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Alle Rezensionen zu Kristian Jørgensen Quartet
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Meeting Monty
(2001, Stunt/Sundance STUCD 01212)

Ein Album wie geschaffen als Soundtrack für die kleinen sichtbaren und unsichtbaren Dramen einer gut besuchten nächtlichen Bar. Die feinsinnig-melancholischen Passagen erinnern ein wenig an die merkwürdig entrückte Stimmung nach dem dritten Cocktail, wenn einen die Schwermut langsam einkreist. Bevor man jedoch völlig im Glas versinkt, holt einen die lebensfrohe Violine von Kristian Jörgensen wieder aus der Trübsinnigkeit. Wer einen Hang zu (Swing-)Traditionen und Scotch hat, ist hier gut aufgehoben; allerdings wird meist nur biederes Handwerk geboten.

Biografisches? Kristian Jörgensen, der bereits mit 15 Jahren seine erste Platte mit dem Pianisten Duke Jordan aufnahm und seinen ersten Jazz-Award gewann, zählt zu den besten Jazz-Geigern der Welt. Gemeinsam mit seiner eigenen Band – dem Gitarristen Jacob Fischer, Bassist Thomas Fonnesbaek und Schlagzeuger Kresten Osgood – sowie dem jamaikanischen Pianisten Monty Alexander nahm er sein viertes Solo-Album auf. Letztere Legende spielte während seiner über vierzig Jahre langen Laufbahn mit so unterschiedlichen Musikern wie Frank Sinatra, Dizzy Gillespie, Sonny Rollins oder Quincy Jones. (pvs)



Siehe auch:
Blake, Kjærgaard, Westergaard
Kresten Osgood og Hvad Er Klokken

Kristian Jørgensen: Meeting Monty

Offizielle Website

Offizielle Website      www.kristianjorgensen.dk

   

Love Letters
(2009, Stunt STUCD 09012)

Mit diesem Vibrato bringt Kristian Jørgensen sämtliche Schwiegermütter zum Schmelzen und CD-Spieler zum Jaulen, mag man nach den ersten Takten befürchten, doch langsam: Wer den dänischen Violin-Virtuosen als reinen Traditionsverwalter betrachtet, tut ihm Unrecht.

Schließlich hat er mit Karsten Bagge (dr) sowie den String Swing-Meistern Thomas Fonnesbæk (b) und Jacob Fischer (g) eine formidable Rhythmusgruppe, die so manches Schmalztöpfchen flink umschifft. Ist »Laura« noch eine richtig schöne Ballade, so überzeugt das Titelstück mit Drive und Power. Sehr modern gelingt Astor Piazzollas »Escualo«, und Gershwins »But Not For Me« hat viel Drive. Jørgensens eigene Stücke fallen keineswegs schlecht aus, aber auch nicht völlig überzeugend – das haben sie mit seinem Spiel gemeinsam. Die besten Momente gehören eindeutig Fischer und Fonnesbæk. (tjk)



Siehe auch:
Aaron Parks, Thomas Fonnesbæk, Karsten Bagge



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