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Lange Rezensionen 11 - 20 von 153 im Genre »Metal« und Land »Norwegen« (insgesamt 315)

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Arcturus: Aspera Hiems Symfonia / Constellation / And My Angel
(2002, Candlelight CANDLE067 )

Einen optimalen Einstieg in Arcturus' Frühgeschichte bietet diese Doppel-CD: Neben der Wiederveröffentlichung des 1995er Debüts »ASPERA HIEMS SYMFONIA« gibt es die Promo-Rarität »CONSTELLATION« (1994) plus die »MY ANGEL«-EP (1991), sowie zwei neue Songs »The Deep Is the Skies« und »Cosmojam«. Das Debüt überarbeiteten die norwegischen Black Metaller allerdings; zum einen optimierten sie den Klang, zum anderen veränderten sie Details, wie etwa neuen klaren Gesang, oder tauschten ein Keyboardintro gegen Gitarre.

Die ehemals Mortem genannte Band wechselte ihre Besetzung häufig, weckt dadurch die Vorstellung einer Black Metal-Supertruppe: So spielten hier Mitglieder von Mayhem, Emperor, Ulver und Dimmu Borgir. Auf »CONSTELLATION« steht kurzzeitig Samoth (Satyricon, Emperor) an der Gitarre, doch schon für den Erstling ersetzt ihn Carl August Tidemann. Genug der Vorrede. Arcturus faszinieren mit ihren bombastischen, extravaganten Hymnen. Garm (Ulver) keift, kreischt schwarzmetallisch, flechtet klare Passagen ein; sphärische Keyboards wehen über Hellhammers (Mayhem) wuchtige (Doublebass-)Drums. Die zweite Scheibe grollt deutlich angriffslustiger aus den Boxen: Eisige Gitarren lassen »Du Nordavind« zum zweiten Mal stürmen. Eine Empfehlung an alle Freunde harter Klänge, die über den Black Metal-Tellerrand hinaus blicken. (nat)



Mehr CDs von Arcturus



Siehe auch:
Satyricon
Emperor

Ulver

Dimmu Borgir


 Arcturus: Aspera Hiems Symfonia / Constellation / And My Angel

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Asmegin: Arv
(2008, Napalm /SPV NPR 263 )

Asmegin sind – das »bandifizierte« Chaos: Bereits vor dem Aufnahmen zum Debüt »HIN VORDENDE SOG OG SØ« stieg der Sänger Bjøm Olav Holter aus, der erst 2001 Auðrvinr Sigurdsson ablöste. Ihn ersetzte 2003 Erik Fossan Rasmussen, der gleichzeitig mit Lars Are und Sareeta die Truppe komplettierte. Letzterer verließ sie allerdings 2005 wieder – wie auch Schlagzeuger Tommy und Basser Tomas. Irgendwie haben es die verbliebenen Mitglieder um den letzten verbliebenen Gründer Marius Olaussen (Gitarre, Bass, Mandoline, Akkordeon, Klavier, Mellotron) dennoch geschafft den Zweitling »ARV« einzuspielen.

Neben Erik, Marius und Raymond Häkenrud (Gitarre, Bass, Gesang, Klavier) sicherte sich der Sessionmusiker Lars Fredrik Froislie (Hammondorgel, Klavier, Mellotron) während den Aufnahmen einen Platz in der Stammbesetzung – und Erik klemmte sich hinters Schlagzeug. Das Ergebnis klingt manchmal ebenso chaotisch, wie die Besetzungswechsel: Im Opener »Fandens Mælkebøtte« oder Titeltrack gelingt es dem Quartett – partiell mit Gastgeigerin plus zwei Gastsängerinnen verstärkt – noch gekonnt Metalriffs mit Folkmelodien sowie zarte Violinen mit donnernden Bass-Drums zwei Gastsängerinnen zu verbinden. Doch in anderen Stücken/Passagen spielen die Instrumentalisten häufiger nebeneinander her bis aneinander vorbei. Leider. (nat)



Mehr CDs von Asmegin

 Asmegin: Arv

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Aspera: Ripples
(2010, Inside Out 0505152 )

Lupenreiner Prog Metal aus Norwegens Kinderstube: Gerade mal 20 Lenze zählen die Musiker von Aspera bei Erscheinen ihres Debüts »RIPPLES«. Das hört man dem Quintett aus Skien allerdings nicht an: Die Stücke sind durchdacht, abwechslungsreich und wurden von Jens Bogren (Opeth, Paradise Lost, Hammerfall) glasklar produziert. Auf ein kurzes Intro folgen neun technisch hochwertige, keyboardlastige Songs à la Pagan's Mind, mit Querverweisen auf Symphony X, Circus Maximus, Dream Theater und Pain Of Salvation.

Das ist zugleich das Problem der Jungspunde um den ausdrucksstarken Sänger Atle Pettersen: Um im übersättigten Markt sicher Fuß zu fassen, sollte ihr 55-Minüter noch eigenständiger klingen. Außerdem beißt sich leider kein Lied über die Spielzeit hinaus im Ohr fest. Zugute halten muss man Pettersen, Gitarrist Robin Ognedal, Bassist Rein T. Blomquist, Schlagzeuger Joachim Strøm Ekelund und Keyboarder Nickolas Main Henriksen allerdings, dass ein Lied vom Kaliber »Between Black & White« die zukünftige Marschrichtung anzeigt: Steil nach oben. (nat)



Siehe auch:
Pagan's Mind
Pain Of Salvation

Above Symmetry


 Aspera: Ripples

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Atrox: Terrestrials
(2002, Season Of Mist /Soulfood SOM 058 )

Atrox passen in keine Schublade, und das macht ihre Musik so faszinierend. Wegen brettharter Gitarren und geknüppelter Bassdrums finden die Norweger im Metal-Genre die meisten Anhänger. Dabei weisen die hochkomplexen, von zahlreichen Breaks und Tempiwechseln durchzogenen Songs auch viele Parallelen zu moderner Kunstmusik auf – zu klassischer Avantgarde, Frank Zappa oder Gentle Giant.

Dazu schwingt sich die Stimme von Monika Edvardsen, kleine Schwester der Ex-Sängerin von The Third And The Mortal und mit jener gemeinsam aktiv bei Tactile Gemma, behende in die höchsten Lagen und turnt dort in so halsbrecherischen Tonsprüngen herum, dass sie der grandiosen Diamanda Galas oder auch – der stimmlich ähnlichen – Kate Bush Konkurrenz macht. Tja: Wie nennt man nun diese Musik? »Schizo-Metal« schlagen Atrox selbst vor. Jedenfalls wirkt sie so verstörend und vielschichtig wie ein wirrer Traum. (peb)



Mehr CDs von Atrox



Siehe auch:
Tactile Gemma
The Third And The Mortal



Zum Artikel über Atrox

 Atrox: Terrestrials

Offizielle Website

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Audrey Horne: Youngblood
(2013, Napalm NPR468 )

Audrey Horne zeigen uns 2013, was eine Steigerung ist: Classic Rock, mehr Classic Rock, Audrey Horne! Die Norweger um Sänger Toschie klingen auf ihrem vierten Album »YOUNGBLOOD« klassischer als die Originale von Led Zeppelin bis Thin Lizzy – und umschiffen damit gekonnt sämtliche Plagiatsklippen. Wenn »Straight Into Your Grave« nicht so nach Audrey Horne klänge, könnte es auch aus den (späten) Siebzigern stammen; grandiose Gitarren, großer Refrain … nur, was soll das nervige, wie ein Wecker klingende Piepsen?

Die zehn Songs Minuten klingen mal bluesig, mal hardrockig, aber glänzen immer mit viel Groove, satt blubbernden Bassläufen, überragenden Melodien, tollen Arrangements, plus kleinen Extras wie Orgel oder Perkussion und sind perfekt, warm produziert. Der Fünfer aus Bergen ehrt mit diesem 43-Minüter seine Vorbilder – und befördert sie mit einer spielerischen Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht, ins Jahr 2013. PS: Einzig das etwas simpel gestrickte »There Goes a Lady« fällt als Hymnen-Anwärter weg. (nat)



Mehr CDs von Audrey Horne

 Audrey Horne: Youngblood

Offizielle Website

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Aura Noir: Out To Die
(2012, Indie Recordings INDIE053CD )

… wer sich schon immer fragte, wie der Immortal-Bassist ohne Corpsepaint aussieht, der sollte sich Aura Noirs gleichnamigen Bassisten / Sänger / Schlagzeuger Apollyon alias Ole Jørgen Moe genauer anschauen. Ebenfalls keine Unbekannten sind seine Bandkollegen: Bandgründer / Gitarrist / Sänger Aggressor kennt man von Ved Buens Ende, Gitarrist Blasphemer von Mayhem. Das Trio knüppelt sich mit einem Hauch alter Kreator und Slayer durch »OUT TO DIE«; der zweite Song »Fed To The Flames« erinnert anfangs an die Type O' Negative-Vorgängerband Carnivore.

Die Black’n'Thrasher bleiben sich auf ihrer fünften Scheibe treu – allerdings ohne weder zu langweilen, noch sich selbst zu kopieren. So packen die Norweger zwischen Doublebase und Hochgeschwindigkeitsriffs die atmosphärische Venom-Hommage »The Grin From The Gallows«. Die Produktion passt perfekt zum rauen Charme der acht Songs. Authentisch poltern die Jungs durch die knapp 33 Minuten, ruppig-rotzig-punkig jeglichen Trend ignorierend – und hinterlassen ein fettes »Fuck You!«. (nat)



Siehe auch:
Immortal
Ved Buens Ende

Mayhem


 Aura Noir: Out To Die

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The Batallion: Head Up High
(2010, Dark Essence Records KAR059 )

Die Norweger von The Batallion haben vor der Bandgründung im Sommer 2006 so manchen Kampf auf anderen Schlachtfeldern geschlagen: Bei Old Funeral, Grimfist, Taake, Borknagar, Helheim, St. Satan, Deathcon oder Bombers. Auf ihrem zweiten Werk »HEAD UP HIGH« hat sich der Vierer um Sänger / Gitarrist Stud Bronson ganz dem Thrash Metal verschrieben, ergänzt um einige Death-Anleihen sowie vielen schwarzen Tupfen – ihre Herkunft aus Bergen lässt sich nicht verhehlen.

Manchmal kommt mir auch klassischer Heavy / True Metal in den Sinn, etwa bei »Each Man For Himself«, wo ich beim Refrain die ganze Zeit die Judas Priest-Zeile »This Is The Painkiller« im Ohr habe. Ansonsten ein Schuss Sodom, eine Dosis Darkthrone und zügellose Spielfreude. Leider währt die Spielzeit nur knapp 38 Minuten, doch eliminiert so jeglichen Lückenfüller: Zehn Songs brettern schnörkellos, gradlinig und energisch nach vorne, mit stählernem Groove, harschem Gesang, knackigen Riffs und nur wenigen, unauffälligen Soli; einzig für »The Roaring Grandfather drosseln die Nordmänner das Tempo. Hören! (nat)



Siehe auch:
Taake
Borknagar

Helheim


The Batallion: Head Up High

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Benea Reach: Alleviat
(2008, Tabu Recordings TABU 026 )

Die 2003 von Sänger Ilkka und Schlagzeuger Marco gegründete Truppe variiert ihre Mitgliederzahl live: Mal fünf, mal bis zu acht Musiker stehen auf der Bühne. Im Studio standen Benea Reach als Quintett: Die Gitarristen Haakon / Martin und Basser Mikael spielten »ALLEVIAT« gemeinsam mit dem Gründerduo ein. Das Ergebnis: 50 finstere und beklemmende Minuten in der Schnittmenge aus Metalcore, Doom(gitarren) und experimentellem/progressivem Metal.

Der gut produzierte Nachfolger des 2005er Debüts »MONUMENT BINEOTHAN« bietet durchgängig destruktive Depri-Stimmung, überwiegend in mittlerer Geschwindigkeit, mit sämtlichen stimmlichen Spielarten: Klar-/Sprechgesang, Flüstern, Schreien, Fauchen, Growlen. Unter Missachtung sämtlicher Genregrenzen – und Einflüssen von Meshuggah bis Extol –bemühen sich die Osloer um Individualität. Dies glückte ihnen nur bedingt: Gegen den Großteil ihrer Kollegen können sie sich abgrenzen – die einzelnen elf Tracks voneinander jedoch nur in Ausnahmefällen. (nat)



Siehe auch:
Meshuggah
Extol


 Benea Reach: Alleviat

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The Black Gate: The: The Serpent Who Slept Dead
(2008, Eigenverlag - )

The Black Gate reiht sich hiermit in dieTradition norwegischer Black Metal-Einmann-Bands wie Myrkgrav, Voluspaa, Taake ein – die ersten beiden allerdings mit vielen Folk-Elementen. Es ist das andere Projekt des Deathlike-Bandkopfes Roy alias Aquilion, das ältere: Diese Einmann-Schwarzmetal-Kapelle existiert bereits seit dem Jahre 2000. »THE SERPENT WHO SLEPT DEAD« ist das mittlerweile dritte Demo, nach »THE BLACK GATE« (2002) und »ANTI CHRISTIAN WAR CAMPAIGN PART I« (2003): letzteres zeigt, in welche Richtung die Texte gehen. Der 38-Minüter beginnt sehr gemächlich: Wind … Rabengeschrei … nach 50 Sekunden der erste Gitarrenton, eine Melodie baut sich auf, Wind und Rabengeschrei begleiten sie, Glocken läuten, die Melodie schwindet … Glocken … Rabengeschrei.

Schluss mit Ruhe – der erste richtige Song beginnt: »The Book of Black Earth« ist ein klassisches Stück Schwarzmetall mit schnellem Schlagzeug, Krächzgesang, typischen Riffs. Viele Tempowechsel beleben den achtminütigen Song, immer wieder werden die gefauchten, gekrächzten, manchmal fast gesprochenen Texte durch rein instrumentale Passagen unterbrochen. Wind/Rabengeschrei leiten über zu »The Wanderer Of The Wastes«, der weniger überzeugt, erst ganz am Schluss merke ich auf. Wind/Rabengeschrei – und ein gutes, überlanges, einfallsreiches Titelstück. Das finale Werk »The Sea Below The Sea« startet mit einer leichten Akustikgitarrenmelodie, geht dann über in schwer(fällig)en, schleppende E-Gitarren, die Stimmung wird zusehends (be)drückender – ein fieser Schlusspunkt. (nat)



Siehe auch:
Deathlike
Myrkgrav / Voluspaa

Taake


The Black Gate: The: The Serpent Who Slept Dead

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Black Hole Generator: A Requiem for Terra
(2016, Dark Essence Records - )

Bereits 2006 gegründet, herrscht seit der EP »BLACK KARMA« aus demselben Jahr Stille um die Truppe Black Hole Generator aus Bergen. Zehn Jahre später debütieren die Norweger nun endlich mit ihrem ersten Album »A REQUIEM FOR TERRA«. Gut, eine Spieldauer von 39 Minuten könnte bei anderen Combos eine EP sein – oder zwei Songs. Bandkopf, sowie Sänger und Bassist, Bjørnar Nilsen – einigen sicherlich als Vulture Industries-Fronter oder Helheim-Produzent ein Begriff – trümmert gemeinsam mit Gitarrist Dreggen (Necroccultus, u.a. Ex-Taake) in dieser Zeit immerhin sieben schwarzmetallische Stücke ein.

Die Palette reicht dabei vom doomigen namengebenden Opener über das klagend intonierte »Beneath a Chemical Sky« bis zum wütend geknüppelten »Emerging Pantheon« mit stampfend-groovenden Einschüben. Heraus fällt »Moloch«, das sich nach einem eher schleppenden, düsteren Einstieg zu einem gefauchten Black Metaller hochschaukelt, unterbrochen durch eine hypnotische Passage, in der der Gitarrist den immer gleichen Riff wiederholt, wiederholt, wiederholt.

Ein ordentlicher Langspiel-Einstand, einzig der über weite Strecken Black Metal-untypische Gesang mag für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig sein. Als Gäste auf der Scheibe dabei sind die Gitarristen Arve Isdal (Enslaved, Audrey Horne) Gjermund Fredheim (Taake, Orkan) und Dag Terje Andersen; live unterstützen sie 2016 Schlagzeuger Mads Guldbekkhei (u.a. Isvind, Pantheon I) sowie Gitarrist Øyvind Madsen (u.a. Vulture Industries). (nat)



Siehe auch:
Vulture Industries
Taake

Enslaved

Audrey Horne


 Black Hole Generator: A Requiem for Terra

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Lange Rezensionen 11 - 20 von 153 im Genre »Metal« und Land »Norwegen« (insgesamt 315)

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