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Alle Rezensionen zu Moonbabies
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

The Orange Billboard
(2004, Chalksounds CS022)

Während das Potenzial des Vorgängers »JUNE AND NOVAS« nur aufhorchen ließ, wird man von »THE ORANGE BILLBOARD« beinahe überrollt. Die zugunsten der neuen Wucht paktierenden Instrumente, Stimmen und Effekte bilden Pop-Ungetüme: dekadent, gefährlich, süß. Sie tragen das Gewicht von Melodien, die um schmunzelnde Grundsätzlichkeiten, flüchtige Momente oder schale Nachgeschmäcker kreisen.

Um sich aber nicht in purzelnden Harmonie-Seeligkeiten zu verheddern, werden erste Türen mit Abgründen dahinter aufgestoßen und rauschende Geräuschkulissen und zwickende Instrumentals bargelegt. So ganz will es Carina Johansson und Ola Frick nicht gelingen, Abstand zum Schönklang zu entwickeln, aber das sollen sie auch gar nicht. Allzu wohlig umwickeln sie mit zwischen Lakonik und Verträumtheit ansässigen Stimmen versöhnliche Melodien – schwelgerisch und mit Interessantem im Detail: Pianogesäusel, elektronische Subversitäten, Chöre, die ins Glockenspiel-Messer laufen. Ab aufs Mixtape! (maw)

 Moonbabies: The Orange Billboard

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.moonbabiesmusic.com

   

At The Ballroom
(2007, V2/Universal STAR 140106-2)

»Moonbabies! Moonbabies!« möchte man laut rufen. Da hört man die ersten drei, vier Stücke des neuen Albums, ist völlig hingerissen und hüpft wie bekloppt durch den Raum. Möchte spontan schwören, dass hier eine der bisher besten Scheiben des Jahres läuft und weint fast vor Rührung bei dem herzzerreißend-optimistischen Refrain »It Will Be Alright« im wundvollen zweiten Song »War On Sound«. Und denkt wehmütig an Mike Scott von den Waterboys, der vor 20 Jahren so etwas wie »The Big Music« erfinden wollte. Dieses Versprechen könnte hier endlich eingelöst werden.

Aber dann flacht »AT THE BALLROOM« allmählich ab und stößt auf Grund in den überfischten Gewässern des Boy-Girl-Tweepop mit kitschigem Synthie-Einlagen. Wird allzu beliebig. Allzu nett. Immer noch besser als der Durchschnitt, aber ohne echte Tiefe. Schade, schade, schade. Aber nach elf Tracks auf dem Intensitätslevel von »War On Sound« würde man wahrscheinlich unweigerlich den Liebestod sterben. (emv)

   

June And Novas
(2000, Duckweed Records)

Manche meinen, die Band könne sich nicht entscheiden: Schwelgerisch schöne Gesangslinien, die sich ruhig und suggestiv entwickeln, wechseln sich mit rockig treibenden Gitarren ab, die sich dann und wann auch mal in den Vordergrund trollen.

Zwischen kandiertem Hi-Fi-Schmock mit gesteigertem Niedlichkeits-Faktor und verzerrten Lo-Fi-Eskapaden mit angestrengtem Bemühen, so richtig krass böse abzugehen, experimentiert das Malmö-Duo sogar mit elektronischen Bestandteilen. Sie schmücken die Wiesen, auf denen sie wandeln, mit Stoppeln aus Plucker-Beats, die indes auf dem Nachfolger noch deutlich kürzer gemäht wurden. Zwischen Unentschiedenheit und Experimentierfreudigkeit gibt es eben doch einen Unterschied. Diese Band hier ist auf der Suche. (maw)



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