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Alle Rezensionen zu Flunk
(Genre »Beats«, Land »Norwegen«)

 

Morning Star
(2004, Beatservice/VME BS074CD)

Hoppla – Flunk rocken ja auf ihrer zweiten Platte. Dabei war man sich eingangs so sicher, man könne sie unter den neuen Elektro-Beatniks einordnen. Nun aber spielen sich die Gitarren beständig in den Vordergrund, ohne jedoch den elektrischen Stammhaltern den Platz streitig zu machen. Schöne, ja hübsche Popperlen reihen sich aneinander. Und das kann man ja immer gebrauchen.

Gewiss: »Sitting On My Balcony / Thinking About You And Me« sind nicht gerade intelligente Textzeilen. Aber geht es nicht genau darum im Leben? Man sitzt auf dem Balkon, denkt an ihn oder sie und kommt zu nichts anderem! Erst recht, wenn es von einer so bezaubernden-erotischen Stimme wie der von Anja Öster Vister vorgetragen wird. Aufgenommen wurde das Album in seinen Grundzügen während einer hektischen Woche in einem Pariser Hotelzimmer, später dann in Oslo ausgefeilt. So etwa der Kinks-Titel »All Day And All Of The Night« – ein echtes Verbindungsstück zwischen dem altehrwürdigem Rocker und den heutigen jungen Spunden. (frk)

 Flunk: Morning Star

Offizielle Website

Offizielle Website      https://flunkmusic.com

   

Democracy
(2008, Beatservice/VME BS104CD)

Dass das Internet mit seinen Möglichkeiten der unbegrenzten und damit schwer zu kontrollierenden Kommunikation die Musik revolutionieren wird, ist immer wieder behauptet worden. Sucht man dagegen nach Beispielen, muss man länger überlegen. Nun zeigt das Trio Flunk, wie es gehen könnte, hat dazu im vergangenen Herbst drei ihrer Songs zur freien Bearbeitung ins Netz gestellt und aus den eingetroffenen 30 Beiträgen 16 ausgewählt.

Das israelische Projekt »First Man on Mars« bietet einen wahrhaft kompakten und flotten Opener, zu dem man noch lange mitwippt. Flunks Landsmann Sagevik unterlegt flippiges Getrommel mit einem wabernden Soundteppich. Zee Chillin aus Brasilien zerlegt dagegen das Original in kleine, sperrige Stückchen, während »Wet Cookies« aus Spanien sehr loungig, sehr schwebend, auch sehr gefasst daherkommen. Interessant die Gesamtsicht: immer wieder aufs Neue eingängig, zwischendurch immer wieder ein wenig spröde inszeniert und stets angenehm frei von allzu brachialen Umpf-Umpf-Umpf-Rhythmen, schwebt über allem am Ende der einzig wahre Flunkgeist. (frk)

   

Personal Stereo
(2007, Beatservice BS097CD)

Ach, das hört sich doch vielversprechend an: Man nimmt sich Schlafzimmer in einer Wohnung im Herzen(!) Oslos und spielt dort hübsch elegischen und auch wieder rhythmisch-schleppenden Pop ein. Und es sind natürlich nicht irgendwelche Schlafzimmer, sondern die von Ulf (Programming) und Jo (Gitarre), die zusammen mit Anja (Gesang) das bezaubernde Trio Flunk ergeben.

Dabei kommt ihr nunmehr fünftes Album trotz aller elektrischen Techniken zwischendurch erstaunlich akustisch daher. Doch ebenso wenig fehlen die sich in die Höhe schraubenden, basslastigen Songs, bei denen nicht nur der Fan die Regler hochfährt, um wenigstens einmal am Tag auf der Stelle zu tänzeln, da doch nichts so unsicher ist wie die Rente eines fernen Tages. Und wieder haucht und kiekst Anja dazu aufs Allerbeste; sie flüstert und haspelt, und das gibt auch diesmal die rechte Jungbrunnen-Rezeptur. (frk)

   

Play America
(2005, Beatservice/VME BS085CD)

Achtung – Verliebungsgefahr. Und das liegt nicht nur an dem elegisch-verhallten wie schüchternen Gesang von Anja Öster Vister (aber auch). Sondern ebenso an den vertrauten Popweisen, mit denen uns das Duo beglückt. Ein großer Teil dieser CD besteht aus Beiträgen für die USA-Fassung ihres Albums »MORNING STAR«, und diese wollte man dem Kontinent nicht vorenthalten (zu recht).

Der zweite Teil schöpft sich aus Remix-Versionen seelenverwandter Musiker wie dem Athome Projekt oder Slowpho. Höhepunkt der Höhepunkte: Der von Flunk bereits aufgehübschte Kinks-Klassiker »All Day And All Of The Night«, nun noch mehr auf Dancefloor gestrickt vom DJ Nils Noa und dem Soundtüftler Tronso. Eine Scheibe, zu der man noch dann daheim auf dem Balkon tanzt, wenn sich die Nachbarn schon wieder zur Arbeit schleppen. (frk)



Siehe auch:
Athome Project
Slowpho

   

For Sleepyheads Only
(2002, Beatservice/Indigo BSCD051)

In dem Namen »Flunk« schwingt natürlich das Kürzel »Funk« mit. Und entsprechend luftig wie bodenständig geht es bei dem nordnorwegischen Duo Ulf (Produzent) und Jo Bakke (Gitarre) zur Sache, so dass es sich eben diesen Namen zu Recht für ihr Soundprojekt erwählt hat: Mal untermalen die Beiden ihren artifiziellen Klangteppich mit stampfenden Beats, dann wieder sind kurzzeitig schüchterne, doch echte Gitarren zu hören.

Nicht jeder Song wirkt sich schon ausgereift, doch insgesamt entblättert sich eine fröhliche Gute-Laune-Musik, wobei besonders die Reggae-Adaptionen zu gefallen wissen. Sehr hübsch ist auch der leicht hallige Gesang von Anja Oyen Vister – einer Medizinstudentin, die zuweilen als Gast mitwirkt. (frk)



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