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Alle Rezensionen zu Sondre Bratland
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Syng Meg Heim
(2005, Kirkelig Kulturverksted FXCD 289)

Sondre Bratland, wichtigster lebender Sänger norwegischer Volksmusik, bewies schon immer Vielseitigkeit. So überrascht er etwa mit der Country(!)-CD »SYNG MEG HEIM«, auf der er den Verbindungen zwischen amerikanischer, irischer und norwegischer Folklore nachspürt in eigenen Kompositionen, aber auch mit Hank Williams' »Wedding Bells«, Johnny Cashs »I Still Miss Someone« oder irischen Traditionals wie dem viel interpretierten »The Water Is Wide« – alle natürlich mit norwegischem Text versehen.

Wer ältere Aufnahmen Bratlands kennt, der merkt, dass die mittlerweile 65jährige Stimme etwas unsicher geworden ist. Doch das tut der Faszination dieser schöngeistigen, exquisit und herrlich zurückhaltend instrumentierten CD keinen Abbruch, denn: Sondre Bratlands hat noch immer Charakter, mehr denn je sogar. Zusammen mit den den stilsicheren, gekonnt mit Unschärfebereichen spielenden Früh-/Spätwinter-Fotos im Booklet ergibt das eine niveauvolle CD, so recht zum Zuhören, wenn das Feuer im Kamin knackt und man sich die Wolldecke behaglich über die Beine gelegt hat. (peb)



Siehe auch:
Sondre Bratland & Annbjørg Lien

Sondre Bratland: Syng Meg Heim

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.sondrebratland.no

   

Jol I Mi Song
(2011, Kirkelig Kulturverksted FXCD373)

Das andere Weihnachten. Nicht das laute und lichterkettenblinkernde, sondern das leise, das besinnliche Fest ist es, was Sondre Bratland, die große Leitfigur unter den norwegischen Folksängern, in der Adventszeits sucht. In »JOL I MI SONG« (Weihnachten in meinem Lied) nimmt sich Bratland fein zurück und zelebriert die ruhigen Töne. Entscheidet sich bewusst gegen das allzu Vertraute und Einlullende der klassischen Weihnachtslieder: Die Hälfte haben Bratland und befreundete Künstler wie Annbjørg Lien neu komponiert. Dem weißmähnigen Barden geht es hier um Entschleunigung und die Konzentration auf das Wesentliche: Auf das Nachsinnen über die Frage, welche positive Wertvorstellungen mit dem kleinen Kind in der Krippe in die Welt kamen, wie er im Booklet schreibt.

Einfühlsam unterstützt von Tore Bruvall am Banjo, Sigbjørn Apeland am Harmonium und Nils Økland an der Violine kreiert Bratland ein einfaches, ein ländliches Weihnachten, das sich der Tradition des skandinavischen wie des irischen und amerikanischen Folks eng verbunden fühlt. Aufgenommen in der Sofienberg-Kirche in Oslo, zwingt einem dieses rein auf norwegisch eingesungene Album auf die allersanfteste Art zum aufmerksamen Zuhören. Und damit auch zum Nachdenken darüber, was wir mit Weihnachten eigentllich heute noch verbinden.

(emv)



Siehe auch:
Sigbjørn Apeland
Nils Økland
Annbjørg Lien

   

Det Er Den Draumen – Sondre Bratland Syng Texter Av Olav H. Hauge
(2008, Kirkelig Kulturverksted FXCD 333)

Übers Alter reden wir hier nicht. Dass Sondre Bratland inzwischen die 70 überschritten hat, ist nur am Rande erwähnenswert. Denn die Jahre mögen ihren körperlichen Tribut zollen – seiner souveränen Interpretationsfähigkeit können sie nichts anhaben. Dieser hingebungsvoll zurückgenommene Sänger verlangt unsere volle Aufmerksamkeit. Für die Kunst der Zwischentöne, für die vielen Variationen der feinen Abstufungen. Für seine kargen, aber überaus kundig arrangierten Folksongs zwischen norwegischer Tradition und Einflüssen aus Irland, aus dem US-Country, aus dezent angedeuteten Jazz-Anleihen.

Auf »DET ER DEN DRAUMEN« (Das ist der Traum, den wir haben) vertont Bratland Texte des norwegischen Dichters Olav H. Hauge. Und hat ähnlich einfühlsame, hochkarätige Mitmusiker gewinnen können: Den Gitarristen Knut Reiersrud, den Drummer Helge Norbakken (u.a. bei Kari Bremnes), den Basser und Trompeter Matthias Eick und die Geigerin Annbjørg Lien. Dass die Aufnahmen in der Kampen-Kirche in Oslo stattfanden, zeigt sich in einer gewissen Ernsthaftigkeit. Aber keine Sorge: Die Gedanken heben beim Zuhören ab und erheben sich schwerelos in die Lüfte. (emv)



Siehe auch:
Knut Reiersrud
Mathias Eick
Annbjørg Lien

   

Den Blå Gleda
(2005, Kirkelig Kulturverksted FXCD 43)

In der frühen Phase seines Schaffens sang Bratland oftmals religiöse Volksmusik, die das Publikum bei seinen Konzerten Kirchen, Jazzclubs, Kulturzentren und Schulen tief beeindruckte. Viel Melancholie lag auch in dieser Musik, und so nannte er seine Art von Musik »blaue Verzückung« (DEN BLÅ GLEDA).

Ihre Wurzeln hat Bratlands religiöse Volksmusik meist tief im Mittelalter. Auf wenigen von Bratlands Alben wird diese Verbindung so deutlich wie auf diesem 1983 erschienenen, dann 2005 wiederveröffentlichte Album. Und hier war Sondre wahrlich in Hochform: Mit damals noch fester, doch melancholischer Stimme stimmte er alte norwegische Volkslieder an, einfühlsam begleitet von Kirchenorgel (Iver Kleive), Panflöte (Roar Engelberg) oder Harfe (Malgorzata Milewska-Sundberg). Eine berückende Aufnahme von stiller Schönheit, voll magischer Momente. (peb)



Siehe auch:
Iver Kleive



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