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Alle Rezensionen zu Naglfar
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Téras
(2012, Century Media 9980962)

Was ist in den fünf Jahren seit »HARVEST« passiert? Naglfar haben, wie es so schön heißt, »eine kreative Pause eingelegt«. Naglfar sind zum Trio geschrumpft, haben das Schlagzeug von dem Sessionmusiker Dirk Verbeuren (arbeitete mit Soilwork, Scarve) einspielen lassen. Was glücklicherweise NICHT passiert ist: Kristoffer W. Olivius, Andreas Nilsson und Marcus Norman haben ihren Stil geändert, sind sich untreu geworden; Naglfar spielen immer noch einen perfekten Black-Death-Mix.

Gemächlich, aber sehr böse, eröffnet der Dreier »TÉRAS« mit dem Titelsong. Gut zwei Minuten Vorspiel reichen der Band aus Umeå, dann kommen sie zur Sache: »Pale Horse«. Verdammt geiles Geknüppel mit einem höllisch groovenden Mittelteil, Dirk Verbeuren war eine gute Wahl. »Bring Out Your Dead« hat einen Wahnsinns-Groove. »Come Perdition« / »Invoc(H)ate« eine außerordentlich morbide Atmosphäre. Fazit: Unglaubliche, frostige, bitterböse 44 Minuten. Seufz. Was für eine Scheibe. Danke Naglfar! … ich behalte euch schon jetzt im Hinterkopf für meine Charts 2012.

PS: Das Cover des Sechstlings stammt übrigens von Niklas Sundin (Dark Tranquillity). (nat)



Siehe auch:
Soilwork

 Naglfar: Téras

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.naglfar.net/

   

Harvest
(2007, Century Media/SPV 77577-2)

Die Mythologie besagt: Um die Ankunft von Naglfar zu verzögern, hilft es, den Toten die Nägel zu schneiden. Doch aufhalten lässt es sich nicht – wie auch die gleichnamige Band. Dank des neuen Mannschaftsmitgliedes Morgan Lie am Bass konzentriert sich Kristoffer jetzt vollständig auf den Gesang: Er faucht erbost misanthropische Texte ins Mikro, bisweilen untermalt durch sorgsam platzierte Keyboards.

»HARVEST« ist ein Meisterstück, gefertigt aus frostigen Black Metal-Melodien und todesmetallischem Wüten. Hart, aber harmonisch erschaffen die Schweden alles zertrümmernde Stücke wie »The Darkest Road« oder der düstere siebenminütige Titeltrack – den sie als Ausrufezeichen ans Ende der Scheibe stellen. (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3

   

Pariah
(2005, Century Media/SPV 77502-2)

Zum Ragnarök stechen die Gegner der Götter mit dem legendären Naglfar in See, gebaut aus den Nägeln Verstorbener. Anstelle des mythologischen Steuermanns lenkt allerdings Sänger/Bassist Kristoffer Olivius seit »PARIAH« das Totenschiff – nachdem Gründungsmitglied und Frontmann Jens Rydén an Land ging, sprich nach Stockholm zog. Der ehemalige Setherial-Sänger Olivius versteht es im Fahrwasser Rydéns zu schwimmen, wie er schon beim doppelten Leadgitarren-Opener »A Swarm Of Plagues« krächzend beweist.

Angeheizt vom Schlagzeugfeuer Mattias Grahns stürmt das Black Metal-Quartett nach einer leichten Kurskorrektur in Richtung des Debüts »VITTRA« (1995) übers Meer. Sensenscharfe Riffattacken Marcus Normanns/Andreas Nilssons, schaurig-schöne Melodien, die gefallen und ängstigen zugleich – teilweise durch Klavierspiel eingeleitet, wie in »None Shall be Spared« – und apokalyptische Texte zeigen: Die Besatzung steht in den Startlöchern, um sich die Schlacht mit den Göttern zu liefern. (nat)



Siehe auch:
Setherial

   

Ex Inferis
(EP, 2002, New Hawen Records/Century Media NEWH002-2)

Nach dem zweiten Album »DIABOLICAL« (1998) legten Naglfar eine Pause ein. Mit der EP »EX INFERIS« geben die Schweden endlich wieder ein Lebenszeichen von sich – ein minimales Lebenszeichen, denn nur zwei der fünf Stücke sind wirklich neu. Den Anfang macht das geniale »Of Gorgons Spawned Through Witchcraft«: Rabiater aber hymnischer Black Metal mit nervenzersägenden Gitarren, frostigem Fauch-Gesang und klirrend kalter Produktion.

Nach dem gut umgesetzten neuen Coversong »Dawn Of Eternity« von Massacre folgen weitere, bereits bekannte Eigenkompositionen: »Emerging From Her Weepings« vom Debüt »VITTRA« und zwei 1998-er Demoversionen: »When Autumn Storms Come« plus » Brimstone Gate«, die Fans bereits auf der limitierten EP »WHEN AUTUMN STORMS COME« hören konnten und ebenso gut wie der Opener sind. Kaufen: Gut investiertes Geld. (nat)



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