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Alle Rezensionen zu KTU
(Genre »Avantgarde«, Land »Finnland«)

 

Quiver
(2009, Westpark/Indigo 87173)

Ein Trio der ganz besonderen Art: Der finnische Akkordeonist Kimmo Pohjonen, bekannt bis berüchtigt durch wagemutige Avantgarde-Alben, tat sich hier mit den zwei King Crimson-Abenteurern Trey Gunn und Pat Mastelotto zusammen. Aufgenommen in Texas und Helsinki und abgemischt von Steve Wilson (Porcupine Tree) pendeln die Drei zwischen kraftvollem Progrock, Experimenten und flirrender Polyrhythmik, in der vor allem Trey Gunn mit seinem »Stick« tolle Akzente setzt. Doch Drummer Mastelotto steht ebenso wenig nach wie Pohjonen selbst, der die Sounds seiner Quetschkommode elektronisch verfremdet und mit Fußpedalen malträtiert ... und deswegen schon mit Jimi Hendrix verglichen wurde.

Trotz aller Wucht der überwiegend forschen Lieder sind es aber zurückgenommene Songs wie »Wasabi Fields«, die sich festsetzen: Eine magische Melodie mit ein wenig Chanson-Flair, entrückte Soli und die unterschwellig-bedrohliche Atmosphäre setzen den definitiven Albums-Höhepunkt. Ansonsten hält sich »QUIVER« sehr dicht an King Crimsons Handschrift, was angesichts der Besetzung ja kein Wunder ist. Obwohl dieses zweite KTU-Album gemessen an Kimmo Pohjonens sonstigen Aufnahmen eher leicht hörbar und fast schon eingängig ausfiel, kommen Freuden komplexer Klangbilder trotzdem noch voll auf ihre Kosten. (peb)



Siehe auch:
Kimmo Pohjonen
Kimmo Pohjonen & Eric Echampard

 KTU: Quiver

Offizielle Website

Offizielle Website      http://kimmopohjonen.com/

   

8 Armed Monkey
(2005, Westpark/Indigo 87119)

Holla – ein wenig wundert man sich schon, dass der finnische Avantgarde-Akkordeonist Kimmo Pohjonen samt dem mit Live-Samples arbeitenden Langzeit-Partner Samuli Kosminen ausgerechnet mit zwei Mitgliedern der zwar wesensverwandten, doch eigentlich in einer ganz anderen Szene beheimateten King Crimson unter dem Namen KTU zusammenfand. Doch Pohjonen trat schon 1998 im Vorprogramm der Crimson-Abspaltung ProjeKt Three auf, und seither hatte man vor, gemeinsame Sache zu machen.

Mit dem Stick-Virtuosen Trey Gunn, der sein Instrument hier allerdings als »Warr-Gitarre« bezeichnet, und dem Power-Trommler Trey Gunn improvisieren die beiden Finnen jedenfalls unerhörte, wuchtig geräuschhafte Collagen. Blecherne Rhythmen, verworrene Soundschleifen und Klanggewitter, die am besten mit dem Begriff »Vulka-Eruption« beschrieben werden können, laden ein zu einem fordernden Hörspiel, für das ein Genrebegriff erst noch erfunden werden muss. Freecore? Avantjazz? (Alp)traum-Rock? Ihr wisst jetzt schon, was gemeint ist ... (lha)



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