Stücke, sie hat die samische Tradition im Blick aber nicht in jeder Melodielinie – die Songstrukturen sind nordeuropäisch-folkig. Sie joikt hier und da (»Ruoktu«) und singt ansonsten mit klarer, kraftvoller Stimme.

Ihre Themen sind Suchen und Finden, Aufbrechen und Heimkommen, Natur und Veränderung. »Dutnje« (»Für Dich«) ist eine schöne Ballade, »Silbbat Ja Gollit« (»Silber und Gold«) ist hingegen sehr lebhaft. In »Okta Mis« (»Einer von uns«) bekräftigt sie selbstbewusst und aufrecht, dass die Samen auch nach und trotz kultureller Repressionen und Demütigungen weiter leben werden. Auch »Sálbma« ist sehr ergreifend – der Titel bedeutet »Hymne«, es geht um die Hinüberrettung traditioneller Lebensweise in die Zukunft. Das spiegelt vielleicht die Musik generell: In einer globalisierten Welt soll man sich nicht einschließen. Man darf auch Einflüsse zulassen, muss aber seine Identität bewahren. Das Ánnámáret Ensemble macht genau das. (tjk)



Siehe auch:
Johanna Juhola
Värttinä

Ilkka Heinonen

Janne Lappalainen


 Ánnámáret Ensemble: Gollehelmmot

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Armas: Metsästä Kuuluu
(2016, Armas 01 )

So schallt’s aus dem Wald – so könnte man den Titel der CD halbfrei übersetzen: Armas führen den Hörer akustisch durch neblige Wälder und über saftige Weiden bis zu Dörfern und Tanzböden. Sie graben tief in der musikalischen Tradition der nordischen Schäfer. Das hat in der jüngeren Zeit noch kaum jemand gemacht, es existieren jedoch Aufzeichnungen und Dokumentationen, die der Band den Weg etwas ebneten.

Die Band hat sich benannt nach dem finnischen Musikethnologen Armas Otto Väisänen (1890-1969), dessen Forschungsgebiet die Volksmusik finno-ugrischer Völker war. Er unternahm ausgedehnte Reisen zu den Ingriern, Wepsen und anderen Völkern und dokumentierte schriftlich und mittels Tonaufnahmen und Fotografien; später beschäftigte er sich auch mit den Seto-Volksliedern im Süden Estlands. Er legte 1939 seine Dissertation – auf Deutsch! – vor und war von 1926-57 Leiter der Volksmusik-Abteilung an der Sibelius Akademie und gegen Ende seines Berufslebens Professor für Musikwissenschaft an der Universität Helsinki.

Das Quintett Armas besteht aus Olli Kari (Akkordeon, diverse Blasinstrumente), Samuli Karjalainen (diverse Saiten- und Blasinstrumente) Mimmi Laaksonen (Harmonium und diverse Blasinstrumente), Kirsi Ojala (Blasinstrumente und Udu) und schließlich Kirsi Vinkki ( Violine, Viola, Jouhikko und Blasinstrumente) – den Gesang teilen sie sich alle. Unter »diverse Blasinstrumente« sind alle möglichen Flöten zu verstehen, die gerne von Schäfern gespielt wurden – nicht nur als Signalpfeiferl, sondern auch, um die langen Nächte erträglicher zu gestalten.

Die Stücke stammen aus den Aufzeichnungen, die Väisänen im Sommer 1914 bei den Ingriern, also den Bewohner von Ingermanland (so die deutsche Bezeichnung, finn. Inkeri, im heutigen Russland um St. Petersburg gelegen) gemacht hat. Es finden sich spezielle Liedformen wie Tšižik, Ruskavo oder Saksina, gespielt auf alten Holzblasinstrumenten wie Liru und Soittu. Armas machen das mit sehr viel Wissen um die Tradition, und gehen behutsam zu Werke, wenn sie mehrere Melodien zusammenfassen oder an den instrumentalen Arrangements arbeiten. Ergebnis ist eine hochinteressante, spannende CD mit alten, ziemlich speziellen Stücken, neu und hervorragend interpretiert. (tjk)

 Armas: Metsästä Kuuluu

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Band'o: Away
(2006, Akusti-Tuotanto AKUCD 9903 )

Schon nach den ersten Takten von »Different Past« ist klar: Das ist was ganz besonderes! Das Familienunternehmen Sillanpää spielt Bluegrass, manchmal traditionell-authentisch, aber wenn sie wollen, können sie dieser im eigenen Saft schmorenden Gattung richtig Feuer geben! Letzteres geben sie auch live, sie sind vor allem in den USA unterwegs und dort bekannter als in Europa.

Die Schwestern Jemina und Selina Sillanpää, beide Anfang 20, singen und spielen Violine, schreiben zudem fast alle Songs auf der CD. In »Rakkaani sanoi« singen sie sowohl englisch wie finnisch, letzteres ausschließlich in »Siirtolainen«, das aber musikalisch eher Bluegrass-traditionell klingt – sehr reizvolle Kombination! Gelegentlich machen sie Ausflüge in finnische Folklore, bleiben aber ihrem Bandsound treu: Tom Nyman (b) sorgt für den Boden, Vater Seppo Sillanpää begleitet auf der Gitarre die solistischen Ausflüge von Janne Vikstén (bj, mand, mandola) und Olli Haavisto (dobro, slide-g), darüber überzeugen die Schwestern violinistisch wie gesanglich – gelegentlich erinnern sie an die grandiosen Roches, so haarscharf intonieren sie ihre Gesangsharmonien. Diese kommen besonders gut in den Uptempo-Nummern wie »A Lullaby«; ihre Balladen haben Gänsehaut-Potential, »Going Home« und das finnische Traditional »Satarastas« etwa. Die Mädels schreiben packende Songs, die hoffentlich bald Standards im Bluegrass-Songbook werden! (tjk)



Mehr CDs von Band'o

 Band

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The Birds of Passage: Ruska
(2016, Ice Will Melt Records /Broken Silence IWM002 )

Manchmal finden sie doch auch in der Realität statt, jene wundersamen Begegnungen, die man im Kino üblicherweise als märchenhaften Zufall wertet. Tanja Ingley und Patrik Andersson liefen sich in einem Nachtbus in Helsinki über den Weg und fanden umgehend ihre gemeinsamen Vorlieben für sensiblen Folkpop. Als »ersten« und wichtigen Einfluss nennt Ingley etwa die Einfachheit des Singer-Songwriters William Fitzsimmons; und da der US-Amerikaner noch nicht allzu lange bekannt ist, wird bereits deutlich, dass die als Kind mit ihren Eltern aus dem sonnigen Florida ins weitaus nördlichere Finnland gezogene Sängerin noch ziemlich jung sein muss.

Ihr Duopartner scheint ein wenig älter und vor allem anders geprägt zu sein, denn für ihn war Metallicas »schwarzes Album« die Initialzündung. In The Birds of Passage, zu denen sich die beiden zusammengeschlossen haben, hat allerdings eindeutig der Fitzsimmons-Einfluss die Oberhand. Schon der Titel »RUSKA« verweist auf eine nordamerikanische Spezialität, den Indian Summer. Das Albumdesign greift geschickt, in warmen Herbstfarben diese Brücke zwischen dem Titel und der Stimmung der Musik auf. Und so lässt sich der feingliedrige, fast ausschließlich akustische Pop der beiden rückhaltlos jedem ans Herz legen, der auch nur eines der Alben William Fitzsimmons für sich entdeckt hat. Tanja und Patrik bleiben zwar gefühlt in ähnlicher Weise einfach, doch ihre folkigen Alltagsgeschichten entblättern wieder und wieder etwas andere Schattierungen, eben wie die bunten Blätter im Indian Summer. Auch wenn das Album von einer Grundstimmung zusammengehalten wird, kann doch jedes der 12 Lieder durch individuelle Emotionalität und Instrumentierung punkten.

Mit »RUSKA« veröffentlicht das frisch gegründete, in Darmstadt ansässige Label Ice Will Melt den ersten Longplayer, und das ganz wunderbar altmodisch als Tonträger, für all jene, die das Musik-Album als Kunstform noch lieben und auch als Album der Poesie wertschätzen. Zu beachten ist vielleicht, dass das finnische Duo nicht mit dem (ebenfalls bezaubernden und poetischen) Ambient-Songwriting-Projekt von Alicia Merz verwechselt werden sollte, das bislang vier Alben beim Bochumer Label Denovali veröffentlichte. Jenes heißt Birds of Passage, ohne Artikel. (ijb)

The Birds of Passage: Ruska

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Brelo: Uusikuu
(2009, Ääniä AANIA 10 )

Nein, die Kantele ist kein Instrument aus grauer Vorzeit, das längst vergessen ist! Immer wieder kommen junge Musiker zum Vorschein, die sich dem Saiteninstrument widmen. So auch das Kantele-Ensemble Brelo aus dem kleinen südfinnischen Dorf Laukkoski. Seit 2003 spielen sie mit allen möglichen Varianten der Kantele, und wie das halt so ist im Dorf: Zwei der acht heißen Kohonen, drei Olkanen, sieben sind Frauen, ein Mann. Mehr als Kantele und Stimme brauchen Brelo nicht, außer den Ratschlägen von Vilma Timonen, die die Band als künstlerische Leiterin betreut. »UUSIKUU« ist schon ihre dritte CD.

Laut eigenem Bekunden stehen Brelo in der Tradition, aber was die fast komplett eigenen Kompositionen betrifft, greifen sie eher nach modernen Sternen. Schon »Taggar« ist ein Beispiel dafür, wie man melodisch, akkordisch und sogar perkussiv aus den verschiedenen Kantelen ganz unterschiedliche Klänge zaubern kann. In »Mesimarja« und »Beniä Etsimässä« beweisen sie auch Gesangstalent, ebenso im von Anna-Kaisa Liedes völlig neu arrangierten Standard »Kylä Vuotti«. Natürlich ist das auch manchmal herrlich verträumt: bei »Pohjoinen« meint man fast den Schnee fallen zu hören. Eine feine CD, nicht nur im Winter, bei Pulla und Glögi. (tjk)

 Brelo: Uusikuu

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Burlakat: Magie
(2003, Humppa /Indigo 42302 )

Acht Köpfe zählt die finnisch-karelische Folkrock-Band Burlakat. Acht Arten ergeben sich daraus, mit traditionellem Liedgut umzugehen - mit Liebesliedern, Hochzeitsliedern, Totenliedern. Mit Songs über die Emsigkeit der Bienen und dass es ihr egal ist, wenn die Mutter sie nach der Rückkehr vom Tanzboden schlägt, denn ihr Liebster wird ja an der Brücke auf sie warten.

Burlakat sind dabei im Ergebnis sperriger als es etwa Värttinä je waren - rauer, kantiger und entschieden selbstbewusster gegenüber dem westeuropäischen Geschmack. Das hat umgekehrt den Effekt, dass man zum konzentrierten Hören verführt wird statt nur nebenher der Fuß wippen zu lassen. Sehr schön stets die Gesangspartien, wie überhaupt Pauliina Lerche auch hier wieder für eine satte Grundierung sorgt. Eine CD, die es einem anfangs nicht leicht macht, am Ende aber in der Wirkung anhaltend und aufregend bleibt. (frk)



Mehr CDs von Burlakat



Siehe auch:
Pauliina Lerche
Peter Lerche

Värttinä

Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol.3


 Burlakat: Magie

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Celenka: Celenka
(2016, Nordic Notes /Broken Silence NN071 )

Holla, diese rotzfreche Trompete! Die Drei von Celenka aus Helsinki warten auf ihren Debütalbum mit einigen Überraschungen auf: Diese Finnen lieben Balkan-Musik! Sängerin Emmi Kujanpää hat eigens in Bulgarien Feldforschung betrieben! Aber auch im heimischen Karelien hat man sich auf musikalische Spurensuche begeben. Celenka sind übrigens eine finnische Folk-Supergroup: Trompeter Jarkko Niemelä ist als langjähriges Mitglied von Alamaailman Vasarat bekannt. Eero Grundström mischt bei den Mundharmonika-Anarchisten Sväng mit. Seit 2013 arbeitet man als Trio zusammen.

Zu den ungewöhnlichen Instrumenten, die auf diesem temperamentvollen Debüt zu hören sind, zählt neben der Kantele auch das und Harmonium. Celenka können auch anders und schlagen in ruhigeren Songs wie »Male Le Stara« besinnliche Töne an. Unbestrittener Albumhöhepunkt ist der karelische Gypsy-Hochzeitssong »Ajettih da Tsiganaized«, wo sich eine wilde Lebenslust Bahn bricht. Puuh! Und heimlicher Albumfavorit ist das innige »Lauloin Ennen«, das in einem fast schon ausgestorbenen finnischen Dialekt vorgetragen wird. Diese Spurensuche hat sich gelohnt! (emv)



Siehe auch:
Alamaailman Vasarat
Sväng


 Celenka: Celenka

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Duo Emilia Lajunen & Suvi Oskala: Piilokisa
(2018, Nordic Notes /Broken Silence NN106 )

Lasst die Fiedeln sprechen: Sanft und temperamentvoll, gefühlig und übermütig! Wenn Emilia Lajunen und Suvi Oskala gemeinsam musizieren, dann erschaffen sie vielschichtige Klangwelten. Die beiden Musikerinnen zählen zu den besten Folk-Fiedlerinnen Finnlands. Mit neuen, sehr temperamentvollen Arrangements klingen die traditionellen Stücke plötzlich ganz anders und frisch. Hier muss getanzt werden! Die finnische Presse nennt den Musikstil übrigens sehr treffend »Kammermusik für den Tanzboden«.

Das Duo hat auf seinem zweiten Album »PIILOKISA« nicht nur überlieferte Weisen neu interpretiert. Mikael Marin von der renommierten schwedischen Folkband Väsen und die finnische Ausnahme-Akkordeonistin Johanna Juhola haben Kompositionen beigesteuert. »PIILOKISA« heißt übrigens übersetzt »versteckter Scherz«. Bei Songs von »Waltz Of The Drowned/Lost« bis zu »From The Deceased« findet sich trotz ernster Thematik auch eine gute Prise Humor. Kein derber, sondern ein feiner Humor. Und anmutig sind diese federleichten Melodien sowieso! (emv)



Siehe auch:
Johanna Juhola
Väsen


 Duo Emilia Lajunen & Suvi Oskala: Piilokisa

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Duo Hirvonen & Kettunen: Duo Hirvonen & Kettunen
(2011, Kansanmusiiki-instituuti KICD 108 )

»Tule Sä Poika« (etwa: Komm her, Bursche) – so beginnt Päivi Hirvonen singend diese CD. Ob das erste Kennenlernen des Duos so begann, ist nicht überliefert. Es war jedenfalls 2002, seitdem sind die Violinistin, Sängerin und Jouhikko-Spielerin und der gelegentlich auch singende Paavo Kettunen musikalisch verbandelt. Es hat lange gedauert bis zu ihrer ersten CD, aber das beweist: gut Ding will Weile haben.

Schon klanglich unterscheidet sich dieses Duo von vielen anderen: statt Akkordeon oder Harmonium ist die Gitarre Partner der Geige, das wirkt zunächst europäischer, weniger exotisch. Hirvonen und Kettunen sind keinesfalls Traditionswächter, sie verbinden archaische finnische Klänge mit schwedischer Polka. Zwar sind ein paar alte Lieder dabei, im Medley »Varpuspolska Ja Taatipolska« steigern sie sukzessive die Dynamik – sehr hörenswert. Das Gewicht liegt jedoch eindeutig auf Eigenkompositionen, die sie sich teilen. Darin gehen sie auch harmonisch aus alten Pfaden heraus und finden einen eigenen Ansatz. Produziert hat übrigens kein geringerer als Timo Alakotila, der dann auch ein Stück mit seinem Piano veredelt. »Keikku« und »Koukku« gehören zu den besten Stücken, zum Abschluss brillieren sie mit »Kruunu-Marjaanan Polska« von Konsta Jylhä. (tjk)



Siehe auch:
Päivi Hirvonen
Haaga Folk Machine


 Duo Hirvonen & Kettunen: Duo Hirvonen & Kettunen

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Duo Kämmi: Niittyhumala
(2010, Eigenverlag DK 1000001-10 )

Im Frühjahr 2009 trafen sich Eeva-Leena Jauhiainen und Mirja Klippel, beim Musikmachen natürlich. Weil sie beide nicht nur an traditioneller Folklore interessiert sind, sondern auch sehr gerne experimentieren und improvisieren, war das Duo schnell gegründet. Ergebnis ist hervorragende zeitgenössische akustische Musik mit karelischen Wurzeln, also weit mehr als alter Wein in neuen Schläuchen.

Jauhiainen spielt diverse Kantele, Cello und singt, ebenso vielfältig ist Klippels Instrumentarium: neben Rahmentrommel kommen Melodica, Piano und Harmonium zum Einsatz. Sie verwenden traditionelle Texte, teilen sich die Kompositionen und arrangieren gemeinsam. Eher ungewöhnlich ist ihre Improvisationslust, sie lassen sich in einigen Stücken sehr viel Raum, da mäandert dann die Kantele über klanglich vielfältigen Rahmentrommel-Rhythmen. Sie singen über zwei Lovers zur gleichen Zeit, vertonen wilde Tänze im Rausch des Frühlings, widmen einer frechen Katze ein Stück und schaffen mysteriöse Klanglandschaften aus der westlichen Küstenregion Pohjanmaa (»Menuetti & Sorbatjin«, mit Jonas Rintala am Saxophon). Das grandiose »Ei Pitäsi Nuoren Neijen« beklagt ein Mädchen, deren Liebster mit einer anderen davon segelt, mit wundervoll traurigem Cello und Harmonium und beider Gesang. Das lange »Polku« schließlich vertont Klippels Kindheit als Weg durch den Wald, erfüllt von den Gerüchen des Frühlings – und all das kann man hören. (tjk)

 Duo Kämmi: Niittyhumala

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