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Lange Rezensionen 121 - 126 von 126 im Genre »Rock« und Land »Dänemark« (insgesamt 185)

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Allan Vegenfeldt & Carsten Dahl: Charlie Butterfly
(2002, Stunt /Sundance STUCD 02092 )

»Ein Jazzpianist, ein Rocksänger, Autor Klaus Rifbjerg und ein Film = CHARLIE BUTTERFLY«. So lautet die Rechnung zum vorliegenden Album. Regisseur Dariusz Steiness, der die Musik in seinem Spielfilm-Debüt ausnehmend wichtig nimmt: »Musik ist die am meisten benutzte Sprache, die in Filmen Verwendung findet. Sie drückt jedes denkbare Gefühl aus«. Die ausdrucksstarke Stimme Allan Vegenfeldts (Ex-Sandmen) dominiert den Soundtrack, der sämtliche im Film gespielte Stücke und mehr enthält.

Möglichenfalls kommen manchem (Kino)Zuschauer die von der Band gespielten Jazzstücke irgendwie bekannt vor, doch arrangiert hat sie der Klaviervirtuose Carsten Dahl alle ausschließlich für diesen Film. Er spielte fast alle Instrumente ein, auch das Schlagzeug. Lediglich Trompeter Jens Winther und Bassist Lennart Ginman sowie einige Streicher erweitern die Melodien eindringlich, intensiv, berührend. Ob das Werk unter Rock- oder Jazz fällt – daran scheiden sich die Geister. Doch unbestritten ist: Es klingt einfach einmalig perfekt. (nat)



Siehe auch:
Carsten Dahl

Allan Vegenfeldt: Charlie Butterfly

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Virgo: Youandmeversustime
(2004, Art People /GDC Danmark APCD 60034 )

Lasst es krachen, ihr Dänen! Und das tun sie denn auch. Schließlich ist es erst ein paar Jährchen her, als der Sänger und Gitarrist Johan Stahl zusammen mit dem Schlagzeuger Mads Beldring Stücke von Jimi Hendrix und Led Zeppelin nachspielte – als Schulcombo, wie es sich gehört. Nach und nach kam der eine und die andere – so die Geigerin Louise Mølholm – dazu, und mittlerweile sind Virgo zu einer soliden Rockband angewachsen, deren Debüt vielversprechend klingt.

Einerseits bietet es soliden und straight durcharrangierten Rock; andererseits haben Virgo darauf geachtet, den einen und anderen Schnörkel zu ziehen und sich so manche Eigenart zu bewahren. Ein bisschen gefühlig, ein wenig ergriffen gibt man sich, ohne dabei je ins Pathetische abzurutschen. Ein echter Lichtblick im Einerlei der vielen Rockbands, denen man technisch nichts nachsagen kann – und die doch nicht in Erinnerung, sondern blass bleiben. (frk)

 Virgo: Youandmeversustime

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Trine-Lise Væring: Trespassing
(2003, Stunt /Sunny Moon STUCD 03052 )

Noch eine Jazzsängerin, die sich lieber im Singer/Songwriter-Feld tummelt. Oder läuft sie schon auf rauem Rock-Stoppel-Acker? Begleitet von diffizilen Drums, Kontrabass, sphärischen Keyboards und einer kraftvoll zupackenden Rotz-Gitarre - was für eine großartig agierende Band! - erinnert die dänische Sängerin an die luftige Pop-Leichtigkeit von Sara K., aber auch an die radikale Experimentierfreude und Jazz-Radikalität einer Robin Holcomb.

Griffige Hooklines fehlen völlig, doch das ist auch nicht das Ziel der Væring. Letztlich wirkt sie mit ihrem herb-spröden Charme ohnehin viel sinnlicher als die meisten 20jährigen »bitches«, die sich mit nabelfreiem Bauch und einstudierten Posen lächerlich machen. Wo letztere schreien müssen für ein wenig Aufmerksamkeit, muss Trine-Lise nur flüstern ... (peb)



Siehe auch:
The Best Of Stunt Records Vol. 12
Offpiste Gurus


Trine-Lise Væring: Trespassing

Offizielle Website

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Whores & Thieves: Anti Echo Chamber
(2012, Für Records)

Keine Sperenzchen, nirgendwo: Whores & Thieves kehren auf ihrem Debütalbum »ANTI ECHO CHAMBER« zu den rauhen, kraftvollen Ursprüngen des bluesigen 60ies-Südstaatenrocks zurück. Das Quintett aus Kopenhagen hält nichts von komplizierten Soundeffekten und hat den Erstling live im Studio eingespielt. Die ehrlichen Kerle, das sind wir! Die Rhythmus-Abteilung ist in Tracks wie »For the Sake Of My Condition« stark ausgeprägt, was bestens mit den erdigen Vocals von Sänger Christian Bonde kontrastiert. Die Dänen sind auf einer Mission: Die Songstrukturen aufs Wesentliche zu reduzieren um, um an den realistischen Kern verdüsterter Emotionen zu gelangen.

Mit finsteren, fein arrangierten Balladen wie »Mr. Warmonger« knüpfen Whores & Thieves an die sozialen Protestbewegungen der 60er an, ohne dabei anbiedernd zu wirken. Gemütlich machen kann man es sich auf den zwölf Tracks dieses Albums nirgendwo: »Evelyn«, die hier schmutzig whiskeykehlig besungen wird, ist eine Dame, die kompliziert ist, um nur das Mindeste zu sagen. Auch das scheinbar so harmlose Banjo, das durch »Old Engine« vagabundiert, vermittelt alles andere als heile Country-Seligkeit. Whores & Thieves machen in Tracks wie »Hordes« klar, auf wessen Seite sie stehen: Auf der von Verliereren und sozialen Absteigern. Und sie tun das mit so fetten Gitarren, dass man solidarisch mit ihnen ehrlichen Schweiß vergießen will. (emv)

 Whores & Thieves: Anti Echo Chamber

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Marcus Winther-John: Grow
(2003, Art People APCD 60044 )

Würde er einen nicht manchmal zu oft an Tom Petty erinnern! Denn das kann dazu führen, dass man ein wenig voreingenommen und daher ungnädig Marcus Winther-John lauscht, der in guter alter Rocktradition den grundehrlichen Songwriter gibt. Entsprechend wird alles an Riffs und Rhythmen auf ihn zugeschnitten, bleibt seine Musik frei von Experimenten, schnörkellos und gradlinig. Damit klänge sie auch ein wenig langweilig, verstände sie es nicht immer wieder sich aufzuraffen, um vielleicht diesmal den einen einzig wahren Song wie nebenher zu kreieren – wovon schließlich ein jeder Rocker träumt.

Durchaus illuster seine Begleitband mit den Skaerbaek-Brüdern an Gitarre und Bass, dazu Keyboarder Morten Buchholtz sowie der Schlagzeuger Jesper Lind. Zuweilen noch an der Gitarre ein echter Garant bester Saitenkunst: Tim Christensen, der zugleich einen der überzeugensten Songs beisteuerte, der durchaus das Zeug zu einem internationalen Hit gehabt hätte. (frk)

Marcus Winther-John: Grow

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Yellowish: So Bright
(2006, Quartermain Records QMRCD013 )

Man hört das Seufzen bis an den Alpenrand, wenn die Dänen von ihrer neuen Indiepop-Hoffnung schwärmen. Von hübsch vertrödelten, leicht schief gewickelten und immer melancholischen Songs ist da die Rede und von der einwandfreien Livepräsenz des Quartetts aus Århus. Ach ja. Im Tageslicht betrachtet sieht das ganze natürlich etwas anders aus. Was in der Dunkelheit und in einsamen Herbstnächten durchaus funktionieren kann, erpuppt sich hier als sprödes Mittelmaß. Beim Frau / Mann-Zwiegesang stehen die Fahnen sogar auf leichte Verzweiflung. Und das nicht nur in deren stimmlichen Ausdruck, sondern vor allem auf der Stirn des Hörers.

Ohne Lauras hochnölende Stimme wäre dieses Album doch deutlich angenehmer ausgefallen. Aage versteht es nämlich mit seinem dunkel getünchten Klang (erinnert am ehesten an die wunderbaren The National aus New York), ausweglose Stimmungen heraufzubeschwören. Aber ohne vertrackte Wendungen reicht selbst das auf dem Zweitling nicht, um ernsthaft aufhorchen zu lassen. Vielmehr erinnert »So Bright« an die Gelb-Phase einer Ampel. Man ignoriert sie und drückt den Fuß noch ein wenig fester aufs Gaspedal. Damit man schnell vorbei kommt. (maw)

 Yellowish: So Bright

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